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heise+ | c’t-Story: Lückenbüßer und Notlügen
Technik · 02.08.2026 14:00

heise+ | c’t-Story: Lückenbüßer und Notlügen

Kurz: Die c’t-Story beleuchtet in 'Lückenbüßer und Notlügen' die Schattenseiten der IT-Welt. Ein Einblick in die Tradition der pechschwarzen Technikgeschichten.

Die Tradition der c’t-Story

Seit über 37 Jahren ist die c’t-Story ein fester Bestandteil des Magazins und mittlerweile auch auf heise+ zu finden. Diese Erzählungen zeichnen sich durch ihre besondere Tonalität aus: Sie sind mal spannend, mal bestürzend oder amüsant, folgen jedoch selten einem klassischen Happy End. Die Geschichten beleuchten die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik und bieten oft einen kritischen Blick auf die moderne IT-Welt.

Die Qualität der Beiträge wird durch ein breites Spektrum an Autoren gesichert. Hier treffen renommierte Belletristik-Profis auf Wissenschaftler sowie talentierte Science-Fiction-Debütanten. Viele der verfassten Werke wurden in den vergangenen Jahren mit bedeutenden Auszeichnungen wie dem Kurd-Laßwitz-Preis (KLP) oder dem Deutschen Science-Fiction-Preis (DSFP) gewürdigt.

Ein Einblick in 'Lückenbüßer und Notlügen'

In der aktuellen Erzählung 'Lückenbüßer und Notlügen' von Verena Wolf wird der Leser in eine Szenerie entführt, die hinter die Kulissen der IT-Branche blickt. Die Geschichte beginnt auf einer Coding Competition, dem sogenannten 'Geek Core Jam'. Solche Veranstaltungen dienen oft nicht nur dem sportlichen Wettkampf, sondern auch der Vernetzung und Akquise in einer Branche, die von einer spezifischen Dynamik geprägt ist.

Die Erzählerin beschreibt die Atmosphäre einer solchen Veranstaltung – geprägt von Glasfassaden, einer sterilen Umgebung und einer Teilnehmerstruktur, die stark von Programmierern dominiert wird. Die Geschichte thematisiert dabei die oft unbeholfene soziale Interaktion innerhalb dieser hochtechnisierten Welt und wirft Fragen nach Authentizität und den 'Notlügen' auf, die in beruflichen Kontexten genutzt werden, um sich in einer Umgebung zu behaupten, in der man sich eigentlich nicht zugehörig fühlt.

Vielfalt der Erzählungen

Die Reihe der c’t-Stories umfasst eine Vielzahl an Themen, die den Alltag und die Zukunft der Technik reflektieren. Zu den bekannten Werken gehören unter anderem:

* **Paul Kavaliro:** 'Der Android von nebenan'

* **Uwe Hermann:** 'Der emotional nicht unterstützte Staubsaugerbesitzer'

* **Werner Weiske:** 'Wie der Krieg für mich endete'

* **Karsten Lorenz:** 'Gefangen im Besprechungsraum'

* **Kris Brynn:** 'Tick, tick, tick'

* **Uwe Post:** 'Die Curryvurst-Komplikation'

* **Volker Dornemann:** 'Texas Eagle'

* **Christian Endres:** 'Rauchmelder'

* **Daniel Dislich:** 'Albert, der Geist, der in die Flasche kam'

Kontext und Bedeutung

Die Geschichten dienen als literarische Spiegelbilder der technologischen Entwicklung. Indem sie menschliche Schwächen, soziale Dynamiken und die oft unvorhersehbaren Folgen technischer Innovationen in den Mittelpunkt stellen, regen sie zur Reflexion über den eigenen Umgang mit Technik an. Die Einbettung in das heise+-Angebot unterstreicht den Anspruch, IT nicht nur technisch, sondern auch kulturell und gesellschaftlich zu beleuchten.

Die Relevanz dieser Erzählungen liegt in ihrer Fähigkeit, abstrakte technologische Trends – wie die zunehmende Automatisierung oder die Interaktion mit künstlicher Intelligenz – in greifbare, oft beklemmende oder humorvolle Szenarien zu übersetzen. Für Leser bietet dies eine Ergänzung zu den rein fachlichen Analysen und Nachrichten, die das Kerngeschäft der IT-Berichterstattung bilden.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/laptop-text-wallpaper-kopie-raum-8333070/ · Foto: Nothing Ahead
Quelle: https://www.heise.de/hintergrund/c-t-Story-Lueckenbuesser-und-Notluegen-11354488.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag_plus.beitrag_plus