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News-Blog: Para-Bundestrainer lobt Finals als "Hexenkessel"
Sport · 24.07.2026 20:18

News-Blog: Para-Bundestrainer lobt Finals als "Hexenkessel"

Kurz: Die Finals 2026 in Hannover sind beendet. Mit rund 480.000 Zuschauern und zahlreichen sportlichen Höhepunkten zieht die Stadt eine positive Bilanz.

Ein sportliches Großereignis geht zu Ende

Die Finals 2026 in Hannover haben ihre Tore geschlossen. Nach intensiven Wettkampftagen blicken Veranstalter und Stadt auf ein Event zurück, das sportlich wie organisatorisch Maßstäbe setzte. Mit insgesamt rund 480.000 Zuschauern vor Ort übertraf die Resonanz die Erwartungen. Laut Hagen Boßdorf, Geschäftsführer der Finals GmbH, mussten aufgrund des hohen Andrangs an verschiedenen Austragungsorten zeitweise sogar Zugänge beschränkt werden, da die Kapazitätsgrenzen erreicht waren.

Oberbürgermeister Belit Onay sprach von einem „Sommermärchen“ für Hannover. Umfragen zufolge empfanden drei Viertel der lokalen Bevölkerung Stolz darüber, dass ihre Stadt dieses Multisport-Event ausrichten durfte. Angesichts dieses Erfolgs schließt die Stadt eine erneute Bewerbung für die Jahre 2030 oder 2031 nicht aus.

Sportliche Höhepunkte und neue Meister

Die letzten Tage waren geprägt von packenden Duellen und neuen Rekorden. In der Leichtathletik sorgte Mikaelle Assani für eine Überraschung, indem sie die Olympiasiegerin Malaika Mihambo entthronte und sich den Titel sicherte. Emil Agyekum unterstrich seine starke Form mit einem neuen Meisterschaftsrekord über 400 Meter Hürden. Auch im Speerwurf gab es Grund zum Jubeln: Julia Ulbricht verbesserte ihre persönliche Bestleistung deutlich und sicherte sich damit nicht nur Gold, sondern auch das Ticket für die Europameisterschaften in Birmingham.

Im Gerätturnen avancierte der gebürtige Ukrainer Radomyr Stelmakh zum erfolgreichsten Athleten der Veranstaltung. Nach seiner Einbürgerung im Frühjahr sicherte er sich in Hannover gleich drei Meistertitel. Weitere Goldmedaillen gingen unter anderem an Marcel Graf am Sprung sowie an Karina Schönmeier am Boden.

Vielfalt in den Disziplinen

Neben den klassischen Sportarten boten die Finals auch modernen Disziplinen eine große Bühne. Das Rapid Surfen an der Leinewelle lockte ein begeistertes Publikum an, wobei Valeska Schneider den Titel bei den Frauen gewann. Auch das Breaking im Neuen Rathaus stieß auf großes Interesse. Der Sieger, bekannt als „Tiger5“, lobte die besondere Architektur des Veranstaltungsortes, die durch die kreisförmige Anordnung eine besondere Atmosphäre schuf.

Im Beachvolleyball feierte Eintracht Spontent den Sieg bei der Deutschen Klub-Meisterschaft. Trotz widriger Wetterbedingungen blieb die Stimmung am Opernplatz gelöst, was die Attraktivität des Formats unterstrich. Auch in sogenannten Randsportarten wie dem Gewichtheben sorgte die mediale Aufmerksamkeit für positive Resonanz. Der 42-jährige Routinier Jürgen Spieß, der mit dem Athletenverein 1903 Speyer siegte, betonte, wie wichtig diese Plattform für die Wahrnehmung seiner Sportart sei.

Herausforderungen und Ausblick

Nicht für alle Athleten verlief das Wochenende wie erhofft. Darja Varfolomeev, Topfavoritin in der Rhythmischen Sportgymnastik, zeigte sich nach den Einzelfinals selbstkritisch. Trotz zweier Titel blieb sie hinter ihren eigenen Erwartungen zurück und kündigte eine detaillierte Analyse mit ihrem Trainer an, um sich gezielt auf die anstehende Heim-Weltmeisterschaft vorzubereiten.

Für die Fans der Finals gibt es bereits einen klaren Fahrplan für die Zukunft: Im kommenden Sommer ziehen die Meisterschaften weiter nach Stuttgart. Die Planungen für das Event, das vom 29. Juli bis zum 1. August 2027 stattfinden soll, sehen derzeit 16 Deutsche Meisterschaften an neun verschiedenen Sportstätten vor.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/macbook-pro-265642/ · Foto: Pixabay
Quelle: https://www.sportschau.de/die-finals/finals-in-hannover-news-blog-donnerstag,finals-2026-liveblog-100.html