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Marktbericht: Aktienmärkte gehen auf Talfahrt
Schlagzeilen · 03.03.2026 18:22

Marktbericht: Aktienmärkte gehen auf Talfahrt

Kurz: Aktuelle Entwicklungen an den Aktienmärkten infolge des Iran-Kriegs und steigender Energiepreise.

Aktienmärkte im Rückgang: Auswirkungen des Iran-Kriegs und steigender Energiepreise

Einleitung

Der Konflikt im Nahen Osten hat zu einem massiven Rückgang der Aktienmärkte geführt. Während die Börsen weltweit fallen, verzeichnet der DAX in Deutschland einen Rückgang von rund sechs Prozent seit Wochenbeginn. Diese Entwicklung wirft Fragen zu den langfristigen Auswirkungen auf die Märkte und die Wirtschaft auf.

Rückgang des DAX

Am Handelsschluss in Frankfurt verzeichnet der DAX ein Minus von 3,4 Prozent und fällt auf 23.790 Punkte. Dies stellt den tiefsten Stand seit drei Monaten dar. Experten warnen, dass der Index erstmals unter eine entscheidende Trendlinie gefallen ist, die für die langfristige Tendenz von Bedeutung ist.

Verhaltensänderung der Anleger

Laut den Analysten von ActivTrades ziehen viele Anleger ihre Gelder aus Aktien ab, um Gewinne zu sichern, bevor weitere Verluste im Zuge des Konflikts drohen. Diese Flucht aus Aktien ist ein deutliches Zeichen der Unsicherheit und der Angst vor weiteren Rückschlägen.

Gewinner und Verlierer

Deutsche Börse als Krisengewinner

Trotz der allgemeinen Marktentwicklung sticht die Deutsche Börse hervor, deren Aktien um zwei Prozent zulegen konnten. Zwei Investmentbanken empfehlen den Kauf dieser Aktien, da sie als potenzieller Profiteur der Marktbewegungen gelten.

Verlierer im DAX

Im Gegensatz dazu müssen die meisten anderen Titel im DAX herbe Verluste hinnehmen. Besonders betroffen sind Aktien aus dem Chemiesektor, die unter den steigenden Energiepreisen leiden. BASF beispielsweise zählt zu den großen Verlierern. Zudem brechen die Aktien von Beiersdorf um über 18 Prozent ein, da der Konzern mit schwachen Wachstumsprognosen für das laufende Jahr rechnet.

Energiepreise und ihre Folgen

Verdopplung des Gaspreises

Die Entwicklungen auf dem Energiemarkt sind alarmierend. Der Preis für Erdgas hat sich innerhalb von zwei Tagen nahezu verdoppelt, was erhebliche Auswirkungen auf den DAX hat. Steigende Gaspreise führen zu einem Rückgang der Aktienkurse, während sinkende Preise eine Stabilisierung bewirken könnten.

Anstieg der Ölpreise

Ähnlich verhält es sich mit den Ölpreisen. Die Nordsee-Sorte Brent und US-Leichtöl WTI verzeichnen ebenfalls signifikante Preisanstiege. Die Investmentbank Bernstein hat ihre Prognose für den Brent-Preis auf bis zu 80 Dollar angehoben, mit der Möglichkeit von extremen Preisen bis zu 150 Dollar bei anhaltenden Konflikten.

Inflation im Euroraum

Gefahren durch steigende Rohstoffpreise

Die steigenden Preise für Öl und Gas werfen die Frage auf, ob die Inflation im Euroraum über die Erwartungen der Europäischen Zentralbank (EZB) hinaus steigen wird. Vincent Stamer, Volkswirt bei der Commerzbank, warnt, dass sich die Inflation weiter verschärfen könnte, sollten die Konflikte im Nahen Osten anhalten.

Aktuelle Inflationsrate

Bereits vor dem Ausbruch des Krieges stieg die Inflationsrate im Euroraum unerwartet an. Im Februar lag die Rate bei 1,9 Prozent, was einen Anstieg im Vergleich zu 1,7 Prozent im Januar darstellt. Diese Entwicklung könnte die EZB vor Herausforderungen stellen, insbesondere bei der bevorstehenden Entscheidung über die Leitzinsen.

Auswirkungen auf die US-Börsen

Rückgang an der Wall Street

Die Unsicherheit und Angst vor dem Konflikt haben auch die US-Börsen erreicht. Der Dow-Jones-Index verzeichnete zu Handelsbeginn einen Rückgang von zweieinhalb Prozent. Dies bringt den Index auf das Niveau von Anfang Dezember zurück.

Dollar als sicherer Hafen

Inmitten der Unsicherheit flüchten Anleger in den Dollar, der als sicherer Hafen gilt. Der Dollar-Index hat einen Anstieg um knapp ein Prozent erreicht und steht auf dem höchsten Stand seit über einem Monat. Im Gegenzug verliert der Euro an Wert, was die EZB vor zusätzliche Herausforderungen stellt.

Ausblick

Die Entwicklungen an den Aktienmärkten und die steigenden Energiepreise haben das Potenzial, die wirtschaftliche Stabilität in Europa und darüber hinaus zu gefährden. Die kommenden Wochen könnten entscheidend sein, um die Auswirkungen des Konflikts und der Energiepreise auf die Märkte besser zu verstehen. Analysten und Anleger werden die Lage weiterhin genau beobachten, um auf die sich verändernden Bedingungen zu reagieren.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/holz-papier-preis-weisser-hintergrund-20208884/ · Foto: Artful Homes
Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/marktberichte/marktbericht-dax-dow-iran-oelpreis-aktienmarkt-100.html