Effizienzsteigerung und neue KI-Funktionen
Der Software-Hersteller Luminar hat eine umfassende Aktualisierung seiner Bildbearbeitungsplattform angekündigt, die in zwei Phasen bis zum Herbst 2026 ausgerollt werden soll. Ziel der Entwickler ist es, sowohl die Performance der Anwendung zu steigern als auch die kreativen Möglichkeiten durch den Einsatz künstlicher Intelligenz deutlich zu erweitern. Die Neuerungen zielen darauf ab, den Workflow für Fotografen und Bildbearbeiter intuitiver und schneller zu gestalten.
Phase Eins: Fokus auf Performance und Workflow
Die erste Phase des Updates ist bereits verfügbar und konzentriert sich auf die technische Optimierung der Software. Ein neu gestaltetes Layout soll die Navigation innerhalb des Programms vereinfachen und den Zugriff auf häufig genutzte Werkzeuge beschleunigen. Besonders hervorzuheben sind die Verbesserungen bei der Exportgeschwindigkeit, die laut Hersteller um bis zu 25 Prozent gesteigert wurde. Zudem konnte der Arbeitsspeicherverbrauch beim Erstellen von Masken um ein Drittel reduziert werden, während die Vorschau von Effekten nun viermal schneller generiert wird.
Neben den Leistungsdaten wurde auch die Kompatibilität erweitert. Luminar unterstützt nun zusätzliche Kameramodelle und Dateiformate, darunter die Panasonic Lumix DC-L10 sowie komprimierte Rohdaten der Sony A7V und der Sony A7R VI. Auch die generative KI wurde überarbeitet: Sie soll nun natürlicher wirkende Bildinhalte erzeugen, etwa um Objekte zu entfernen, Bilder über den Rand hinaus zu erweitern oder fehlende Bereiche intelligent zu ergänzen.
Phase Zwei: KI-gestützte Kreativwerkzeuge
Für den Herbst 2026 sind weitere, tiefgreifende KI-Funktionen geplant. Ein Highlight ist das neue Werkzeug „Atmosphäre – Nebel“. Dieses soll in der Lage sein, atmosphärische Effekte räumlich korrekt in eine Szene einzufügen, wobei Licht, Farben und Tiefenwirkung automatisch an das vorhandene Bild angepasst werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Interaktion zwischen Nutzer und Software. Ein neuer KI-Assistent soll Anfragen in natürlicher Sprache entgegennehmen. Nutzer können so beschreiben, welches visuelle Ergebnis sie anstreben, woraufhin die Software passende Werkzeuge empfiehlt und diese direkt anwendet. Ergänzt wird dies durch ein überarbeitetes Zuschneide-Tool, das Fotos analysiert und Vorschläge basierend auf Bildkomposition, Linienführung und visueller Gewichtung macht.
Auch die Funktion „Enhance“ erhält ein Update. Anstatt das gesamte Bild pauschal zu verändern, soll das neue Modell gezielter und selektiver auf einzelne Bildbereiche einwirken. Zudem ist die Einführung eines Web-Editors geplant, der die Bearbeitung von Fotos direkt im Browser ermöglichen soll.
Preisstruktur und Verfügbarkeit
Die verschiedenen Versionen der Software sind bereits für Vorbestellungen bis zum 31. August 2026 verfügbar. Die Preisgestaltung gliedert sich wie folgt:
* **Desktopversion:** 129 Euro.
* **Lizenz für Desktop- und Mobilgeräte:** 259 Euro (derzeit rabattiert auf 159 Euro).
* **Max-Version:** 399 Euro (derzeit rabattiert auf 199 Euro). Diese umfasst ein umfangreiches Paket aus 2150 Presets, 500 LUTs, 400 Overlays, 550 Himmeln sowie über 50 Kursen.
Über die Basis-Software hinaus bietet Luminar seinen Kunden die Möglichkeit, zusätzliche Inhalte wie Effekteinstellungen und Overlays per In-App-Kauf zu erwerben. Ein konkretes Datum für den Start der zweiten Phase im Herbst wurde bisher nicht kommuniziert.