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MWC: Zwei Drittel der Internetnutzer bevorzugen Firmen aus Europa
Technik · 04.03.2026 17:08

MWC: Zwei Drittel der Internetnutzer bevorzugen Firmen aus Europa

Kurz: Eine Umfrage zeigt, dass zwei Drittel der Internetnutzer in Deutschland europäische Anbieter bevorzugen.

MWC: Zwei Drittel der Internetnutzer bevorzugen Firmen aus Europa

Hintergrund der Umfrage

Eine aktuelle Umfrage des Telekommunikationsanbieters O2 Telefónica, durchgeführt unter 1000 Mobilfunknutzern in Deutschland im Alter von 18 bis 75 Jahren, hat ergeben, dass die Mehrheit der Befragten europäische Anbieter digitaler Dienste bevorzugt. Diese Umfrage wurde im Rahmen des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona vorgestellt.

Ergebnisse der Umfrage

Die Ergebnisse zeigen, dass 33 Prozent der Teilnehmer bereits überwiegend auf Daten-Services europäischer Anbieter setzen. Darüber hinaus gaben 32 Prozent an, in Zukunft stärker auf deutsche oder europäische Anbieter wechseln zu wollen. Nur 14 Prozent der Befragten erklärten, dass die Herkunft des Anbieters für sie keine Rolle spiele.

Präferenzen im Detail

Die Umfrage ergab folgende Präferenzen:

  • **33%** nutzen bereits bevorzugt europäische Anbieter.
  • **32%** möchten in Zukunft verstärkt auf diese Anbieter setzen.
  • **14%** geben an, dass die Herkunft des Anbieters für sie unwichtig ist.
  • **4%** ziehen Anbieter außerhalb der EU vor, wenn diese bessere Preise oder Leistungen bieten.

Digitale Souveränität im Fokus

O2-Chef Santiago Argelich Hesse betonte die Bedeutung dieser Umfrageergebnisse als Ausdruck eines wachsenden Wunsches nach digitaler Souveränität in der Gesellschaft. Die Abhängigkeit von großen amerikanischen Technologieunternehmen, die in Europa dominieren, wird zunehmend kritisch hinterfragt.

Herausforderungen für europäische Anbieter

Die Umfrage verdeutlicht, dass europäische Wettbewerber wie der Schweizer Chatdienst Threema oder die deutschen Maildienste web.de und gmx.de eine untergeordnete Rolle spielen. Argelich Hesse unterstrich, dass die digitale Souveränität für die Zukunft Europas entscheidend sei und eine starke Telekommunikationsbranche notwendig mache.

Notwendige Investitionen

Um die digitale Infrastruktur in Europa zu stärken, sind erhebliche Investitionen erforderlich. Der O2-Chef wies darauf hin, dass in den kommenden Jahren zweistellige Milliardenbeträge in den Netzausbau, Cybersicherheit und Cloud-Infrastruktur investiert werden müssen. Diese Investitionen sind nur durch länderübergreifende Zusammenarbeit und eine starke europäische Telekommunikationsbranche möglich.

Unterstützung durch die Politik

Der Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU), der ebenfalls am MWC teilnahm, bekräftigte die Notwendigkeit einer starken Telekommunikations- und Infrastrukturindustrie in Europa. Er forderte, dass Deutschland und Europa bei der technologischen Entwicklung eine führende Rolle einnehmen sollten.

#### Wichtige Punkte von Wildberger:

  • **Profitabilität**: Unternehmen müssen profitabler werden.
  • **Investitionsanreize**: Es sollten Anreize geschaffen werden, die Innovation und Wachstum fördern.
  • **Regulierung**: Es ist wichtig, die Auswirkungen von Regulierungen auf Innovation und Wachstum zu evaluieren.

Ausblick

Die Ergebnisse der Umfrage und die Aussagen der Führungskräfte auf dem MWC zeigen, dass der Wunsch nach digitalen Alternativen aus Europa wächst. Die anhaltende Diskussion über digitale Souveränität wird voraussichtlich auch in Zukunft eine zentrale Rolle im europäischen Telekommunikationssektor spielen.

Die nächsten Schritte könnten die Entwicklung von Strategien zur Förderung europäischer Anbieter sowie die Schaffung günstigerer Rahmenbedingungen für Investitionen und Innovationen umfassen. Solche Maßnahmen könnten dazu beitragen, die digitale Abhängigkeit von amerikanischen Unternehmen zu verringern und die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Anbieter zu steigern.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/macbook-pro-129208/ · Foto: Nao Triponez
Quelle: https://www.heise.de/news/Zwei-Drittel-der-Internetnutzer-bevorzugen-Firmen-aus-Europa-11199170.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag