Ein gelungener Wettkampf trotz anfänglicher Schwierigkeiten
Bei der Schwimm-EM in Paris hat das deutsche Team einen weiteren Erfolg verbucht. Lena Hentschel und Luis Avila Sanchez erkämpften sich im Mixed-Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett die Bronzemedaille. Der Weg zum Podest verlief jedoch nicht ohne Hindernisse: Bereits zu Beginn des Wettbewerbs geriet der zweite Sprung des Duos deutlich daneben.
Der entscheidende Vorteil für das deutsche Paar war die Reglementierung der Schwierigkeitsgrade in den ersten beiden Durchgängen. Da diese auf einen Wert von 2,0 begrenzt waren, blieb der Punktverlust nach dem missglückten Sprung überschaubar. Dies hielt die Chance auf eine vordere Platzierung trotz des Fehlers offen.
Aufholjagd in der zweiten Wettkampfhälfte
Nach der anfänglichen Schwächephase zeigten Hentschel und Avila Sanchez Nervenstärke. Ab dem dritten Durchgang, in dem die Athleten ihre Sprünge frei wählen konnten, präsentierte sich das Duo fehlerfrei. Mit einer konzentrierten Leistung arbeiteten sie sich im Klassement nach oben und beendeten den Wettbewerb mit insgesamt 284,19 Punkten.
Obwohl das Paar im Vorjahr den Titel in dieser Disziplin für sich entscheiden konnte, zeigten sich die Athleten mit dem dritten Platz zufrieden. Lena Hentschel betonte, dass eine Titelverteidigung zwar ein schönes Ziel gewesen wäre, das Erreichen des Podests in einem qualitativ hochwertig besetzten Teilnehmerfeld jedoch das primäre Vorhaben des Duos war.
Die Konkurrenz und der Weg zum Treppchen
Der Sieg ging an das italienische Duo Matteo Santoro und Chiara Pellacani, die mit 305,85 Punkten eine fehlerfreie Vorstellung ablieferten und sich den ersten Platz sicherten. Den zweiten Rang belegten die unter neutraler Flagge startenden Athleten Ilia Molchanov und Elizaveta Kuzina. Mit einem Abstand von lediglich 1,98 Punkten zum Silberrang war das Rennen um die Medaillen äußerst knapp.
Das deutsche Duo profitierte im Verlauf des Wettbewerbs zudem von einem Fehler der Schweizer Konkurrenten Erik Passerone und Michelle Heimberg, denen im vierten Durchgang ein folgenschwerer Patzer unterlief. Dies ebnete den Weg für Hentschel und Avila Sanchez, sich den Platz auf dem Treppchen zu sichern.
Erfolgsserie des deutschen Teams
Die Bronzemedaille von Hentschel und Avila Sanchez markiert bereits den dritten Medaillengewinn für die deutsche Mannschaft bei der laufenden Schwimm-EM in Paris. Bereits am Vortag konnte Moritz Wesemann seinen Titel vom Ein-Meter-Brett erfolgreich verteidigen. Zudem sicherten sich Pauline Pfeif und Elena Wassen Silber im Synchronspringen vom Zehn-Meter-Turm.
Die Schwimm-EM in Paris, die zwei Jahre nach den Olympischen Spielen an den gleichen Ort zurückkehrt, bietet den Athleten weiterhin die Möglichkeit, sich in verschiedenen Disziplinen zu beweisen. Mit den bisherigen Ergebnissen unterstreicht das deutsche Team seine Ambitionen und die gute Form der Wasserspringer in einem internationalen Umfeld.