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Hockey-Frauen verlieren gegen Belgien
Sport · 22.08.2026 20:21

Hockey-Frauen verlieren gegen Belgien

Kurz: Die deutschen Hockey-Frauen haben bei der WM in Belgien und den Niederlanden das Halbfinale verpasst. Nach einer 1:3-Niederlage gegen Belgien ist der Traum vorb

Das Ende der Halbfinal-Träume

Für die deutschen Hockey-Frauen ist der ersehnte Einzug in das Halbfinale der Weltmeisterschaft, die derzeit in Belgien und den Niederlanden ausgetragen wird, in weite Ferne gerückt. Die Mannschaft von Bundestrainerin Janneke Schopmann musste am 22. August 2026 im ersten Spiel der Zwischenrunde eine bittere Niederlage hinnehmen. Gegen den Co-Gastgeber Belgien unterlag das DHB-Team mit 1:3 (0:1) und konnte damit die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Durch dieses Resultat ist der Traum von einer Medaille, auf die das deutsche Team seit dem Jahr 1998 wartet, endgültig geplatzt. Die Ausgangslage vor der Partie war bereits äußerst angespannt, da die deutsche Auswahl ohne Zähler in die Zwischenrunde gestartet war. Ein Sieg gegen den Weltranglistendritten aus Belgien galt als zwingende Voraussetzung, um die Ambitionen auf das Halbfinale aufrechtzuerhalten. Doch trotz des großen Drucks und der spielerischen Bemühungen gelang es dem Team nicht, die notwendigen Punkte einzufahren. Die Niederlage wiegt schwer, da das Erreichen des zweiten Platzes in der Gruppe F nun rechnerisch nicht mehr möglich ist, was das vorzeitige Aus im Kampf um die Medaillenränge bedeutet.

Spielverlauf und entscheidende Szenen

Die Partie fand im belgischen Wavre statt, wo die deutsche Mannschaft von Beginn an gefordert war. In der ersten Halbzeit präsentierte sich das DHB-Team zwar engagiert, konnte jedoch die sich bietenden Chancen nicht in Zählbares ummünzen. Diese mangelnde Effizienz vor dem gegnerischen Tor wurde bestraft, als Delphine Marien in der 23. Minute einen präzisen Spielzug der Belgierinnen zum 1:0-Halbzeitstand vollendete. Nach dem Seitenwechsel keimte kurzzeitig Hoffnung im deutschen Lager auf: Lisa Nolte gelang in der 32. Minute der Ausgleichstreffer durch eine erfolgreich verwandelte Strafecke. Doch die Freude währte nur kurz, denn die Antwort der Gastgeberinnen folgte postwendend. Bereits in der 34. Minute brachte Stephanie Vanden Borre Belgien erneut in Führung. In der 42. Minute erhöhte Charlotte Englebert schließlich auf 3:1, was die Vorentscheidung in dieser intensiven Begegnung bedeutete. Die deutsche Defensive fand in der Folge kein Mittel mehr, um den Rückstand zu verkürzen, sodass die Niederlage gegen den starken Weltranglistendritten besiegelt war.

Der Weg in die Zwischenrunde

Die Weltmeisterschaft in Belgien und den Niederlanden stellte für die deutschen Hockey-Frauen eine große Herausforderung dar. Der Druck war bereits vor der Zwischenrunde enorm, da die Mannschaft ohne Punkte in diese Phase des Turniers eingezogen war. Diese Konstellation zwang das Team dazu, in den verbleibenden Partien der Zwischenrunde zwingend Siege einzufahren, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren. Die Begegnung gegen Belgien war somit als Schicksalsspiel markiert. Dass die deutsche Mannschaft bereits mit einer Hypothek aus der Vorrunde in die Zwischenrunde startete, erschwerte das Unterfangen erheblich. Die taktische Vorgabe der Bundestrainerin Janneke Schopmann war darauf ausgelegt, gegen die spielstarken Belgierinnen kompakt zu stehen und eigene Nadelstiche zu setzen, doch die individuelle Klasse der Gastgeberinnen erwies sich als zu große Hürde. Die historische Durststrecke der deutschen Hockey-Frauen, die seit 1998 auf eine Medaille bei einer Weltmeisterschaft warten, setzt sich somit fort, da auch bei diesem Turnier der erhoffte große Wurf ausblieb.

Die Akteure und das Umfeld

Im Zentrum des Geschehens steht Bundestrainerin Janneke Schopmann, die das Team durch das Turnier führt und die taktische Ausrichtung verantwortet. Auf dem Platz waren Spielerinnen wie Lisa Nolte, die mit ihrem Treffer in der 32. Minute kurzzeitig für Hoffnung sorgte, gefordert. Auf der Gegenseite zeichneten sich Delphine Marien, Stephanie Vanden Borre und Charlotte Englebert als Torschützinnen für Belgien aus. Die belgische Mannschaft, die als Co-Gastgeber des Turniers auftritt, unterstrich mit diesem Sieg ihre Ambitionen und ihre Position als Weltranglistendritter. Die DHB-Auswahl, oft als die "Danas" bezeichnet, steht nun vor der Aufgabe, die Enttäuschung zu verarbeiten. Die Entscheidungsträger im deutschen Hockeyverband werden die Leistung des Teams nach dem Turnier analysieren müssen, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Die Unterstützung durch das Publikum in Wavre war für die belgische Mannschaft ein zusätzlicher Faktor, während die deutsche Auswahl vor allem gegen die Effizienz der Gastgeberinnen kämpfen musste.

Einordnung der sportlichen Situation

Einzuordnen ist das Ergebnis als deutlicher Rückschlag für das deutsche Hockey. Den Berichten zufolge war die Ausgangslage durch die Null-Punkte-Bilanz vor der Zwischenrunde denkbar ungünstig, was das Ausscheiden aus dem Halbfinalrennen letztlich logisch erscheinen lässt. Dass das Team gegen einen Weltranglistendritten wie Belgien unterliegt, ist zwar kein sportliches Debakel, doch das Verpassen des Halbfinals entspricht nicht den hohen Ansprüchen, die an das deutsche Hockey-Nationalteam gestellt werden. Die mangelnde Chancenverwertung in der ersten Halbzeit wird von Experten als einer der Hauptgründe für die Niederlage gesehen. Zudem zeigt die schnelle Reaktion der Belgierinnen nach dem Ausgleichstreffer durch Nolte, dass die deutsche Mannschaft in kritischen Momenten defensiv zu anfällig agierte. Die WM-Teilnahme ist für das Team zwar noch nicht beendet, doch das primäre Ziel, um Edelmetall zu kämpfen, ist nicht mehr erreichbar. Die Enttäuschung über das vorzeitige Aus ist im Lager des DHB groß, da die Hoffnungen auf ein Ende der langen Medaillen-Durststrecke erneut enttäuscht wurden.

Offene Fragen zum Turnierverlauf

Der Quelltext lässt einige Fragen offen, die für die weitere sportliche Bewertung von Interesse wären. So bleibt unklar, welche taktischen Umstellungen Bundestrainerin Janneke Schopmann nach dem 1:3-Rückstand vorgenommen hat, um das Spiel noch zu drehen. Auch über die personelle Situation im Kader, etwa ob es Verletzungen oder krankheitsbedingte Ausfälle gab, die die Leistung beeinflusst haben könnten, gibt der Bericht keine Auskunft. Ebenso bleibt offen, wie die Stimmung innerhalb der Mannschaft nach dem geplatzten Halbfinaltraum ist und wie die Spielerinnen mit dem psychologischen Druck umgehen. Es wird nicht erläutert, welche konkreten taktischen Defizite die Bundestrainerin in der Analyse der Vorrunde identifiziert hatte, die zu der schwierigen Ausgangslage in der Zwischenrunde führten. Zudem fehlen Informationen darüber, wie das Trainerteam die verbleibenden Spiele motivieren will, nachdem das Hauptziel des Turniers bereits verfehlt wurde.

Ausblick auf die kommenden Aufgaben

Obwohl der Traum vom Halbfinale beendet ist, endet die Weltmeisterschaft für die deutschen Hockey-Frauen nicht sofort. Das Turnier geht für die Mannschaft weiter, da noch Platzierungsspiele auf dem Programm stehen. Das nächste wichtige Datum ist der kommende Montag, an dem die deutsche Auswahl ihr zweites Spiel der Zwischenrunde gegen Spanien bestreiten wird. Die Ansetzung für diese Begegnung ist für 17 Uhr vorgesehen. Nach Abschluss der Zwischenrundenspiele stehen für die Dritt- und Viertplatzierten der Gruppen weitere Partien an. Ab dem kommenden Donnerstag werden die Gesamtplätze fünf bis acht ausgespielt. Für die deutsche Mannschaft bedeutet dies, dass sie sich nun auf diese Platzierungsspiele konzentrieren muss, um das Turnier mit einem versöhnlichen Abschluss zu beenden. Die ausstehenden Entscheidungen betreffen vor allem die taktische Aufstellung für die Partie gegen Spanien, bei der es darum gehen wird, die Moral zu festigen und das Turnier professionell zu Ende zu bringen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/intensives-eishockeyspiel-in-der-arena-von-buenos-aires-38553417/ · Foto: Gera Cejas
Quelle: https://www.sportschau.de/hockey/hockey-frauen-verlieren-gegen-belgien,hockey-wm-frauen-deutschland-belgien-100.html