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Nauheim: Steinewerfer beschädigen Auto auf A 67
Regional · 07.09.2026 17:39

Nauheim: Steinewerfer beschädigen Auto auf A 67

Kurz: Auf der A 67 bei Nauheim kam es zu einem gefährlichen Vorfall: Unbekannte bewarfen ein Auto von einer Brücke aus mit Steinen. Die Fahrerin blieb unverletzt.

Ein gefährlicher Zwischenfall auf der Autobahn

Am Montagnachmittag, dem 7. September 2026, kam es auf der Bundesautobahn 67 im Bereich der Gemeinde Nauheim zu einem folgenschweren Vorfall, der bei den Beteiligten für großen Schrecken sorgte. Während der Fahrt in Richtung Darmstadt wurde ein Fahrzeug von einem oder mehreren Steinen getroffen, die von einer Brücke auf die Fahrbahn geworfen wurden. Der Vorfall ereignete sich in einem Streckenabschnitt zwischen dem Rüsselsheimer Dreieck und der Anschlussstelle Groß-Gerau. Trotz der massiven Einwirkung auf das Fahrzeug, die zu einer Beschädigung der Windschutzscheibe führte, kam die betroffene Autofahrerin mit dem Schrecken davon und blieb körperlich unverletzt. Solche Aktionen stellen einen massiven Eingriff in den Straßenverkehr dar und werden von den Behörden als äußerst gefährlich eingestuft, da sie nicht nur Sachschäden verursachen, sondern auch schwere Unfälle provozieren können, bei denen Menschenleben auf dem Spiel stehen.

Die Details zum Geschehen

Die betroffene 46-jährige Fahrzeugführerin aus Büttelborn befuhr die A 67 gegen 14.55 Uhr in südlicher Richtung. Als ihr Wagen den Bereich der Brücke passierte, die als Verlängerung der Berzallee bei Nauheim über die Autobahn führt, bemerkte die Frau zwei Jungen im geschätzten Alter von etwa zehn Jahren. Die Kinder waren dort mit einem Fahrrad unterwegs. Unmittelbar nachdem sie die Brücke unterquert hatte, vernahm die Autofahrerin einen lauten Knall. Die anschließende Überprüfung des Wagens ergab, dass die Windschutzscheibe durch den Aufprall eines vermutlich geworfenen Steins beschädigt worden war. Die Polizei reagierte umgehend auf den Vorfall und leitete eine sofortige Fahndung in der Umgebung ein, um die beschriebenen Kinder ausfindig zu machen. Bisher blieb diese Suche jedoch ohne Erfolg. Die Beamten der Polizeiautobahnstation Südhessen haben die Ermittlungen aufgenommen und sind nun auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, um den Hergang des Vorfalls und die Identität der Personen auf der Brücke zu klären.

Hintergrund und bisheriger Verlauf

Der Vorfall ereignete sich an einem Nachmittag, an dem die Verkehrslage auf der A 67 als normal einzustufen war. Solche Taten, bei denen Gegenstände von Brücken auf fahrende Fahrzeuge geworfen werden, stellen die Ermittlungsbehörden regelmäßig vor große Herausforderungen, da die Täter meist schnell flüchten können. Die Polizei Südhessen hat im Zuge der ersten Maßnahmen den Tatort genau eingegrenzt und die Zeugenaussage der 46-jährigen Frau dokumentiert. Die Brücke, die als Verlängerung der Berzallee bekannt ist, dient als Verbindungspunkt im lokalen Verkehrsnetz von Nauheim. Dass sich dort zur Tatzeit Kinder mit Fahrrädern aufhielten, ist ein zentraler Anhaltspunkt für die laufenden polizeilichen Untersuchungen. Bislang liegen keine Informationen darüber vor, ob es in der jüngeren Vergangenheit bereits ähnliche Vorfälle an genau dieser Brücke gegeben hat oder ob es sich um ein isoliertes Ereignis handelt. Die Ermittler prüfen nun, ob weitere Zeugen den Vorfall beobachtet haben oder ob es Hinweise auf das Verhalten der Jungen im Vorfeld der Tat gibt.

Die Beteiligten und die polizeiliche Arbeit

In den Fall involviert ist primär die 46-jährige Autofahrerin aus Büttelborn, die als Geschädigte den Vorfall bei der Polizei zur Anzeige brachte. Auf behördlicher Seite ist das Polizeipräsidium Südhessen mit der Aufklärung betraut. Die operative Bearbeitung liegt bei der Polizeiautobahnstation Südhessen, die unter der Rufnummer 06151/8756-0 für sachdienliche Hinweise erreichbar ist. Pressesprecher Bernd Hochstädter vom Polizeipräsidium Südhessen fungiert als Ansprechpartner für die Medien. Die Polizei betont die Dringlichkeit, verdächtige Beobachtungen zeitnah zu melden. Da die Täterbeschreibung sehr vage ist – es ist lediglich von zwei Jungen im Alter von etwa zehn Jahren die Rede – ist die Polizei auf präzise Angaben aus der Bevölkerung angewiesen. Die Ermittlungsarbeit konzentriert sich darauf, die Identität der Kinder zu klären, um deren Rolle bei dem Vorfall zweifelsfrei festzustellen und die Hintergründe der Tat zu beleuchten.

Einordnung und offene Fragen

Einzuordnen ist das Geschehen als ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, der ein hohes Gefahrenpotenzial birgt. Den Berichten zufolge blieb die Fahrerin zwar unverletzt, doch hätte ein solcher Steinwurf bei höherer Geschwindigkeit oder durch einen unglücklichen Treffer in den Innenraum des Fahrzeugs katastrophale Folgen haben können. Es stellt sich die Frage, ob es sich um einen bewussten Angriff oder um einen leichtsinnigen, aber dennoch folgenschweren Streich handelte. Dennoch bleibt die rechtliche Bewertung durch die Polizei abzuwarten. Offen bleibt derzeit, ob die beiden Jungen tatsächlich die Täter sind oder ob sie lediglich als Zeugen in Betracht kommen, die sich zum Zeitpunkt des Knalls in der Nähe befanden. Auch ist unklar, ob weitere Fahrzeuge betroffen waren oder ob der Steinwurf gezielt diesem einen Auto galt. Zudem ist nicht bekannt, ob es in der Umgebung der Berzallee-Brücke Überwachungskameras gibt, die den Vorfall oder die Fluchtrichtung der Kinder dokumentiert haben könnten. Die Ermittlungen stehen noch am Anfang, weshalb viele Details zum genauen Hergang und zur Motivation der Beteiligten noch ungeklärt sind.

Wie es weitergeht

Die Polizeiautobahnstation Südhessen setzt ihre Ermittlungen fort. Der Fokus liegt nun auf der Auswertung möglicher Zeugenhinweise, die nach dem öffentlichen Aufruf eingehen könnten. Sollten sich weitere Geschädigte melden, deren Fahrzeuge ebenfalls beschädigt wurden, könnte dies das Bild der Tat maßgeblich verändern. Ein fester Termin für den Abschluss der Ermittlungen wurde nicht genannt, da dies maßgeblich vom Erfolg der Fahndung und der Qualität der eingehenden Hinweise abhängt. Die Polizei prüft zudem, ob in den kommenden Tagen verstärkte Präsenz im Bereich der Brücken über die A 67 gezeigt wird, um weitere Vorfälle dieser Art zu verhindern. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, wird die Pressestelle des Polizeipräsidiums Südhessen darüber informieren. Die Bevölkerung ist weiterhin dazu aufgerufen, bei verdächtigen Wahrnehmungen auf Brücken im Autobahnbereich sofort den Notruf zu wählen, um eine schnelle Intervention der Einsatzkräfte zu ermöglichen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/vintage-blauer-wagen-in-malerischer-deutscher-stadtstrasse-31230692/ · Foto: Arlind D
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6347368