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Jetzt im Ticker - Start in den Siebenkampf
Sport · 14.08.2026 12:25

Jetzt im Ticker - Start in den Siebenkampf

Kurz: Spannender Auftakt am fünften Tag der Leichtathletik-EM: Der Siebenkampf startet, Stabhochspringer und Speerwerferinnen kämpfen um den Einzug in die Finals.

Ein ereignisreicher Vormittag in der Leichtathletik-EM

Der fünfte Tag der Leichtathletik-Europameisterschaften 2026 begann mit einer dichten Abfolge von Qualifikationswettbewerben und dem Auftakt der Mehrkämpferinnen. Im Mittelpunkt des Vormittags standen die 4x400-Meter-Staffeln der Männer, bei denen die deutsche Auswahl um Jean Paul Bredau den direkten Einzug in das Finale sicherstellen konnte. Parallel dazu begannen die Siebenkämpferinnen ihren Wettkampf mit dem Hürdensprint, während in den technischen Disziplinen wie dem Stabhochsprung der Männer und dem Speerwurf der Frauen um die begehrten Finalplätze gerungen wurde. Die Atmosphäre im Stadion war geprägt von technischer Präzision und dem Druck, der auf den Athleten lastete, um sich für die Abendentscheidungen zu qualifizieren. Während einige Favoriten ihrer Rolle gerecht wurden, mussten andere Athleten aufgrund von Fehlversuchen oder technischen Problemen bereits frühzeitig Hoffnungen auf eine vordere Platzierung begraben. Die Veranstaltung bot den Zuschauern ein breites Spektrum an sportlicher Dramatik, von persönlichen Bestleistungen bis hin zu schmerzhaften Rückschlägen durch Disqualifikationen oder verunglückte Versuche.

Detailreiche Einblicke in die Vormittagswettbewerbe

Im 4x400-Meter-Staffelwettbewerb der Männer präsentierte sich das deutsche Quartett in der Besetzung Thilo Traue, Thorben Finke, Manuel Sanders und Jean Paul Bredau stark. Trotz eines hektischen Starts in der Kurve gelang es dem Team, sich in einer guten Position zu halten. Italien dominierte den Lauf und stellte mit 2:58,10 Minuten einen neuen EM-Rekord auf, während Belgien mit 2:59,35 Minuten ebenfalls glänzte. Deutschland sicherte sich mit einer Zeit von 3:01,07 Minuten den dritten Platz und damit das direkte Finalticket. Die französische Staffel hingegen wurde aufgrund eines Regelverstoßes – dem Verlassen der Bahn – disqualifiziert. Im Speerwurf der Frauen setzte die Rostockerin Julia Ulbricht mit 60,86 Metern im ersten Versuch ein deutliches Ausrufezeichen und qualifizierte sich souverän. Andere Athletinnen wie die Norwegerin Marie-Therese Obst blieben glücklos und schieden ohne gültigen Versuch aus. Im Stabhochsprung startete Gillian Ladwig erfolgreich bei 5,25 Metern und blieb auch bei 5,45 Metern fehlerfrei, während Bo Kanda Lita Baehre seinen Einstieg für die Höhe von 5,60 Metern plante.

Der Weg zum fünften Wettkampftag

Die Vorbereitungen auf diesen fünften EM-Tag waren geprägt von der Abwesenheit einiger prominenter Athleten. Insbesondere das Fehlen der belgischen Mehrkämpferin Nafissatou Thiam, die die vergangenen drei Europameisterschaften dominierte, hinterließ eine Lücke, die nun von neuen Gesichtern wie der Schweizerin Annik Kälin gefüllt werden soll. Die Saisonverläufe bei Meetings in Götzis und Ratingen hatten bereits angedeutet, dass das Leistungsgefüge im Siebenkampf in Bewegung geraten ist. Auch bei den Männern im Stabhochsprung war die Entwicklung absehbar: Armand Duplantis hat in den vergangenen Jahren die Maßstäbe massiv verschoben und den Weltrekord von Sergej Bubka deutlich überboten. Die deutsche Staffel hingegen baute auf die Erfahrungen der EM in Rom auf, wo das Team um Jean Paul Bredau bereits Bronze gewinnen konnte. Diese Vorgeschichte bildete den Rahmen für die Erwartungen, die sowohl von den Fans als auch von den Experten an die Athleten gestellt wurden, wobei der Fokus stets auf der Konstanz der erbrachten Leistungen lag.

Die Akteure im Fokus des Geschehens

Zahlreiche Athleten und Nationen standen im Zentrum des Wettkampfgeschehens. Bei den Siebenkämpferinnen stach Annik Kälin mit einer herausragenden Zeit von 12,59 Sekunden im Hürdenlauf hervor. Die deutsche Athletin Sophie Weißenberg überzeugte mit einer persönlichen Bestleistung von 13,19 Sekunden, während Sandrina Sprengel nach einem Hürdenkontakt wertvolle Zeit verlor. Im Stabhochsprung ruhen die Hoffnungen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) auf Bo Kanda Lita Baehre und Gillian Ladwig. International ist das Feld durch Athleten wie den Griechen Emmanouil Karalis und den Norweger Sondre Guttormsen hochkarätig besetzt. Die 4x400-Meter-Staffeln zeigten die Stärke der italienischen und belgischen Teams, während Großbritannien mit Matthew Hudson-Smith als europäischem Aushängeschild vor heimischem Publikum unter besonderem Druck stand. Auch die Speerwerferinnen, darunter die erfahrene Sara Kolak und die aufstrebende Adriana Vilagos, prägten das Bild einer hochkompetitiven Disziplin, in der Erfahrung und Nervenstärke gleichermaßen gefragt waren.

Einordnung der sportlichen Leistungen

Die Ergebnisse des Vormittags sind als Indikator für die Formkurve der Athleten im Hinblick auf die abendlichen Entscheidungen zu werten. Einzuordnen ist der Erfolg der deutschen 4x400-Meter-Staffel als ein wichtiges Signal, da das Team unter großem Druck stand und sich gegen starke Konkurrenz aus Belgien und Italien behaupten musste. Den Berichten zufolge war die Disqualifikation der Franzosen ein entscheidender Moment, der die Dynamik im zweiten Vorlauf maßgeblich beeinflusste. Die Leistungen im Siebenkampf, insbesondere der starke Auftritt von Annik Kälin, deuten darauf hin, dass die Favoritenrolle in diesem Jahr neu verteilt ist. Die technischen Disziplinen wie der Stabhochsprung zeigten, dass die Athleten ihre Kräfte für die späteren Höhen einteilen, wobei die Qualifikationsnorm von 5,80 Metern für viele Teilnehmer eine enorme Herausforderung darstellt. Insgesamt spiegeln die Resultate eine hohe Leistungsdichte wider, bei der Nuancen in der Tagesform über den Einzug in die Medaillenentscheidungen entscheiden können.

Offene Fragen nach der Vormittagssession

Trotz der klaren Ergebnisse in den Vorläufen und Qualifikationsgruppen bleiben einige Fragen für den weiteren Verlauf des Tages unbeantwortet. Es ist beispielsweise unklar, wie die Konkurrenten aus Ungarn und der Schweiz, die sich über die Zeit für das Finale der 4x400-Meter-Staffel qualifizieren mussten, ihre Kräfte für den Endlauf regenerieren können. Auch die gesundheitliche Verfassung der zweimaligen Weltmeisterin Katarina Johnson-Thompson bleibt ein Rätsel, da sie im Hürdenlauf deutlich hinter ihren Möglichkeiten blieb und eine Verletzung oder mangelnde Fitness nicht auszuschließen ist. Ebenso offen ist, ob die Stabhochspringer bei den geforderten 5,80 Metern ihr volles Potenzial abrufen können, da diese Höhe für einige Athleten, wie etwa Gillian Ladwig, eine bisher unerreichte Marke darstellt. Die Auswirkungen des starken Rückenwinds auf die weiteren Disziplinen des Siebenkampfs sind ebenfalls noch nicht absehbar, da die Wetterbedingungen im Stadion variieren können.

Ausblick auf die kommenden Entscheidungen

Der Zeitplan für die Abendsession sieht eine Reihe von hochkarätigen Entscheidungen vor, die das sportliche Bild des Tages abrunden werden. Ab 20.45 Uhr stehen die 10.000 Meter der Frauen auf dem Programm, bei denen Lisa Merkel und Eva Dieterich den DLV vertreten. Weitere Höhepunkte sind das Hochsprungfinale ab 21.00 Uhr mit Falk Wendrich sowie das Diskuswerfen der Frauen mit Shanice Craft und Kristin Pudenz ab 21.30 Uhr. Zudem werden die Medaillen über 400 Meter Hürden, die 200 Meter der Männer und die 800 Meter der Frauen vergeben. Die Athleten, die sich am Vormittag erfolgreich qualifiziert haben, müssen nun ihre Konzentration auf die Abendstunden richten, um in den Finals ihre bestmögliche Leistung abzurufen. Für die Siebenkämpferinnen steht nach dem Hürdenauftakt der weitere Verlauf des Mehrkampfs an, der über den gesamten Tag hinweg eine enorme physische und mentale Belastung darstellt. Die Fans dürfen sich auf einen intensiven Abschluss des fünften EM-Tages freuen, bei dem die Weichen für die Medaillenvergabe gestellt werden.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-spielen-gras-sport-9367719/ · Foto: Omar Ramadan
Quelle: https://www.sportschau.de/live-und-ergebnisse/leichtathletik/eaa-europameisterschaft/event-konferenz-ticker/dn2026-08-14/