Ausschluss bleibt bestehen
Die Eishockey-Weltmeisterschaft der Männer, die im Mai 2027 in Deutschland ausgetragen wird, findet ohne die Nationalmannschaften aus Russland und Belarus statt. Diese Entscheidung gab der internationale Eishockey-Weltverband (IIHF) nach einer Sitzung seines Rates bekannt. Damit setzt der Verband seinen Kurs fort, den er seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine im Februar 2022 eingeschlagen hat. Seit diesem Zeitpunkt sind beide Nationen von sämtlichen internationalen Turnieren der IIHF suspendiert.
Gründe für die Entscheidung
Die Begründung des Weltverbandes für den erneuten Ausschluss ist zweigeteilt. Im Hinblick auf Russland verweist die IIHF sowohl auf anhaltende Sicherheitsbedenken als auch auf Bedenken hinsichtlich der sportlichen Integrität des Wettbewerbs. Für Belarus führt der Verband ebenfalls fortwährende Sicherheitsbedenken an, die eine Teilnahme der Mannschaft im Rahmen der Weltmeisterschaft unmöglich machen.
Ein spektakulärer Auftakt in Gelsenkirchen
Die deutsche Eishockey-Gemeinde darf sich trotz dieser Rahmenbedingungen auf ein sportliches Großereignis freuen. Ähnlich wie bei der Weltmeisterschaft im Jahr 2010 wird das Turnier mit einem besonderen Arena-Spektakel eröffnet. Am 13. Mai 2027 ist die Fußball-Arena auf Schalke der Schauplatz für den Startschuss. Die deutsche Nationalmannschaft trifft in dieser prestigeträchtigen Eröffnungspartie auf die Schweiz, den aktuellen Vize-Weltmeister.
Spielorte und Turnierverlauf
Nach dem Auftakt in Gelsenkirchen verlagert sich das Turniergeschehen auf zwei weitere Standorte: Düsseldorf und Mannheim. Die deutsche Auswahl wird ihre Gruppenspiele in Mannheim absolvieren. Zu den sportlichen Herausforderungen in dieser Phase zählt unter anderem das Duell gegen den amtierenden Titelverteidiger Finnland.
Die entscheidende Phase des Turniers findet im Rheinland statt. Die Halbfinalbegegnungen sowie das große Finale um die Weltmeisterschaftskrone sind in Düsseldorf angesetzt.
Hintergrund und Einordnung
Die Entscheidung der IIHF unterstreicht die anhaltende Isolation der betroffenen Nationen im internationalen Eishockey-Sport. Durch die konsequente Haltung des Weltverbandes bleibt die sportliche Planung für das Jahr 2027 stabil. Für die Ausrichter in Deutschland bedeutet dies Planungssicherheit, da die Teilnehmerfelder nun feststehen und die organisatorischen Vorbereitungen, insbesondere für die Spielorte Mannheim und Düsseldorf sowie das Eröffnungsspiel auf Schalke, gezielt vorangetrieben werden können. Die nächsten Schritte für die Organisatoren bestehen nun in der Finalisierung der logistischen Abläufe, um das Großereignis in den drei gewählten Arenen reibungslos durchzuführen.