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Kinderbuchautorin liest bei Interkulturellen Wochen
Regional · 14.09.2026 10:00

Kinderbuchautorin liest bei Interkulturellen Wochen

Kurz: Die Kasseler Interkulturellen Wochen bieten eine besondere Lesung: Dayan Kodua präsentiert ihr Kinderbuch „Wenn meine Haare sprechen könnten“ in der Jugendbüche

Was geschehen ist – die Kernmeldung ausführlich

Im Rahmen der diesjährigen Interkulturellen Wochen in Kassel steht ein besonderes Ereignis für Familien auf dem Programm, das sich intensiv mit den Themen Identität und Selbstwertgefühl auseinandersetzt. Am Samstag, den 19. September 2026, findet in der Jugendbücherei der Stadtbibliothek Kassel eine Lesung der Kinderbuchautorin Dayan Kodua statt. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr und richtet sich an ein breites Publikum, wobei der Fokus darauf liegt, Kindern die Bedeutung von Vielfalt im Alltag näherzubringen. Kodua liest aus ihrem Werk „Wenn meine Haare sprechen könnten“, einer Geschichte, die ein Schwarzes Mädchen in den Mittelpunkt stellt. Diese Protagonistin begibt sich auf eine Reise, um ihre Haare als integralen Bestandteil ihrer eigenen Persönlichkeit zu begreifen und lernt dabei, diese mit Stolz und einem gesunden Selbstbewusstsein zu tragen. Die Lesung ist als kostenloses Angebot konzipiert, das gemeinsam vom Amt für Schule und Bildung, dem Amt für Chancengleichheit sowie der Jugendbücherei der Stadtbibliothek Kassel organisiert wird. Ergänzt wird der literarische Nachmittag durch einen praktischen Haarworkshop, der den Kindern und ihren Familien tiefergehende Einblicke in die Thematik gewähren soll.

Die Einzelheiten – Zahlen, Namen und Orte

Die Veranstaltung findet am 19. September 2026 in den Räumlichkeiten der Jugendbücherei der Stadtbibliothek Kassel statt und beginnt pünktlich um 14 Uhr. Die zentrale Akteurin des Tages ist die Kinderbuchautorin Dayan Kodua, die ihr Buch „Wenn meine Haare sprechen könnten“ vorstellt. Neben der Lesung leitet Veronique Kouassi, ein bekanntes Mitglied im Kulturbeirat, einen Haarworkshop. Dieser Workshop dient als Raum für einen direkten Austausch zwischen den Teilnehmenden und bietet praktische Ratschläge zur Pflege von Afro-Haaren. Zudem wird an diesem Tag die Ausstellung „Bunte Lesezeit – Geschichten in Bildern“ offiziell eröffnet. Diese Schau ist das Ergebnis des Projekts „Bunte Lesezeit“, das am Standort „Wöhler 22 – Bildung und Begegnung“ in der Kasseler Nordstadt angesiedelt ist. Das Projekt entstand in enger Kooperation mit der Carl-Anton-Henschel-Schule sowie der Schule Hegelsberg. Die Koordination des Projekts liegt in den Händen von Cora Maria Rödiger. Die Ausstellung bleibt während der gesamten Dauer der Interkulturellen Wochen zu den regulären Öffnungszeiten der Jugendbücherei für Besucher zugänglich und präsentiert sowohl die im Projekt gelesenen Bücher als auch kreative Arbeiten der beteiligten Kinder.

Hintergrund – Vorgeschichte und Verlauf

Die Veranstaltung ist eingebettet in die Interkulturellen Wochen, eine Veranstaltungsreihe, die in Kassel regelmäßig genutzt wird, um gesellschaftliche Vielfalt sichtbar zu machen. Das Projekt „Bunte Lesezeit“, dessen Ergebnisse in der begleitenden Ausstellung gezeigt werden, bildet den inhaltlichen Unterbau für diesen Tag. Es zielt darauf ab, Kindern und deren Familien einen niederschwelligen Zugang zu einer Literatur zu ermöglichen, die unterschiedliche Lebensrealitäten widerspiegelt. Durch das gemeinsame Lesen und die anschließende kreative Auseinandersetzung mit den Inhalten soll ein Raum geschaffen werden, in dem Vorurteile abgebaut werden können. Die Arbeit am Standort „Wöhler 22“ und die Zusammenarbeit mit den genannten Schulen verdeutlichen den pädagogischen Anspruch, Literatur nicht nur als Unterhaltungsmedium zu nutzen, sondern als Werkzeug für den sozialen Austausch. Die Ausstellung dokumentiert diesen Prozess und zeigt auf, wie vielfältig die pädagogische Arbeit mit Kinderliteratur gestaltet werden kann, indem sie die individuellen Perspektiven der Teilnehmenden in den Mittelpunkt rückt. Die Bücherecke innerhalb der Ausstellung lädt dabei zum eigenständigen Entdecken und Vertiefen der behandelten Themen ein.

Die Beteiligten – Institutionen und Personen

An der Gestaltung und Umsetzung dieses Nachmittags sind verschiedene städtische Akteure beteiligt. Die Kasseler Bürgermeisterin und Bildungsdezernentin Nicole Maisch fungiert als eine der zentralen Fürsprecherinnen für das Projekt. Sie betont die Rolle von Büchern als Brückenbauer, die Empathie fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken sollen. Die Autorin Dayan Kodua selbst sieht in ihrem Werk ein Instrument zur Identitätsstärkung, insbesondere für Schwarze Kinder, die sich in der Literatur repräsentiert sehen sollen. Veronique Kouassi, die als Mitglied des Kulturbeirats den Haarworkshop leitet, bringt ihre Expertise im Bereich des kulturellen Austauschs und der Haarpflege ein. Cora Maria Rödiger, die Koordinatorin des Projekts „Bunte Lesezeit“, zeichnet für die inhaltliche Aufbereitung der Ausstellung verantwortlich. Unterstützt wird das Vorhaben durch das Amt für Schule und Bildung sowie das Amt für Chancengleichheit, die gemeinsam mit der Jugendbücherei als Veranstalter auftreten. Die Carl-Anton-Henschel-Schule und die Schule Hegelsberg fungieren als Kooperationspartner, deren Schülerschaft maßgeblich an den Ergebnissen der „Bunten Lesezeit“ mitgewirkt hat.

Einordnung – Die Bedeutung des Projekts

Einzuordnen ist das Projekt als bewusste pädagogische Intervention im Bereich der Kinderliteratur. Den Berichten zufolge geht es den Veranstaltern darum, Vielfalt nicht nur als abstraktes Konzept zu behandeln, sondern als gelebte Realität in den Alltag von Kindern zu integrieren. Die Geschichte von Dayan Kodua dient dabei als Katalysator, um über komplexe Themen wie Identität, Zugehörigkeit und Ausgrenzung zu sprechen. Die Einbindung eines Haarworkshops unterstreicht den Ansatz, dass Selbstbewusstsein eng mit der Wahrnehmung des eigenen Körpers und dessen Pflege verknüpft ist. Es ist demnach ein Ziel der Stadt Kassel, durch solche Veranstaltungen einen respektvollen Umgang miteinander zu fördern und Vorurteile bereits im Kindesalter abzubauen. Die Ausstellung „Bunte Lesezeit“ fungiert dabei als Verstärker, indem sie die kreativen Ergebnisse der Kinder sichtbar macht und den Prozess des Lernens und der Auseinandersetzung für die Öffentlichkeit transparent gestaltet. Die Veranstaltung zielt darauf ab, dass Kinder erfahren, dass ihre individuelle Lebensgeschichte wertvoll ist und dass Vielfalt eine natürliche Bereicherung für die Gesellschaft darstellt.

Offene Fragen – Was der Text nicht beantwortet

Obwohl die Ankündigung detailliert über die Ziele und Akteure informiert, bleiben einige organisatorische Aspekte offen. So wird nicht spezifiziert, ob für den Haarworkshop eine gesonderte Anmeldung erforderlich ist oder ob die Teilnahme spontan möglich ist. Ebenso bleibt unklar, wie viele Kinder oder Familien insgesamt an dem Projekt „Bunte Lesezeit“ teilgenommen haben und in welchem zeitlichen Rahmen die Vorbereitungen für die Ausstellung stattfanden. Auch zur genauen Altersgruppe, für die das Buch und der Workshop primär konzipiert sind, macht der Text keine expliziten Angaben, außer dass es sich um ein Angebot für Familien handelt. Die Frage, ob nach den Interkulturellen Wochen eine dauerhafte Präsentation der Ausstellungsergebnisse oder eine Fortführung des Projekts an anderen Standorten geplant ist, wird ebenfalls nicht beantwortet. Auch die genaue Dauer des Workshops nach der Lesung bleibt unklar, ebenso wie die Frage, ob weitere Autoren im Rahmen der Interkulturellen Wochen in der Jugendbücherei zu Gast sein werden.

Wie es weitergeht – Angekündigte Schritte

Die Veranstaltung am 19. September 2026 markiert den Auftakt für die Ausstellung „Bunte Lesezeit – Geschichten in Bildern“, die während der gesamten Interkulturellen Wochen in der Jugendbücherei besichtigt werden kann. Die Besucher haben somit über den Tag der Lesung hinaus die Möglichkeit, sich mit den Ergebnissen des Projekts auseinanderzusetzen. Die Ausstellungsstücke, darunter die im Projekt gelesenen Bücher sowie die kreativen Arbeiten der Kinder, bleiben für die Dauer der Veranstaltungsreihe als fester Bestandteil der Bücherei zugänglich. Die Veranstalter laden die Öffentlichkeit dazu ein, die Ausstellung zu besuchen und die dort eingerichtete Bücherecke zu nutzen, um tiefer in die thematisierten Geschichten einzutauchen. Weitere spezifische Termine für Folgelesungen oder weiterführende Workshops sind im aktuellen Quelltext nicht aufgeführt, jedoch bildet die Ausstellung den zentralen Ankerpunkt für die Auseinandersetzung mit den Inhalten während der gesamten Laufzeit der Interkulturellen Wochen in Kassel.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/rathaus-zittau-im-morgenlicht-deutschland-33000553/ · Foto: Niklas Jeromin
Quelle: https://www.kassel.de/pressemitteilungen/september/haare-sprechen-lesung.php