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Mit Powerbank verreisen: Auf diese Regeln müsst ihr im Flugzeug achten
Technik · 30.07.2026 13:30

Mit Powerbank verreisen: Auf diese Regeln müsst ihr im Flugzeug achten

Kurz: Wer mit einer Powerbank verreist, muss strenge Sicherheitsregeln beachten. Erfahren Sie, warum diese Akkus ins Handgepäck gehören und welche Kapazitätsgrenzen g

Sicherheit über den Wolken: Warum Powerbanks ins Handgepäck gehören

Ein Smartphone ist auf Reisen unverzichtbar – ob als digitale Bordkarte, Reiseführer oder zur Unterhaltung. Da die Akkulaufzeit moderner Geräte oft nicht für einen langen Flug ausreicht, ist die Powerbank für viele Reisende ein fester Bestandteil des Gepäcks. Doch bei der Mitnahme im Flugzeug ist Vorsicht geboten. Laut dem TÜV-Verband müssen diese Energiespeicher zwingend im Handgepäck transportiert werden.

Der Grund für diese strikte Vorgabe liegt in der chemischen Zusammensetzung der Akkus. Powerbanks nutzen in der Regel Lithium-Ionen-Technologie, die auf engstem Raum enorme Energiemengen speichert. Sollte ein solcher Akku beschädigt werden, kann die gespeicherte Energie schlagartig freigesetzt werden, was zu einer gefährlichen Entwicklung von Rauch und Flammen führt. Ein solches Ereignis an Bord eines Flugzeugs stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Ein Beispiel für die Dringlichkeit dieser Maßnahmen ist ein Vorfall bei der Fluggesellschaft Swiss, bei dem ein brennendes Ladekästchen für Kopfhörer eine Umleitung des Flugzeugs erforderlich machte.

Checkliste für den Abflug

Um Probleme bei der Sicherheitskontrolle oder an Bord zu vermeiden, sollten Reisende vor Reiseantritt eine kurze Prüfung ihrer Ausrüstung vornehmen:

* **Transportort:** Powerbanks gehören ausschließlich in das Handgepäck, niemals in den aufgegebenen Koffer.

* **Zustandskontrolle:** Überprüfen Sie das Gerät auf äußere Schäden oder Wölbungen. Auch wenn ein Gerät auf eine harte Oberfläche gefallen ist, ohne dass äußerlich etwas zu sehen ist, könnten im Inneren Defekte vorliegen, die das Gerät zum Sicherheitsrisiko machen.

* **Kontaktschutz:** Achten Sie darauf, dass die Anschlüsse der Powerbank nicht mit Metallgegenständen in Berührung kommen, um Kurzschlüsse zu vermeiden.

Kapazitätsgrenzen: Was darf mit an Bord?

Nicht jeder Akku ist für den Flugverkehr zugelassen. Die Kapazität, meist in Wattstunden (Wh) angegeben, entscheidet über die Mitnahmeerlaubnis. Ein Wert von 100 Wattstunden entspricht dabei etwa 27.000 Milliamperestunden (mAh).

* **Bis 100 Wh:** Diese Geräte sind bei den meisten Fluggesellschaften problemlos im Handgepäck erlaubt.

* **100 bis 160 Wh:** Hier ist die Mitnahme oft nur nach vorheriger Genehmigung durch die Airline möglich. Reisende sollten sich rechtzeitig vor dem Flug mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung setzen.

* **Über 160 Wh:** Akkus dieser Größenordnung sind in der Regel grundsätzlich von der Beförderung ausgeschlossen.

Die entsprechenden technischen Daten finden sich meist auf der Rückseite des Gehäuses oder in der beiliegenden Bedienungsanleitung.

Nutzung und individuelle Airline-Vorgaben

Die Richtlinien der International Air Transport Association (IATA) bilden zwar einen Rahmen, doch die konkrete Umsetzung obliegt den einzelnen Fluggesellschaften. Es ist daher ratsam, sich vorab über die spezifischen Bestimmungen der gebuchten Airline zu informieren.

Einige Fluggesellschaften erlauben zwar den Transport der Powerbank, untersagen jedoch deren Nutzung während des Fluges. Das bedeutet, dass das Aufladen von Smartphones oder Tablets über die Powerbank – oder gar das Laden der Powerbank selbst an den Steckdosen des Flugzeugs – verboten sein kann. Zudem fordern manche Anbieter, dass die Powerbank jederzeit griffbereit gelagert wird und nicht in den oberen Gepäckfächern verstaut ist, um im Notfall schnell reagieren zu können.

Qualität beim Kauf entscheidend

Wer in eine neue Powerbank investiert, sollte nicht nur auf den Preis achten. Der TÜV-Verband empfiehlt, beim Kauf auf zertifizierte Qualität zu setzen. Ein CE-Kennzeichen ist die absolute Mindestanforderung. Das GS-Zeichen signalisiert zudem, dass das Gerät eine unabhängige technische Prüfung durchlaufen hat.

Ein Warnsignal sind fehlende oder unvollständige Herstellerangaben. Idealerweise verfügt die Powerbank über integrierte Schutzfunktionen gegen Überladung, Tiefenentladung und Überhitzung. Bei sehr günstigen Modellen, die häufig über Online-Marktplätze vertrieben werden, fehlen diese Sicherheitsmechanismen gelegentlich, was das Risiko für Defekte erhöht.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/hafen-laptop-notizbuch-internet-4195408/ · Foto: https://kaboompics.com/
Quelle: https://t3n.de/news/powerbank-flugzeug-reisen-regeln-1755677/?utm_source=rss&utm_medium=newsFeed&utm_campaign=newsFeed