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Neue Hitzewelle in Hessen: 40 Grad am Donnerstag möglich
Regional · 26.07.2026 18:14

Neue Hitzewelle in Hessen: 40 Grad am Donnerstag möglich

Kurz: Nach einer kurzen Abkühlung steht Hessen eine neue, intensive Hitzewelle bevor. Meteorologen warnen vor Temperaturen von bis zu 40 Grad ab Donnerstag.

Wetterumschwung nach kurzer Verschnaufpause

Nachdem der Sonntag in Hessen für eine vorübergehende Entspannung der Wetterlage sorgte, steht das Bundesland bereits vor der nächsten extremen Belastungsprobe. Während die Höchstwerte am Sonntag zwischen 22 und 31 Grad lagen und auch der Montag mit Schauern und moderaten Temperaturen von 21 bis 28 Grad noch ein Durchatmen ermöglichte, kündigt sich ab Dienstag ein markanter Umschwung an.

Laut dem hr-Meteorologen Mark Eisenmann stellt sich die Wetterlage von einer Nordwest- auf eine Südwestströmung um. Dies führt dazu, dass heiße Luftmassen aus Nordafrika und Spanien nach Hessen gelangen. Es besteht die Möglichkeit, dass sich erneut eine sogenannte Hitzeglocke über der Region festsetzt.

Spitzenwerte bis 40 Grad erwartet

Die Prognosen für die kommende Woche sind deutlich: Die Temperaturen werden sich bis zum Wochenende kontinuierlich steigern. Besonders der Donnerstag steht im Fokus der Experten, da an diesem Tag Spitzenwerte von bis zu 40 Grad erreicht werden könnten. Damit droht eine Hitzewelle, die in ihrer Intensität an die extremen Wetterereignisse vom Juni heranreichen könnte. Die aktuelle Vorhersage geht davon aus, dass diese Phase mindestens bis zum kommenden Sonntag anhalten wird.

Verschärfung der Dürreproblematik

Neben der direkten Hitzebelastung bereitet Meteorologen vor allem der massive Niederschlagsmangel Sorgen. Die Dürre, insbesondere im Süden Hessens, wird als dramatisch eingestuft. Die statistische Auswertung für den laufenden Juli zeigt ein besorgniserregendes Bild: Bislang sind lediglich 12,9 Prozent der durchschnittlich für diesen Monat zu erwartenden Regenmenge gefallen.

Die Folgen für die Region sind bereits spürbar:

* **Wasserentnahme:** Zahlreiche Kommunen haben aufgrund der niedrigen Pegelstände bereits Verbote für die Wasserentnahme aus Flüssen und Seen erlassen.

* **Landwirtschaft:** Viele Landwirte blicken mit Sorge auf ihre Felder und fürchten erhebliche Ernteeinbußen durch die anhaltende Trockenheit.

Gesundheitliche Risiken und Warnsysteme

Eine Hitzewelle ist meteorologisch definiert als ein Zeitraum von mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen, an denen die Höchsttemperatur an einer Messstation die 30-Grad-Marke überschreitet. Solche Wetterlagen bergen signifikante Gesundheitsrisiken, insbesondere für vulnerable Gruppen wie ältere oder bereits erkrankte Menschen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) nutzt zur Information der Bevölkerung ein spezielles Hitzewarnsystem. Dieses berücksichtigt nicht nur die reine Lufttemperatur, sondern bezieht auch die gefühlte Temperatur sowie Daten zur Wärmebelastung in Innenräumen in die Berechnungen ein.

Angesichts der zu erwartenden Wetterlage ist es ratsam, die offiziellen Warnmeldungen im Blick zu behalten. Über regionale Informationsangebote wie die hessenschau-App können sich Bürger gezielt über aktuelle Unwetterwarnungen für ihren Standort informieren lassen, um auf Hitze, Gewitter oder Starkregen vorbereitet zu sein.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/strasse-wahrzeichen-gebaude-architektur-14842807/ · Foto: harold stoler
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-hitzewelle-in-hessen-40-grad-am-donnerstag-moeglich-100.html