News aus aller Welt
Start
Marius Borg Høibys Untersuchungshaft wird verlängert
Schlagzeilen · 10.08.2026 16:45

Marius Borg Høibys Untersuchungshaft wird verlängert

Kurz: Das Osloer Bezirksgericht hat die Untersuchungshaft für Marius Borg Høiby verlängert. Der Sohn der Kronprinzessin bleibt weiterhin unter Hausarrest mit Fußfesse

Fortsetzung der richterlichen Anordnung

Das Bezirksgericht in Oslo hat entschieden, die Untersuchungshaft für Marius Borg Høiby um weitere vier Wochen zu verlängern. Der 29-jährige Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit wird diese Zeit weiterhin in Form eines Hausarrests verbringen, der durch eine elektronische Fußfessel überwacht wird. Diese Entscheidung folgt einem Antrag der Polizei, die eine Wiederholungsgefahr für weitere Straftaten als gegeben ansieht.

Hintergrund der juristischen Auseinandersetzung

Der aktuelle Beschluss ist eine direkte Reaktion auf die laufenden Ermittlungen und das bereits im Juni ergangene Urteil. Høiby wurde in erster Instanz zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Die Schuldsprüche umfassen unter anderem zwei Fälle von Vergewaltigung nach norwegischem Recht sowie Gewalttaten gegenüber einer ehemaligen Lebensgefährtin. Da das Urteil zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht rechtskräftig ist, bleibt der Status der Untersuchungshaft bestehen.

Ein wesentlicher Streitpunkt bei der jüngsten Anhörung war die Frage der Haftbedingungen. Während die Verteidigung unter der Leitung von Petar Sekulic die Freilassung des 29-Jährigen forderte und als Alternative ein räumliches Fernbleiben von bestimmten Gebieten anbot, folgte das Gericht der Argumentation der Anklage. Der Antrag auf Freilassung wurde somit abgelehnt.

Auflagen und Einschränkungen

Die Verlängerung der richterlichen Anordnung gilt bis zum 7. September. Trotz des Hausarrests sind dem Sohn der Kronprinzessin begrenzte Ausnahmen gestattet. Dazu gehören notwendige Arztbesuche sowie die Möglichkeit, kranke Familienangehörige zu besuchen. Über diese Erlaubnisse hinaus ist Høiby an den Aufenthaltsort gebunden und unterliegt strengen Kontrollen, zu denen unter anderem regelmäßige Drogentests zählen.

Ein besonderer Fokus der Behörden liegt zudem auf dem Schutz der Opfer. Gegen den 29-Jährigen besteht ein Kontaktverbot zu seiner Ex-Freundin. Laut Berichten der Nachrichtenagentur NTB kam es in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Verstößen gegen diese Auflage, was die Entscheidung des Gerichts zur Aufrechterhaltung der Überwachungsmaßnahmen maßgeblich beeinflusst haben dürfte.

Nächste Schritte der Verteidigung

Wie sein Rechtsbeistand Petar Sekulic gegenüber Medienvertretern äußerte, wird die Entscheidung des Bezirksgerichts nun eingehend geprüft. Ob gegen die Verlängerung der Untersuchungshaft Berufung eingelegt wird, ist derzeit noch offen. Die Verteidigung befindet sich in der Phase der Abwägung, um das weitere Vorgehen mit ihrem Mandanten abzustimmen.

Die Causa Høiby wird in Norwegen weiterhin intensiv verfolgt. Da der Fall den Sohn einer zentralen Figur des Königshauses betrifft, wird die Entwicklung in der norwegischen Öffentlichkeit und in den Medien als einer der bedeutendsten Skandale des Landes wahrgenommen. Die juristische Aufarbeitung bleibt somit ein Prozess, der sowohl die Justiz als auch das gesellschaftliche Interesse in Norwegen über die kommenden Wochen hinweg beschäftigen wird.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-liest-zeitung-an-einem-fluss-im-herbst-30432681/ · Foto: Beyzanur K.
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/prominente/marius-borg-hoiby-fussfessel-untersuchungshaft-verlaengerung-100.html