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Lipowitz kündigt Comeback in der Toskana an
Sport · 02.09.2026 10:52

Lipowitz kündigt Comeback in der Toskana an

Kurz: Nach seinem schweren Sturz bei der Tour de France kehrt Radprofi Florian Lipowitz in den Rennbetrieb zurück. Sein Comeback feiert er in Italien.

Die Rückkehr in den Rennsattel

Der deutsche Radprofi Florian Lipowitz steht kurz vor seiner Rückkehr in den professionellen Radsport. Wie sein Team Red Bull-Bora-hansgrohe am Mittwoch, dem 2. September 2026, offiziell mitteilte, ist der 25-Jährige bereit, nach einer siebenwöchigen Zwangspause wieder an einem Wettbewerb teilzunehmen. Das Comeback des Sportlers ist für den 9. September beim Giro della Toscana in Italien geplant. Diese Nachricht markiert einen wichtigen Meilenstein für den Fahrer, der nach einem folgenschweren Unfall bei der Tour de France lange aussetzen musste. Lipowitz selbst äußerte sich erfreut über die Aussicht, endlich wieder eine Startnummer am Trikot zu tragen und sich im direkten Vergleich mit der Konkurrenz zu messen. Der Fokus liegt dabei zunächst nicht auf einer Spitzenplatzierung, sondern auf der schrittweisen Rückkehr in den gewohnten Wettkampfmodus, um die körperliche Verfassung nach der Verletzungspause realistisch einschätzen zu können.

Details zum Unfall und der Genesung

Der Weg zurück in den Sattel war für den Vorjahres-Dritten der Frankreich-Rundfahrt beschwerlich. Während der 16. Etappe der diesjährigen Tour de France, die als Einzelzeitfahren ausgetragen wurde, kam Lipowitz zu Fall. Die Folgen des Sturzes waren so gravierend, dass er das Rennen vorzeitig beenden musste. Die medizinische Diagnose lautete Schlüsselbeinbruch, eine Verletzung, die eine operative Versorgung unumgänglich machte. Nach der erfolgreichen Operation begann für den Athleten eine siebenwöchige Phase der Rehabilitation und des Trainings, in der er auf jegliche Wettkampfteilnahme verzichten musste. Nun, da der Heilungsprozess weit genug fortgeschritten ist, steht die erste Standortbestimmung auf dem Programm. Lipowitz betonte, dass er nach der langen Wettkampfpause noch keine genaue Einschätzung über sein aktuelles Leistungsniveau treffen könne. Die Teilnahme am Giro della Toscana dient primär dazu, die Reaktion seines Körpers auf die spezifische Belastung eines Radrennens zu testen und den Rhythmus wiederzufinden, der für den Profisport unerlässlich ist.

Die nächsten Schritte im Rennkalender

Der Giro della Toscana stellt für Florian Lipowitz lediglich den Auftakt einer Serie von geplanten Einsätzen in Italien dar. Sein Team hat in Abstimmung mit dem Fahrer weitere Optionen für die kommenden Tage nach dem Auftaktrennen identifiziert. Dazu zählen die Coppa Sabatini am 10. September, das Memorial Marco Pantani am 12. September sowie die Trofeo Matteotti, die für den 13. September angesetzt ist. Diese dichte Abfolge von Eintagesrennen soll dem 25-Jährigen helfen, die nötige Wettkampfhärte zurückzugewinnen. Die Entscheidung über die weitere Saisonplanung wird maßgeblich von den Eindrücken abhängen, die Lipowitz bei diesen italienischen Rennen sammeln wird. Es ist ein strukturierter Aufbau geplant, bei dem die sportliche Belastung schrittweise gesteigert wird, um den Körper nicht zu überfordern und die langfristige Stabilität nach der Schlüsselbein-Operation zu gewährleisten.

Die Ambitionen für die Weltmeisterschaft

Ein zentrales Thema der kommenden Wochen ist die mögliche Teilnahme an den Straßenrad-Weltmeisterschaften, die Ende September im kanadischen Montreal stattfinden. Lipowitz macht keinen Hehl daraus, dass ihn dieses prestigeträchtige Rennen sehr reizt. Dennoch unterliegt seine Entscheidung einer strengen sportlichen Selbstdisziplin. Er betonte ausdrücklich, dass er keinen Startplatz blockieren möchte, falls seine Form bis zum Zeitpunkt der Nominierung nicht den Anforderungen entspricht. Da Deutschland über eine Vielzahl starker Fahrer verfügt, denen der Kurs in Montreal entgegenkommt, möchte Lipowitz eine faire und ehrliche Einschätzung seiner Leistungsfähigkeit abwarten. Er setzt sich selbst dabei keinen unnötigen Druck, sondern lässt die Ergebnisse der ersten Rennen in Italien als Gradmesser für seine WM-Ambitionen fungieren. Sollte die körperliche Verfassung passen, stünde einem Start in Kanada nichts im Wege, doch die finale Entscheidung wird gemeinsam mit dem Team getroffen.

Einordnung der Situation und offene Fragen

Einzuordnen ist die Rückkehr von Lipowitz als vorsichtiger Neustart nach einer schweren Verletzung. Dass ein Profi nach einem Schlüsselbeinbruch und einer Operation bereits nach sieben Wochen wieder in den Rennbetrieb einsteigt, ist im Radsport zwar nicht ungewöhnlich, erfordert aber eine genaue Beobachtung durch die medizinische Abteilung des Teams. Den Berichten zufolge ist die Strategie des Teams Red Bull-Bora-hansgrohe darauf ausgelegt, kein Risiko einzugehen. Dennoch bleiben einige Fragen offen, die der Quelltext nicht beantworten kann: So wird nicht präzisiert, wie intensiv das Training in den letzten Wochen vor dem Comeback tatsächlich war und ob Lipowitz bei den Rennen in Italien bereits wieder schmerzfrei agieren kann. Auch die genauen Kriterien, ab wann das Team eine WM-Teilnahme als „passend“ definiert, bleiben offen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob der Körper des 25-Jährigen die hohen Anforderungen des professionellen Radsports nach der langen Pause bereits wieder vollumfänglich erfüllen kann.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/manner-spielen-sport-ball-18811648/ · Foto: Omar Tube
Quelle: https://www.sportschau.de/radsport/lipowitz-kuendigt-comeback-in-der-toskana-an,lipowitz-comeback-100.html