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Mitmachaktion: Wie war euer Informatikunterricht in der Schule?
Technik · 03.09.2026 15:06

Mitmachaktion: Wie war euer Informatikunterricht in der Schule?

Kurz: Die Redaktion von Golem.de startet einen Aufruf: Leser sollen ihre persönlichen Erfahrungen und Anekdoten aus dem Informatikunterricht der Schulzeit teilen.

Was geschehen ist – die Kernmeldung der Mitmachaktion

Das Nachrichtenportal Golem.de hat am 3. September 2026 eine Mitmachaktion gestartet, die sich an die Leserschaft richtet. Im Zentrum steht die Frage nach den persönlichen Erfahrungen mit dem Informatikunterricht während der eigenen Schulzeit. Die Redaktion möchte wissen, wie die Vermittlung digitaler Kompetenzen in der Vergangenheit wahrgenommen wurde. Dabei geht es nicht nur um die technische Ausstattung der Schulen, sondern auch um die Qualität des Unterrichts und die Kompetenz der Lehrkräfte. Der Aufruf ist als offenes Forum gestaltet, in dem Nutzer ihre Geschichten anonym und ohne vorherige Registrierung teilen können. Ziel der Aktion ist es, ein breites Stimmungsbild zu erzeugen, das die Diskrepanz zwischen dem rasanten technologischen Fortschritt und der oft langsamen Anpassung der schulischen Lehrpläne sowie der technischen Infrastruktur in den Bildungseinrichtungen verdeutlicht. Die gesammelten Anekdoten sollen zu einem späteren Zeitpunkt in einem zusammenfassenden Artikel veröffentlicht werden, um die unterschiedlichen Erfahrungen der verschiedenen Generationen von Schülern zu dokumentieren und damit eine gesellschaftliche Debatte über die Qualität der IT-Bildung anzustoßen.

Die Einzelheiten – Rückblicke in die neunziger Jahre

Der Autor des Aufrufs, Mike Faust, liefert als Einstieg in die Thematik zwei prägende Beispiele aus seiner eigenen Schulzeit. Er berichtet von einer Situation etwa um das Jahr 1997, in der der Informatikunterricht in der siebten Klasse stattfand. Die technische Ausstattung beschränkte sich damals auf Rechner des Typs 386er, die unter dem Betriebssystem MS-DOS liefen. Die didaktische Herangehensweise war dabei denkbar simpel: Die Schüler mussten den Befehl „help“ in die Konsole eingeben und die daraufhin erscheinenden Befehlslisten sowie Infotexte manuell vom Bildschirm abschreiben. Später wurde der Norton Commander thematisiert und ein grundlegendes Verständnis für Ordnerstrukturen vermittelt. Für Schüler, die bereits privat über einen 386er verfügten, wirkte dieses Vorgehen wenig fordernd. Im Jahr 1999 folgte eine weitere Phase des Informatikunterrichts. Hier kamen bereits Pentium-PCs zum Einsatz, die mit einer Überwachungssoftware ausgestattet waren. Diese erlaubte es der Lehrkraft, die Steuerung der Schülerrechner zu übernehmen und die Aktivitäten zu kontrollieren. Den Schülern mit Vorkenntnissen gelang es jedoch, diese Sicherheitsmaßnahmen durch das Beenden des Programms über den Task-Manager zu umgehen. Zudem stellte sich heraus, dass die Lehrkräfte bei tiefergehenden Problemen, etwa bei Netzwerkstörungen oder bei der Identifikation von Betriebssystemen, deren grafische Oberfläche leicht modifiziert war, oft überfordert waren.

Hintergrund – der lange Weg der Informatik in die Schulen

Der Hintergrund der Aktion ist die Beobachtung, dass Computer zwar seit vielen Jahrzehnten fester Bestandteil des Alltags sind, das Thema Informatik in vielen Schulen jedoch über lange Zeit hinweg vernachlässigt wurde. Die Diskrepanz zwischen der technologischen Realität außerhalb des Klassenzimmers und der Unterrichtspraxis innerhalb der Schule ist ein wiederkehrendes Muster. Während die Hardware in den Privathaushalten oft schneller modernisiert wurde, hinkte die Ausstattung in den Computerkabinetten der Schulen häufig hinterher. Dies führte dazu, dass Schüler, die bereits zu Hause Erfahrungen mit Betriebssystemen wie MS-DOS oder Windows sammeln konnten, im Unterricht mit Inhalten konfrontiert wurden, die sie entweder bereits beherrschten oder die aufgrund veralteter Technik keinen praktischen Mehrwert boten. Die Entwicklung verlief dabei von reinem Befehls-Abschreiben hin zu einer stärkeren, wenngleich oft ineffektiven Überwachung der Computernutzung. Die Erzählungen des Autors spiegeln eine Zeit wider, in der das Verständnis für digitale Systeme bei den Lehrenden noch nicht flächendeckend vorhanden war, was zu einer gewissen Enttäuschung bei technikaffinen Schülern führte. Diese historische Perspektive dient nun als Ankerpunkt, um zu erfahren, ob sich die Situation über die Jahrzehnte hinweg grundlegend gewandelt hat oder ob ähnliche Probleme in anderen Formen fortbestehen.

Die Beteiligten – wer ist aufgerufen?

Die Hauptakteure dieser Aktion sind die Leserinnen und Leser von Golem.de. Sie sind dazu aufgerufen, ihre individuellen Erlebnisse in das dafür vorgesehene Textfeld einzutragen. Die Redaktion, vertreten durch Mike Faust, fungiert dabei als Initiator und Moderator. Die Zielgruppe der Aktion ist breit gefächert, da sie jeden anspricht, der jemals Informatikunterricht in der Schule hatte – unabhängig davon, ob dies in den 1980er, 1990er oder in den 2020er Jahren geschah. Es gibt keine Einschränkungen hinsichtlich der Art der Schule oder der Region. Die Anonymität der Teilnehmer wird durch ein spezielles Tool gewährleistet, das die Redaktion bereitstellt. Die Beteiligten entscheiden selbst, wie viele Details sie preisgeben möchten. Die Redaktion betont jedoch, dass die Beiträge so formuliert sein sollten, dass sie ohne umfangreiche redaktionelle Überarbeitung in einen späteren Artikel einfließen können. Damit liegt die Verantwortung für die Qualität und die Anonymisierung der Inhalte bei den Schreibenden selbst. Die Institution Golem.de stellt lediglich die Plattform zur Verfügung und übernimmt die redaktionelle Aufbereitung der gesammelten Daten für eine zukünftige Veröffentlichung.

Einordnung – was die Aktion bedeutet

Einzuordnen ist diese Mitmachaktion als ein Versuch, kollektives Wissen und individuelle Erinnerungen zu einem gesellschaftlich relevanten Thema zu bündeln. Den Berichten zufolge, die der Autor bereits geliefert hat, ist die Qualität des Informatikunterrichts stark von der persönlichen Kompetenz der Lehrkraft und der zur Verfügung stehenden Hardware abhängig. Die Aktion verdeutlicht, dass Informatikunterricht oft als ein Fach wahrgenommen wurde, das entweder unterfordert oder durch eine mangelnde Vorbereitung der Lehrkräfte an Relevanz verlor. Dass die Redaktion explizit nach kuriosen, aber auch nach „überraschend guten“ Erfahrungen fragt, deutet darauf hin, dass man ein differenziertes Bild zeichnen möchte. Es geht nicht nur um das Aufzeigen von Missständen, sondern um eine Bestandsaufnahme der IT-Bildung über verschiedene Zeiträume hinweg. Die Anonymität ist dabei ein entscheidender Faktor, um auch kritische oder peinliche Erlebnisse zu ermöglichen, die sonst vielleicht verschwiegen würden. Die Aktion fungiert somit als ein Spiegelbild der digitalen Transformation des Bildungssystems, wobei die subjektiven Erfahrungen der Schüler als primäre Quelle dienen, um die oftmals abstrakten bildungspolitischen Debatten um die Digitalisierung der Schulen mit Leben zu füllen.

Offene Fragen – was der Aufruf nicht klärt

Der Quelltext lässt eine Reihe von Fragen offen, die für das Verständnis der Gesamtsituation relevant wären. Es wird beispielsweise nicht spezifiziert, welchen Zeitraum die Aktion genau abdecken soll – ob also auch Erfahrungen aus den letzten Jahren, in denen Digitalisierungsprojekte wie der DigitalPakt Schule eine Rolle spielten, explizit erwünscht sind. Zudem bleibt unklar, wie die Redaktion die eingegangenen Beiträge gewichten will. Da die Anonymität gewahrt bleibt, ist eine Überprüfung der Wahrheitsgehalte der Schilderungen durch die Redaktion faktisch kaum möglich. Es wird auch nicht erläutert, nach welchen Kriterien die Auswahl der Beiträge für den geplanten Artikel erfolgt. Ebenso bleibt offen, ob die Redaktion beabsichtigt, die Ergebnisse der Mitmachaktion mit offiziellen Statistiken zur Ausstattung von Schulen zu vergleichen oder ob es sich rein um eine qualitative Sammlung von Anekdoten handelt. Auch die Frage, wie mit Beiträgen umgegangen wird, die sich als offensichtliche Übertreibungen oder Fiktion herausstellen, wird im Text nicht adressiert. Die Lücke zwischen der subjektiven Wahrnehmung der Schüler und der objektiven schulischen Realität wird durch die Aktion zwar beleuchtet, aber nicht wissenschaftlich aufgearbeitet.

Wie es weitergeht – der Zeitplan der Redaktion

Der Quelltext gibt keine festen Termine für den Abschluss der Mitmachaktion oder für die Veröffentlichung des geplanten Artikels an. Es wird lediglich erwähnt, dass die Redaktion die Erlebnisse zu einem „späteren Zeitpunkt“ veröffentlichen möchte. Dies impliziert, dass die Aktion als fortlaufender Prozess angelegt ist, bei dem die Redaktion abwartet, bis eine ausreichende Menge an Beiträgen eingegangen ist, um daraus eine repräsentative oder zumindest unterhaltsame Zusammenfassung erstellen zu können. Die Teilnehmer sind dazu angehalten, ihre Beiträge direkt über das bereitgestellte Eingabefeld auf der Webseite zu übermitteln. Da keine Frist genannt wurde, bleibt die Aktion vorerst offen. Die Entscheidung über den Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt allein bei der Redaktion von Golem.de. Es steht zu erwarten, dass die Redaktion nach einer gewissen Zeit der Datensammlung eine redaktionelle Auswertung vornimmt, die dann als eigenständiger Artikel auf dem Portal erscheinen wird. Bis dahin bleibt das Eingabefeld für weitere Erfahrungsberichte zugänglich, um den Pool an Anekdoten kontinuierlich zu erweitern.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-in-der-schwarzen-jacke-die-silbernes-ipad-halt-5212653/ · Foto: Max Fischer
Quelle: https://www.golem.de/news/mitmachaktion-wie-war-euer-informatikunterricht-in-der-schule-2609-212614.html