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Radsport - Pogacar muss Spanien-Rundfahrt nach Sturz aufgeben
Schlagzeilen · 29.08.2026 18:44

Radsport - Pogacar muss Spanien-Rundfahrt nach Sturz aufgeben

Kurz: Schock für den Radsport: Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar muss die Vuelta nach einem schweren Sturz vorzeitig beenden. Er verletzte sich an Schulter und Kopf

Ein jähes Ende der Ambitionen auf der achten Etappe

Der Traum vom ersten Gesamtsieg bei der Vuelta a España ist für den slowenischen Radsport-Superstar Tadej Pogacar jäh geplatzt. Der amtierende Straßenrad-Weltmeister und aktuelle Dominator der internationalen Szene musste die Spanien-Rundfahrt am 29. August 2026 infolge eines schweren Sturzes vorzeitig beenden. Das Unglück ereignete sich auf der achten Etappe des prestigeträchtigen Etappenrennens, als sich das Feld in der Nähe von Xeraco befand. Gut 32 Kilometer vor dem geplanten Zielstrich kam der 27-jährige Slowene zu Fall und zog sich dabei Verletzungen zu, die eine Fortsetzung des Rennens unmöglich machten. Der Vorfall ereignete sich in einer Phase, in der Pogacar das Rennen kontrollierte und als der haushohe Favorit auf den Gesamtsieg gehandelt wurde. Die Nachricht von seinem Ausscheiden verbreitete sich rasch und löste in der Radsportwelt Bestürzung aus, da der Athlet nach seinen Erfolgen in diesem Jahr als das Maß aller Dinge galt.

Die medizinische Bilanz und der Abtransport

Direkt nach dem Sturz auf der Strecke bei Xeraco leisteten Rettungskräfte medizinische Ersthilfe. Die Verletzungen, die sich der Tour-de-France-Champion zuzog, waren so gravierend, dass eine medizinische Versorgung im Krankenhaus unumgänglich wurde. Wie aus den Berichten hervorgeht, erlitt Pogacar eine Verletzung an der linken Schulter. Zudem wies der Profi eine blutende Wunde am Kopf auf, was die Schwere des Aufpralls verdeutlicht. Nach der Erstversorgung vor Ort wurde der Slowene in einem Krankenwagen abtransportiert, um eine eingehendere Untersuchung und Behandlung in einer spezialisierten Klinik zu gewährleisten. Die Bilder des abtransportierten Radprofis markierten das Ende eines Arbeitstages, der für ihn eigentlich den weiteren Ausbau seiner Führung in der Gesamtwertung hätte bringen sollen. Die medizinische Versorgung hatte in diesem Moment oberste Priorität, während das Rennen ohne den Führenden fortgesetzt wurde.

Ein historisches Ziel bleibt vorerst unerreichbar

Für Tadej Pogacar war die diesjährige Spanien-Rundfahrt von besonderer Bedeutung. Die Vuelta ist die einzige der drei großen Grand Tours, die bisher noch in seiner beeindruckenden Siegerliste fehlt. Nach seinem fünften Triumph bei der Tour de France Ende Juli 2026 und dem prestigeträchtigen Sieg beim Giro d'Italia im selben Jahr strebte der Slowene das historische Triple an. Vor dem Start der achten Etappe lag er in der Gesamtwertung komfortabel in Führung. Mit einem Vorsprung von 3:50 Minuten auf seinen stärksten Verfolger, den Spanier Enric Mas, schien der Gesamtsieg bei der Vuelta nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Die Dominanz, die er in den ersten sieben Etappen an den Tag gelegt hatte, unterstrich seine außergewöhnliche Form. Sein Ausscheiden bedeutet nun, dass der Traum vom Gewinn aller drei großen Rundfahrten in einem Kalenderjahr beziehungsweise der Vervollständigung seiner Sammlung der Grand-Tour-Siege vorerst verschoben werden muss.

Die Ausgangslage vor dem Unglück

Die sportliche Ausgangslage vor dem Sturz war für den slowenischen Weltmeister äußerst vielversprechend. Mit drei Etappensiegen im Gepäck hatte Pogacar das Geschehen bei der Vuelta von Beginn an maßgeblich geprägt. Die Konkurrenz, angeführt vom Spanier Enric Mas, fand über weite Strecken kein Mittel gegen die taktische und physische Überlegenheit des Slowenen. Die 3:50 Minuten Vorsprung, die er sich bis zur achten Etappe herausgefahren hatte, galten in Expertenkreisen als ein Polster, das ihn bei normalem Rennverlauf kaum noch hätte einholen lassen. Pogacar agierte souverän und wirkte mental wie physisch auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Dass nun ausgerechnet ein Sturz seine Ambitionen beendete, unterstreicht die Unberechenbarkeit des Radsports, in dem selbst ein dominanter Spitzenreiter durch einen Moment der Unachtsamkeit oder unglückliche Umstände aus dem Rennen gerissen werden kann.

Offene Fragen zur weiteren Genesung

Obwohl die medizinische Erstversorgung im Krankenwagen erfolgte, bleiben viele Fragen zur langfristigen gesundheitlichen Verfassung von Tadej Pogacar offen. Der Quelltext macht keine Angaben zur genauen Schwere der Schulterverletzung oder dazu, ob eine Operation erforderlich sein wird. Auch der Heilungsprozess der Kopfverletzung lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen. Ebenso bleibt unklar, wie lange der Weltmeister nach diesem Vorfall pausieren muss und ob seine restliche Saison 2026 gefährdet ist. Die sportliche Öffentlichkeit wartet nun auf offizielle Stellungnahmen seines Teams oder der behandelnden Ärzte, die über den weiteren Heilungsverlauf und eine mögliche Rückkehr in den Wettkampfsport Auskunft geben könnten. Auch zur Unfallursache selbst gibt es bisher keine detaillierten Informationen, etwa ob ein technischer Defekt vorlag oder ob äußere Einflüsse zum Sturz führten. Die Radsportwelt blickt nun gespannt auf die kommenden Tage, in denen hoffentlich mehr Klarheit über den Zustand des Ausnahmefahrers herrschen wird.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/wielrennen-32917702/ · Foto: Haberdoedas Photography
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/pogacar-muss-spanien-rundfahrt-nach-sturz-aufgeben-102.html