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Mehrere Tote bei Schüssen an Schule in Thailand
Technik · 07.08.2026 11:07

Mehrere Tote bei Schüssen an Schule in Thailand

Kurz: Ein 14-jähriger Schüler hat in der Provinz Nonthaburi ein Blutbad angerichtet. Die Tat wirft erneut Fragen zur Waffensicherheit in Thailand auf.

Tragödie in der Provinz Nonthaburi

Ein erschütterndes Ereignis hat die Debsirin Nonthaburi School nördlich von Bangkok erschüttert. Am Morgen des 7. August 2026 kam es auf dem Schulgelände zu einer Schießerei, bei der nach ersten Erkenntnissen mehrere Menschen ums Leben kamen. Der mutmaßliche Täter, ein 14-jähriger Schüler der 9. Klasse, soll nach der Tat Suizid begangen haben. Die genauen Hintergründe und die Opferzahlen sind derzeit noch Gegenstand laufender polizeilicher Ermittlungen.

Unklare Opferzahlen nach dem Angriff

Die Angaben zu den Auswirkungen des Angriffs variieren derzeit noch. Während die Polizei von sieben Todesopfern und 15 Verletzten sprach, berichteten lokale Medien wie die Zeitung Khaosod unter Berufung auf Behörden von fünf getöteten Lehrkräften. Auch das Bildungsministerium bestätigte, dass sich unter den Todesopfern sowohl Schüler als auch Lehrer befinden.

Die Zahl der Verletzten wird in verschiedenen Berichten unterschiedlich beziffert. Gesundheitsminister Pattana Promphat nannte eine Zahl von 22 Verletzten, von denen neun schwere Verletzungen erlitten hätten. Andere offizielle Listen der örtlichen Behörden sprechen von mehr als 20 Betroffenen, wobei es sich bei der Mehrheit der Verletzten um Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren handelt.

Hintergründe und mögliche Motive

Ersten polizeilichen Erkenntnissen zufolge könnte der Tat eine familiäre Tragödie vorausgegangen sein. Es wird berichtet, dass der 14-Jährige vor dem Angriff in der Schule seine Großeltern erschossen haben soll, bei denen er aufgewachsen war. Die für die Tat verwendete Schusswaffe stammte laut Berichten aus dem Besitz seines Großvaters. Der Vater des Jugendlichen wurde von den Behörden bereits zu einer Befragung vorgeladen.

Als mögliches Motiv für den Amoklauf wird in Medienberichten Mobbing angeführt. Behördenangaben zufolge soll der Junge an der Schule regelmäßig verspottet und auch körperlich angegriffen worden sein. Die polizeilichen Untersuchungen zur genauen Motivlage dauern an.

Die Debatte um Waffenkontrolle in Thailand

Der Vorfall hat eine landesweite Debatte über die Waffengesetze in Thailand neu entfacht. Obwohl das Land über vergleichsweise strenge gesetzliche Regelungen verfügt, ist die Verbreitung von Schusswaffen in der Zivilbevölkerung hoch. Schätzungen zufolge besitzt etwa jeder siebte Einwohner eine Schusswaffe, was Thailand zu einem der Länder mit der höchsten Dichte an zivilen Waffen in Südostasien macht.

Premierminister Anutin Charnvirakul sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus und betonte die Notwendigkeit restriktiver Regelungen. Dennoch fordern Politiker nach dem aktuellen Vorfall eine Verschärfung der bestehenden Gesetze sowie eine Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen an Bildungseinrichtungen.

Einsatz und Evakuierung

Nachdem die Schüsse fielen, brach auf dem Campus Panik aus. Polizei, Rettungskräfte und Notärzte waren mit einem Großaufgebot vor Ort, um die Situation zu sichern und die medizinische Versorgung der Verletzten zu koordinieren. Schüler, Lehrkräfte und weiteres Personal wurden umgehend vom Gelände evakuiert. Die Aufarbeitung dieses Ereignisses wird die thailändische Gesellschaft in den kommenden Tagen und Wochen intensiv beschäftigen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/student-lesen-in-einem-sonnendurchfluteten-klassenzimmer-in-buenos-aires-37822445/ · Foto: Alex Dos Santos
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/thailand-tote-schuesse-schule-100.html