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Trump droht Huthi und Iran "militärische Bestrafung" an
Politik · 23.07.2026 15:57

Trump droht Huthi und Iran "militärische Bestrafung" an

Kurz: US-Präsident Trump droht den Huthi und dem Iran mit militärischen Konsequenzen. Die Lage im Roten Meer spitzt sich zu, während die Ölpreise deutlich ansteigen.

Eskalation im Roten Meer: US-Präsident droht mit Konsequenzen

Die Sicherheitslage im Nahen Osten hat sich durch die jüngsten Aktivitäten der Huthi-Miliz im Roten Meer drastisch verschärft. US-Präsident Donald Trump hat auf die zunehmenden Angriffe auf Tanker reagiert und der im Jemen ansässigen Miliz eine "bedeutende militärische Bestrafung" in Aussicht gestellt, sollten die Attacken fortgesetzt werden. Diese Drohung richtet sich explizit auch an den Iran. Teheran gilt als engster Verbündeter der Huthi und wird von Washington als Drahtzieher hinter der aktuellen Eskalation betrachtet.

Die Huthi-Miliz, die weite Teile des Nordens und Westens des Jemen kontrolliert, hatte zuvor eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt. In der Folge kam es zu Angriffen auf saudi-arabische Schiffe, wobei Riad den Beschuss eines Tankers bestätigte. Diese militärischen Aktionen haben unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte: Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent kletterte auf über 100 US-Dollar, den höchsten Stand seit Anfang Juni.

US-Außenminister sieht Einflussnahme aus Teheran

US-Außenminister Marco Rubio äußerte sich am Rande eines ASEAN-Treffens in Manila kritisch zur Rolle des Irans. Seiner Einschätzung nach seien die Huthi den Iranern "auf den Leim gegangen". Die Miliz habe sich zuvor weitgehend aus dem Konflikt herausgehalten, sei nun aber von Teheran zu den Angriffen verleitet worden. Rubio warf der iranischen Führung zudem vor, internationale Vereinbarungen mit den USA systematisch zu brechen, während sich die Vereinigten Staaten an ihre Zusagen gehalten hätten.

Die militärische Dynamik hat sich in den letzten Tagen intensiviert. Die US-Streitkräfte führten die zwölfte Nacht in Folge Angriffe auf Ziele im Iran durch, mit dem erklärten Ziel, weitere Attacken auf Handelsschiffe und zivile Seeleute zu unterbinden. Der Iran reagiert seinerseits mit Angriffen auf US-Ziele in der Region, unter anderem in den Golfstaaten und Jordanien. Ein Sprecher des iranischen Militärs kündigte an, dass diese Vergeltungsmaßnahmen so lange andauern würden, wie die USA die Infrastruktur und Küstengebiete des Irans attackieren.

Internationale Besorgnis und wirtschaftliche Folgen

Die internationale Gemeinschaft zeigt sich alarmiert über die Entwicklung. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas forderte die Huthi auf, ihre Drohungen gegen den internationalen Schiffsverkehr unverzüglich einzustellen. Sie bezeichnete die Seeblockade als gefährliche Eskalation, die die regionale Stabilität bedrohe. Der EU-Marineeinsatz "Aspides" bleibe einsatzbereit, um die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten.

Auch Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius warnte vor den fatalen Folgen der aktuellen Lage. Nicht nur die Menschen in der Region seien betroffen, sondern alle Länder, die von Energielieferungen aus diesem Gebiet abhängig sind. Frankreich schloss sich den Appellen zur Deeskalation an, während der Oman als Vermittler versucht, Gespräche zwischen den Huthi und Saudi-Arabien wieder in Gang zu bringen.

Auswirkungen auf den Welthandel

Die Straße von Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Indischen Ozean verbindet, ist ein zentrales Nadelöhr für den Welthandel. Berichten der US-Denkfabrik Institute for the Study of War (ISW) zufolge haben bereits mehrere Schiffe ihre Routen geändert, um die Passage zu meiden. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass die Huthi-Miliz in Einzelfällen mit chinesischen Tankern über eine Durchfahrt verhandelt. Diese punktuellen Absprachen unterstreichen die Unsicherheit, mit der Reedereien derzeit konfrontiert sind, während die Weltgemeinschaft auf eine diplomatische Lösung hofft.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/luftaufnahme-der-stadtlandschaft-von-teheran-bei-sonnenuntergang-31468394/ · Foto: Mehdi Salehi
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/trump-huthi-usa-iran-100.html