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Reiseverkehr: ADAC warnt vor erhöhter Staugefahr am Wochenende
Schlagzeilen · 23.07.2026 12:44

Reiseverkehr: ADAC warnt vor erhöhter Staugefahr am Wochenende

Kurz: Der ADAC warnt vor einem Verkehrschaos auf deutschen Autobahnen. Aufgrund der Sommerferien und zahlreicher Baustellen drohen am Wochenende massive Staus.

Höhepunkt der Sommerreisewelle erreicht

Die Urlaubszeit in Deutschland hat ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Da nun in nahezu allen Bundesländern die Sommerferien begonnen haben, ist das Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen massiv angestiegen. Die Situation wird durch eine gegenläufige Bewegung verschärft: Während zahlreiche Familien in den Urlaub starten, treten Reisende aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland bereits wieder die Heimreise an, da dort die Ferien bald enden.

Der ADAC prognostiziert für das kommende Wochenende eine besonders angespannte Lage. Autofahrer müssen sich auf den Hauptverkehrsachsen auf erhebliche Verzögerungen einstellen. Dies betrifft vor allem Routen in Richtung Süden sowie die Verbindungen zu den Küsten von Nord- und Ostsee.

Brennpunkte im deutschen Autobahnnetz

Besonders kritisch bewertet der Automobilclub die Situation auf den folgenden Strecken:

* **A1:** Zwischen Köln und Fehmarn

* **A7:** Von Füssen bis Flensburg

* **A95:** Im Bereich München bis Garmisch-Partenkirchen

Zusätzlich zu dem hohen Verkehrsaufkommen erschweren rund 1.000 Baustellen den Verkehrsfluss. Punktuelle Vollsperrungen verschärfen die Lage punktuell weiter. So ist die A40 zwischen Mülheim an der Ruhr-Winkhausen und dem Dreieck Essen-Ost für eine Woche in beide Richtungen gesperrt. Auch die A46 ist von einer Vollsperrung zwischen Wuppertal-Barmen und Wuppertal-Wichlinghausen betroffen, die sich jedoch auf das Wochenende beschränkt.

Internationaler Reiseverkehr und Transitrouten

Die Staugefahr beschränkt sich nicht auf das Bundesgebiet. Da auch in Nachbarländern wie Österreich, den Niederlanden, Polen und Dänemark die Sommerferien laufen, ist der Transitverkehr stark belastet. Reisende auf der Brennerroute Richtung Italien sowie auf der Tauern- oder Karawankenautobahn in Österreich sollten zusätzliche Zeit einplanen. Auch die Fernstraßen in Richtung der kroatischen und französischen Küsten sowie die Transitrouten über den Balkan in Richtung Griechenland und Türkei sind stark frequentiert.

Ein zusätzlicher Faktor für das erhöhte Aufkommen ist die Formel 1 in Budapest. Fans, die zu diesem Sportereignis anreisen, werden das Verkehrsaufkommen auf den entsprechenden Routen weiter in die Höhe treiben.

Grenzkontrollen als Zeitfaktor

Wer aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehrt, muss mit weiteren Verzögerungen rechnen. Aufgrund der geltenden Grenzkontrollen an allen deutschen Übergängen sind Wartezeiten einzuplanen. Besonders an den Grenzübergängen Suben (A3), Walserberg (A8), Kiefersfelden (A93), Ludwigsdorf (A4) sowie Frankfurt/Oder (A12) ist mit einem erhöhten Zeitaufwand zu rechnen.

Strategien zur Stauvermeidung

Um den schlimmsten Verkehrsbehinderungen zu entgehen, empfiehlt der ADAC eine präzise Reiseplanung. Die kritischsten Zeitfenster sind:

* Freitagnachmittag

* Samstagvormittag

* Sonntagnachmittag

Als deutlich entspanntere Alternativen gelten der Montag und der Dienstag, sofern diese außerhalb der Stoßzeiten des Berufsverkehrs gewählt werden. Grundsätzlich raten der Automobilclub und die Autobahngesellschaft dazu, auf Randzeiten auszuweichen. Fahrten in der Nacht, am sehr frühen Morgen oder am späten Abend können die Wahrscheinlichkeit für längere Stopps im zähfließenden Verkehr deutlich senken.

Vor Fahrtantritt ist es ratsam, sich über die aktuelle Verkehrslage zu informieren und mögliche Ausweichrouten im Vorfeld zu prüfen. Trotz sorgfältiger Planung sollten Reisende aufgrund der hohen Dichte an Baustellen und des hohen Reiseaufkommens jedoch stets eine gewisse Pufferzeit für ihre Anreise einplanen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/blauer-rennwagen-bei-einer-adac-veranstaltung-an-einem-sonnigen-tag-37514220/ · Foto: Philipp Fahlbusch
Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/reise-verkehr-sommerferien-deutschland-100.html