News aus aller Welt
Start
Hockey-Frauen nervenstark in die Zwischenrunde
Sport · 19.08.2026 16:56

Hockey-Frauen nervenstark in die Zwischenrunde

Kurz: Mit einem 3:1-Erfolg gegen die USA sichern sich die deutschen Hockey-Frauen den Einzug in die Zwischenrunde der Weltmeisterschaft in Belgien und den Niederlande

Ein wichtiger Sieg im entscheidenden Gruppenspiel

Die deutschen Hockey-Frauen haben bei der Weltmeisterschaft, die derzeit in Belgien und den Niederlanden ausgetragen wird, ihre Nervenstärke unter Beweis gestellt und den Einzug in die Zwischenrunde perfekt gemacht. In einem hochspannenden Gruppenfinale, das für das Team von Bundestrainerin Janneke Schopman einem Alles-oder-Nichts-Spiel gleichkam, setzten sich die sogenannten "Danas" mit 3:1 gegen die Auswahl der USA durch. Nach einer durchwachsenen Vorrunde mit einem Sieg und einer Niederlage war der Druck vor der Partie groß. Mit dem Erfolg gegen den Weltranglisten-Elften sicherte sich die DHB-Auswahl den zweiten Tabellenplatz in ihrer Gruppe. Damit bleibt der Traum von der ersten WM-Medaille seit dem Jahr 1998 für das deutsche Team weiterhin lebendig. Die Spielerinnen zeigten auf dem Platz in Wavre, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen, wie dem einsetzenden Regen, in der Lage sind, ihre spielerische Dominanz in zählbare Ergebnisse umzumünzen und taktisch klug auf die Herausforderungen des Gegners zu reagieren.

Der Spielverlauf im Detail

Die Partie in Wavre begann unter regnerischen Bedingungen, wobei die deutsche Mannschaft von Beginn an eine dominante Spielweise an den Tag legte. Dennoch dauerte es bis zur 21. Minute, ehe der erste Treffer fiel. Jette Fleschütz, erst 23 Jahre alt, übernahm die Verantwortung bei einem Siebenmeter und brachte Deutschland mit etwas Glück in Führung. Nach der Halbzeitpause blieb das deutsche Team giftig in den Zweikämpfen und belohnte sich früh: In der 33. Minute bewies Co-Kapitänin Lisa Nolte ein exzellentes Gespür für die Situation und erhöhte per Abstauber auf 2:0. Zwar gelang den US-Amerikanerinnen durch eine Einzelaktion von Ashley Sessa in der 39. Minute der zwischenzeitliche Anschlusstreffer zum 1:2, doch die Antwort der Deutschen folgte prompt. Nur vier Minuten später, in der 43. Minute, trat erneut Jette Fleschütz zu einem Siebenmeter an. Mit ihrem zweiten verwandelten Strafstoß sorgte sie für den 3:1-Endstand und stellte den alten Abstand wieder her. Mit insgesamt sechs Punkten aus den Gruppenspielen zogen die "Danas" damit an den USA vorbei, die bei vier Zählern stehen blieben.

Der Weg zur Zwischenrunde

Die Ausgangslage vor dem Duell gegen die USA war für die deutsche Mannschaft klar definiert. Nach einer knappen 2:3-Niederlage gegen den amtierenden Vizeweltmeister Argentinien in einem der vorangegangenen Gruppenspiele stand das Team unter Zugzwang. Nationalspielerin Emma Davidsmeyern hatte die Stimmung im Team vor der Partie treffend zusammengefasst: Solche entscheidenden Spiele, in denen es um das Weiterkommen geht, seien genau das, worauf man als Leistungsspielerin hinarbeite und worauf man am meisten Lust habe. Diese mentale Einstellung spiegelte sich in der Entschlossenheit wider, mit der die Mannschaft auf dem Platz agierte. Dass man nun als Gruppenzweiter hinter Argentinien in die nächste Phase einzieht, ist das Resultat einer Leistungssteigerung nach der Niederlage gegen die Südamerikanerinnen. Die deutsche Mannschaft hat damit bewiesen, dass sie in der Lage ist, mit dem enormen Druck eines K.o.-Spiels innerhalb der Gruppenphase professionell umzugehen und die notwendigen taktischen Korrekturen vorzunehmen, um gegen einen physisch starken Gegner wie die USA zu bestehen.

Die Akteure und ihre Rollen

Im Zentrum des Erfolgs stand die taktische Ausrichtung von Bundestrainerin Janneke Schopman, die ihr Team optimal auf den Gegner eingestellt hatte. Auf dem Spielfeld übernahmen erfahrene und junge Spielerinnen gleichermaßen Verantwortung. Jette Fleschütz avancierte mit ihren beiden verwandelten Siebenmetern zur Matchwinnerin und bewies eine bemerkenswerte Nervenstärke in kritischen Momenten. Lisa Nolte, die als Co-Kapitänin fungierte, unterstrich ihre Bedeutung für das Team mit dem wichtigen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0. Auf der Gegenseite zeigte die US-amerikanische Spielerin Ashley Sessa mit ihrem Treffer in der 39. Minute zwar individuelle Klasse, konnte die Niederlage ihres Teams jedoch nicht abwenden. Insgesamt agierte die deutsche Auswahl als geschlossene Einheit, die sich von dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Amerikanerinnen nicht aus dem Konzept bringen ließ. Die Disziplin in der Defensive und die Effektivität bei den Standardsituationen waren die entscheidenden Faktoren, die letztlich den Ausschlag für den Erfolg und den Einzug in die nächste Turnierphase gaben.

Einordnung der sportlichen Situation

Einzuordnen ist der Erfolg der deutschen Hockey-Frauen als ein wichtiger Schritt in Richtung der Medaillenränge. Den Berichten zufolge war der Sieg gegen die USA nicht nur ein Pflichtsieg, sondern ein Zeichen für die mentale Stärke der Mannschaft. Dass man sich nach der Niederlage gegen Argentinien so zurückgemeldet hat, spricht für die Qualität des Kaders. Die Zwischenrunde ist nun ein weiteres Nadelöhr: In den zwei Gruppen, die nun gebildet werden, kommen jeweils nur die zwei besten Teams weiter, um sich für das Halbfinale zu qualifizieren. Die Konkurrenz bleibt damit extrem hoch. Dennoch hat das Team gezeigt, dass es mit den Top-Nationen mithalten kann. Die Fähigkeit, bei Siebenmetern so abgeklärt zu agieren, ist ein wertvolles Pfund für die kommenden Aufgaben. Es bleibt abzuwarten, wie das Team die physische Belastung der bisherigen Spiele wegsteckt, doch die Stimmung innerhalb der Mannschaft scheint nach dem Sieg gegen die USA deutlich gestärkt zu sein.

Offene Fragen und Ausblick

Der Quelltext lässt einige Fragen offen, die für den weiteren Turnierverlauf von Bedeutung sein könnten. So wird nicht explizit benannt, welche Gegner in der Zwischenrunde konkret auf die deutsche Mannschaft warten und an welchen Tagen diese Begegnungen stattfinden werden. Auch bleibt unklar, ob es im Kader Verletzungen oder Sperren gibt, die die Aufstellung für die kommenden Partien beeinflussen könnten. Ebenso wird nicht näher erläutert, welche taktischen Anpassungen Bundestrainerin Schopman für die nächste Phase plant, um die Defensive gegen noch stärkere Gegner zu stabilisieren. Was den weiteren Verlauf betrifft, ist der Modus klar: Die zwei besten Teams der beiden Gruppen ziehen direkt in das Halbfinale ein. Für die deutschen Hockey-Frauen bedeutet dies, dass jeder weitere Fehler im Turnierverlauf das vorzeitige Aus bedeuten könnte. Der Fokus liegt nun voll und ganz auf der Vorbereitung für die kommenden Zwischenrundenspiele, in denen die "Danas" ihre Ambitionen auf die erste WM-Medaille seit 1998 erneut unter Beweis stellen müssen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/eishockeyspiel-in-der-eisbahn-von-buenos-aires-38553224/ · Foto: Gera Cejas
Quelle: https://www.sportschau.de/hockey/hockey-frauen-nervenstark-in-die-zwischenrunde,hockey-wm-frauen-deutschland-schlaegt-usa-100.html