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Nach der Preiserhöhung: Hier gibt es Netflix zum alten Preis und teilweise mit ordentlich Rabatt
Technik · 10.09.2026 09:01

Nach der Preiserhöhung: Hier gibt es Netflix zum alten Preis und teilweise mit ordentlich Rabatt

Kurz: Netflix hat die Preise erhöht. Doch Neukunden können die Mehrkosten umgehen, indem sie das Streaming-Abo über Partner wie Telekom, Vodafone oder Waipu buchen.

Was geschehen ist – die Kernmeldung

Seit Anfang September 2026 müssen Neukunden des Streaming-Dienstes Netflix tiefer in die Tasche greifen. Der Anbieter hat die Preise für seine verschiedenen Abonnements angehoben, was für viele Nutzer eine unerwartete finanzielle Belastung darstellt. Doch die direkte Buchung über die Plattform ist nicht der einzige Weg, um Zugang zu den Inhalten zu erhalten. Wie sich nun zeigt, gibt es für interessierte Neukunden durchaus Möglichkeiten, diese Preiserhöhung zu umgehen oder zumindest abzufedern. Verschiedene Partnerunternehmen des Streaming-Dienstes bieten das Abonnement weiterhin zu den alten, günstigeren Konditionen an oder locken sogar mit attraktiven Rabattaktionen. Wer bei der Wahl des Vertragspartners strategisch vorgeht, kann die gestiegenen Kosten vermeiden. Dies betrifft insbesondere Kunden, die ohnehin über einen Mobilfunk- oder Festnetzvertrag bei großen deutschen Anbietern verfügen. Die aktuelle Situation verdeutlicht, dass ein direkter Abschluss beim Streaming-Anbieter nicht zwangsläufig die günstigste Option darstellt. Verbraucher sind gut beraten, den Markt zu sondieren, bevor sie sich für ein neues Abonnement entscheiden, da die Preisunterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern und Bündelangeboten signifikant sein können. Die Preisanpassung von Netflix hat somit eine Welle von Alternativangeboten ausgelöst, die für preisbewusste Nutzer eine willkommene Entlastung darstellen.

Die Einzelheiten der Angebote

Die Details der verfügbaren Sparmöglichkeiten sind vielfältig und hängen stark vom gewählten Partner ab. Ein besonders hervorzuhebendes Angebot kommt von Exaring, dem Betreiber von Waipu TV. Hier wird das IPTV-Abo derzeit in einer speziellen Aktion gemeinsam mit Netflix als Jahresvertrag angeboten. Kunden erhalten dabei die werbefreien Netflix-Abostufen in Kombination mit Waipu TV zu einem Preis, der unter dem liegt, was Netflix aktuell direkt verlangt. Als zusätzlicher Bonus ist Waipu TV für ein ganzes Jahr inkludiert. Die monatliche Ersparnis beläuft sich, abhängig vom gewählten Abomodell, auf 1,25 Euro oder 4,25 Euro. Auch die großen Telekommunikationsanbieter Deutsche Telekom, O2 und Vodafone haben Netflix weiterhin in ihrem Portfolio. Bei O2 können Kunden die Netflix-Abos zum alten Preis buchen, was eine Ersparnis von 2 Euro pro Monat gegenüber den neuen Netflix-Preisen bedeutet. Ein Vorteil bei O2 ist die monatliche Kündigungsoption, die Flexibilität gewährleistet. Die Deutsche Telekom bietet bei Buchung eines Netflix-Abos mit monatlicher Laufzeit ebenfalls eine Ersparnis von 2 Euro an. Diese Angebote sind jedoch in der Regel an den Abschluss oder das Bestehen eines Mobilfunk- oder Festnetzvertrages bei dem jeweiligen Anbieter gekoppelt, was die Bedingungen für die Inanspruchnahme der Rabatte definiert.

Hintergrund der Preisanpassung

Die aktuelle Situation ist das Resultat einer strategischen Entscheidung von Netflix, die Preise für Neukunden ab September 2026 anzuheben. Diese Anpassung markiert einen Wendepunkt für Nutzer, die bisher von den alten Konditionen profitieren konnten. Der Streaming-Markt ist hart umkämpft, und Netflix versucht durch solche Preisschritte, den Umsatz pro Nutzer zu steigern. Dass es überhaupt zu diesen Ausweichmöglichkeiten kommt, liegt an der engen Verzahnung von Streaming-Diensten mit klassischen Telekommunikationsanbietern. Diese Unternehmen nutzen Streaming-Abos oft als attraktive Beigabe, um ihre eigenen Mobilfunk- oder Festnetzprodukte aufzuwerten und die Kundenbindung zu erhöhen. Die Kooperationen zwischen Netflix und Partnern wie Vodafone, Telekom oder Exaring bestehen bereits seit längerer Zeit, doch durch die jüngste Preiserhöhung gewinnen diese Bündelangebote massiv an Bedeutung. Während Netflix seine Preise direkt anhebt, sind die Partner an bestehende Verträge oder Aktionszeiträume gebunden, was die Preisdifferenz erst ermöglicht hat. Es ist ein klassisches Beispiel dafür, wie sich Marktdynamiken verschieben, wenn ein dominanter Akteur seine Preispolitik ändert, während die Vertriebspartner ihre eigenen strategischen Ziele verfolgen, die oft auf Kundenakquise und -bindung durch Preisvorteile basieren.

Die beteiligten Akteure

Auf der einen Seite steht Netflix als der zentrale Streaming-Anbieter, der die Preiserhöhung für Neukunden veranlasst hat. Auf der anderen Seite agieren verschiedene Partnerunternehmen, die als Vermittler oder Bündelpartner fungieren. Zu den prominentesten Akteuren in Deutschland zählen hierbei die Deutsche Telekom, Vodafone und O2. Diese drei großen Mobilfunk- und Festnetzanbieter spielen eine entscheidende Rolle, da sie die Infrastruktur und die Kundenbasis bereitstellen, um die Netflix-Abos in ihre eigenen Tarife zu integrieren. Ein weiterer wichtiger Akteur ist Exaring, das Unternehmen hinter Waipu TV, welches mit seinem speziellen Kombinationsangebot aus IPTV und Streaming eine aggressive Preisstrategie verfolgt. Alle diese Unternehmen entscheiden eigenständig über die Konditionen, zu denen sie Netflix-Abos an ihre Kunden weitergeben. Die Kunden selbst sind die Leidtragenden der Preiserhöhung, aber gleichzeitig auch die Nutznießer der Konkurrenzsituation zwischen den Anbietern. Die Entscheidung, welches Angebot wahrgenommen wird, liegt letztlich beim Verbraucher, der jedoch durch die Bedingungen der Partner – etwa die Notwendigkeit eines bestehenden Festnetz- oder Mobilfunkvertrags – in seiner Auswahl eingeschränkt sein kann.

Einordnung der Marktsituation

Einzuordnen ist das so: Die Preiserhöhung durch Netflix ist ein deutliches Signal für die Konsolidierung des Streaming-Marktes. Den Berichten zufolge ist es für Kunden heute wichtiger denn je, genau hinzuschauen, wo sie ihre digitalen Abonnements abschließen. Die Tatsache, dass Partner wie O2 oder die Telekom die alten Preise halten können, deutet darauf hin, dass die Margen bei den Bündelangeboten anders kalkuliert werden als beim direkten Vertrieb über die Streaming-Plattform selbst. Es ist davon auszugehen, dass die Telekommunikationsanbieter die geringeren Einnahmen durch Netflix-Abos in Kauf nehmen, um die Kunden länger an ihre eigenen, oft teureren Mobilfunk- oder Festnetzverträge zu binden. Einzuordnen ist dies als klassische Quersubventionierung. Der Kunde profitiert kurzfristig von den niedrigeren Preisen, bindet sich jedoch unter Umständen an einen anderen Vertrag, der über die Dauer des Netflix-Abos hinweg Kosten verursacht. Den Berichten zufolge ist die Ersparnis zwar real, sollte aber immer im Kontext der Gesamtkosten für das jeweilige Bündelprodukt betrachtet werden. Es handelt sich hierbei um eine taktische Marktbewegung, die sowohl für Netflix als auch für die Telekommunikationsanbieter Vorteile bietet, sofern der Kunde bereit ist, seine Abogewohnheiten anzupassen.

Offene Fragen und Lücken

Der vorliegende Quelltext lässt einige Fragen unbeantwortet, die für eine vollständige Entscheidungsgrundlage relevant wären. So wird beispielsweise nicht explizit dargelegt, wie lange die Angebote der Partner, insbesondere die Aktionspreise bei Exaring, tatsächlich gültig sind. Auch bleibt offen, ob Bestandskunden von Netflix, die bereits ein Abo direkt bei dem Anbieter haben, zu den günstigeren Partnerangeboten wechseln können, ohne ihren Account oder ihre Profildaten zu verlieren. Zudem wird nicht detailliert ausgeführt, welche genauen Bedingungen für die verschiedenen Abostufen bei den einzelnen Telekommunikationsanbietern gelten – etwa ob die Preisersparnis für alle Stufen (Basis, Standard, Premium) gleichermaßen gilt oder ob es hier Einschränkungen gibt. Auch die Frage, ob die Partner die Preise in naher Zukunft ebenfalls anheben werden, um mit Netflix gleichzuziehen, bleibt spekulativ. Der Text liefert keine Informationen über die Vertragslaufzeiten bei der Telekom oder Vodafone im Detail, außer dem Hinweis auf monatliche Kündbarkeit bei einigen Optionen. Die langfristige Stabilität der Preise bei den Partnern bleibt somit ein Unsicherheitsfaktor für den Kunden.

Wie es weitergeht

Für Kunden, die sich für das Angebot von Waipu TV entscheiden, steht fest, dass sie nach Ablauf der zwölfmonatigen Laufzeit aktiv werden müssen. Wer nicht riskieren möchte, nach Ablauf dieses Zeitraums beide Abonnements zum dann doppelten Preis weiterzuführen, sollte den Termin für die Kündigung fest im Blick behalten. Die Devise für die Zukunft lautet, den Markt kontinuierlich zu beobachten. Da sich die Preisstrukturen im Streaming-Bereich dynamisch verändern können, ist es ratsam, in einem Jahr erneut zu prüfen, welcher Anbieter das attraktivste Paket für Netflix-Inhalte schnürt. Es sind keine weiteren Preiserhöhungen seitens Netflix explizit angekündigt, doch die Marktentwicklung bleibt abzuwarten. Kunden sollten zudem darauf achten, ob die Telekommunikationsanbieter ihre Konditionen für die Bündelangebote anpassen, sobald die aktuellen Aktionszeiträume auslaufen. Die Entscheidung, ob man bei einem Partner bleibt oder wieder direkt zu Netflix wechselt, wird für viele Nutzer von der weiteren Preisentwicklung und den dann verfügbaren Neukundenangeboten abhängen. Eine langfristige Bindung an einen Partner scheint aufgrund der volatilen Preisgestaltung im Streaming-Sektor derzeit weniger ratsam als eine flexible, jährliche Überprüfung der besten Angebote.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/bildschirm-fernseher-tv-drinnen-5202917/ · Foto: https://kaboompics.com/
Quelle: https://www.golem.de/news/nach-der-preiserhoehung-hier-gibt-es-netflix-zum-alten-preis-und-teilweise-mit-ordentlich-rabatt-2609-212800.html