Ein weiterer Erfolg für das deutsche Team
Die deutsche Mannschaft im Wasserspringen setzt ihre beeindruckende Erfolgsbilanz bei der laufenden Schwimm-EM fort. Am Donnerstag konnten Lena Hentschel und Jette Müller eine weitere Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) verbuchen. Das Duo sicherte sich im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett den dritten Platz und damit die Bronzemedaille.
Der Weg zum Podium
Der Wettkampf verlief für die beiden Athletinnen zunächst äußerst vielversprechend. Nach den ersten beiden Pflichtsprüngen, bei denen das Reglement einen Schwierigkeitsgrad von maximal 2,0 vorgibt, setzten sich Hentschel und Müller sogar an die Spitze des Teilnehmerfeldes.
Im weiteren Verlauf des Wettbewerbs mussten die Springerinnen jedoch eine kritische Phase überstehen. Ein Fehler im vierten Durchgang brachte das Duo kurzzeitig in Bedrängnis, wodurch der angestrebte Medaillenrang zwischenzeitlich gefährdet schien. Mit einem konzentrierten und soliden Abschluss – einem 2,5-fachen Rückwärtssalto – gelang es den beiden jedoch, den dritten Platz mit einem komfortablen Vorsprung abzusichern.
Analyse der Konkurrenz
Der Sieg in diesem Wettbewerb ging an das italienische Paar Chiara Pellacani und Elisa Pizzini. Die Italienerinnen dominierten das Feld und setzten sich mit einem deutlichen Vorsprung von 29,67 Punkten vor das zweitplatzierte Duo Kseniia Bochek und Diana Karnafel aus der Ukraine.
Für Hentschel und Müller wäre bei einem fehlerfreien vierten Durchgang durchaus eine noch bessere Platzierung möglich gewesen. Auf die ukrainischen Silbermedaillengewinnerinnen fehlten dem deutschen Duo lediglich 3,81 Punkte.
Einordnung in die deutsche Medaillenbilanz
Mit diesem Erfolg wächst die deutsche Medaillenausbeute im Wasserspringen auf insgesamt acht Medaillen an. Für Lena Hentschel ist es bereits das zweite Edelmetall bei diesen Titelkämpfen, nachdem sie zuvor bereits im Mixed-Wettbewerb vom Drei-Meter-Brett gemeinsam mit Luis Avila Sanchez Bronze gewonnen hatte.
Die Bilanz des DSV-Teams bei dieser Europameisterschaft ist bemerkenswert: Neben den zwei Bronzemedaillen stehen bereits drei Gold- und drei Silbermedaillen zu Buche. Im aktuellen Medaillenspiegel rangiert Deutschland damit auf dem zweiten Platz, lediglich übertroffen von Italien, das bislang fünf Siege für sich verbuchen konnte.
Die kontinuierlichen Erfolge, wie sie unter anderem auch durch die Leistungen von Wesemann und Pfeif am vorangegangenen Mittwoch unterstrichen wurden, unterstreichen die derzeitige Stärke der deutschen Wasserspringer im europäischen Vergleich. Die kommenden Tage werden zeigen, ob das deutsche Team seine Position im Medaillenspiegel weiter festigen kann.