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Hoeneß unterstützt UEFA: "Infantino wird nicht durchkommen"
Sport · 31.07.2026 10:38

Hoeneß unterstützt UEFA: "Infantino wird nicht durchkommen"

Kurz: Uli Hoeneß stellt sich klar gegen FIFA-Pläne von Gianni Infantino und stärkt der UEFA den Rücken. Zudem gibt es ein klares Bekenntnis zum Bayern-Offensiv-Trio.

Ein Machtwort vom Tegernsee

Am Rande des Trainingslagers des FC Bayern München am Tegernsee hat Uli Hoeneß ein deutliches Signal in Richtung des Weltverbandes FIFA gesendet. Nach einem souveränen 15:0-Testspielsieg gegen den FC Rottach-Egern äußerte sich der Ehrenpräsident des Rekordmeisters zu den kontroversen Plänen von FIFA-Präsident Gianni Infantino. Dieser plant, Anteile an der Weltmeisterschaft an externe Investoren zu veräußern – ein Vorhaben, das innerhalb der europäischen Fußballverbände auf massiven Widerstand stößt.

UEFA droht mit Boykott

Die UEFA hat auf einer Dringlichkeitssitzung geschlossen reagiert: Alle 55 Nationalverbände haben sich darauf verständigt, sämtliche FIFA-Turniere zu boykottieren, sollte Infantino sein Investoren-Modell tatsächlich umsetzen. Uli Hoeneß stellte sich in dieser Causa demonstrativ hinter die europäischen Verbände. Er betonte, dass die Europäer ihre eigene Marktmacht unterschätzten. Ein Weltturnier ohne die europäischen Nationen sei sportlich wie wirtschaftlich kaum tragfähig. „Einen Wettbewerb ohne Europäer kannst du in die Tonne treten“, so die deutliche Einschätzung des 74-Jährigen.

Hoeneß zeigte sich überzeugt, dass Infantino bei einer konsequenten Haltung der UEFA scheitern werde. Sollte der FIFA-Präsident sein Vorhaben gegen den Willen der Verbände durchdrücken, drohe eine Entwertung des Wettbewerbs. Ironisch merkte Hoeneß an, dass Infantino dann eben Partien zwischen kleineren Nationen austragen könne, wenn ihm dies genüge.

Rückendeckung für Max Eberl

Neben der globalen Fußballpolitik äußerte sich Hoeneß auch zu internen Personalien. Er stärkte Sportvorstand Max Eberl den Rücken, dessen Arbeit er zuletzt deutlich positiver bewertete als noch vor einigen Wochen. Während Hoeneß die Situation um Eberls Verbleib vor kurzem noch mit einer Wahrscheinlichkeit von „60:40“ taxierte, bezifferte er die Chancen auf eine langfristige Zusammenarbeit über das Vertragsende 2027 hinaus nun auf „100 Prozent“.

Transfergerüchte um Offensiv-Trio beendet

Auch zu den Spekulationen um das Offensiv-Trio Michael Olise, Harry Kane und Luis Díaz fand Hoeneß klare Worte. Berichte über einen möglichen Abgang von Olise quittierte der Ehrenpräsident mit Unverständnis und Humor. Er verwies auf die dreijährige Vertragslaufzeit des Spielers und betonte, dass der FC Bayern in der glücklichen Lage sei, über eines der weltweit besten Offensiv-Trios zu verfügen. Ein Verkauf stehe für den Verein unter keinen Umständen zur Debatte. „Wir müssten ja mit dem Klingelbeutel geschlagen sein, wenn man auch nur darüber nachdenken würde“, so Hoeneß.

Ausblick auf die Asien-Tour

Nach dem Abschluss des Trainingslagers am Tegernsee richtet sich der Fokus beim FC Bayern nun auf die anstehende Asien-Reise. Unter der Leitung von Trainer Vincent Kompany bricht der Kader am Samstag auf. Auf dem Programm stehen Testspiele gegen den Jeju SK Football Club in Südkorea sowie ein prestigeträchtiges Duell gegen den Europa-League-Sieger Aston Villa in Hongkong. Insbesondere das Aufeinandertreffen mit den Engländern gilt als erster echter Härtetest für die Mannschaft in der Vorbereitungsphase auf die neue Saison.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/lassiger-mann-im-wald-tragt-fussballtrikot-38269732/ · Foto: Omar Ramadan
Quelle: https://www.sportschau.de/regional/br/br-hoeness-unterstuetzt-uefa-infantino-wird-nicht-durchkommen-102.html