Klare Strukturen in der Defensive
Der SV Darmstadt 98 steht unmittelbar vor dem Start in die neue Zweitliga-Saison. Mit dem Duell gegen Holstein Kiel am kommenden Samstag um 13 Uhr rückt der Ernstfall näher. Trainer Florian Kohfeldt hat in den vergangenen Wochen intensiv an der Formation gefeilt und scheint für weite Teile der Mannschaft bereits eine klare Vorstellung zu haben. Acht der elf Positionen gelten nach aktuellem Stand als fest vergeben.
Im Tor bleibt Marcel Schuhen der unangefochtene Rückhalt. Die Viererkette vor ihm nimmt ebenfalls Konturen an: Auf den Außenbahnen sind die Neuzugänge Christopher Lannert auf der rechten und Florian Kleinhansl auf der linken Seite vorgesehen. In der Innenverteidigung ist Patric Pfeiffer gesetzt. An seiner Seite hat sich Aleksandar Vukotic in die Pole-Position gespielt. Dies stellt eine bemerkenswerte Entwicklung dar, da Vukotic in der Vergangenheit bereits seinen Stammplatz an Matej Maglica verloren hatte.
Die Personalie Maglica und die Abwehrzentrale
Die Situation um Matej Maglica sorgt für Gesprächsstoff. Der Kroate, der in der Vorsaison als torgefährlichster Innenverteidiger der Liga überzeugte, fehlte bei der offiziellen Saisoneröffnung gegen den FC Portsmouth. Trainer Kohfeldt begründete dies mit körperlichen Problemen während der Vorbereitung. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass Vukotic aktuell die Nase vorn habe. Zudem halten sich hartnäckige Gerüchte über einen möglichen Wechsel des Verteidigers zum 1. FC Kaiserslautern, die von Vereinsseite derzeit nicht kommentiert werden.
Eingespieltes Herzstück im Mittelfeld
Im Zentrum setzt der Trainer auf Kontinuität. Das bewährte Duo Hiroki Akiyama und Kai Klefisch soll auch in der neuen Spielzeit das Herzstück der Lilien bilden. Die Rolle als Spielgestalter und potenzieller Torjäger im offensiven Mittelfeld ist für Lance Duijvestijn reserviert. Diese Achse soll für die nötige Stabilität und Kreativität im Spielaufbau sorgen.
Offene Fragen in der Offensive
Während das Grundgerüst steht, bleibt die Besetzung der Flügel sowie der Sturmposition eine Herausforderung für das Trainerteam. Für die beiden Außenbahnen konkurrieren derzeit vier Akteure: Noah Weißhaupt, Ibrahim El Kadiri, Nicolas Verkooijen und Yosuke Furukawa. Nach den Eindrücken der Testspiele werden sich zwei Spieler für die Startelf qualifizieren müssen, wobei der ehemalige Freiburger Weißhaupt derzeit als Favorit gilt.
Im Angriff konkurrieren Fynn Lakenmacher und der Neuzugang Ho-Jae Lee um den Platz in der Spitze. Lakenmacher konnte zwar eine solide Vorbereitung vorweisen, zeigte jedoch im Test gegen Portsmouth Schwächen in der Chancenverwertung. Lee hingegen konnte bereits einen Treffer erzielen, kämpft aber noch mit der Abstimmung innerhalb des Teams.
Strategische Planung auf dem Transfermarkt
Die Suche nach einer weiteren Verstärkung für den Angriff gestaltet sich komplex. Trainer Kohfeldt räumte ein, dass der Transfermarkt für diese spezifische Position derzeit schwierig sei. Es ist daher durchaus plausibel, dass Darmstadt 98 ohne einen weiteren Neuzugang in die Partie gegen Kiel geht. Die Vereinsführung plant, geduldig zu agieren und erst bei passenden Optionen zuzuschlagen. Eine Verpflichtung könnte sich somit bis in die späte Phase des Transferfensters im August ziehen, wenn sich bei anderen Klubs neue Möglichkeiten ergeben.