Was geschehen ist – die Kernmeldung
Am 30. Oktober 2026 findet in Frankfurt am Main eine spezielle Veranstaltung für Frauen in der IT-Branche statt. Unter dem Titel „FemTech & Future – Programmiert auf Erfolg, empowered für die Zukunft“ veranstalten heise und die KfW einen gemeinsamen Workshop-Nachmittag. Das Event zielt darauf ab, die Sichtbarkeit von Fachkompetenzen in technischen Organisationen zu erhöhen. Dabei geht es explizit nicht um allgemeine Appelle, sondern um konkrete Werkzeuge und Strategien, die Teilnehmerinnen dabei helfen sollen, sich in einer von informellen Machtstrukturen geprägten Arbeitswelt besser zu behaupten. Die Veranstaltung ist kostenfrei und umfasst neben dem inhaltlichen Workshop auch Networking-Möglichkeiten, eine Paneldiskussion sowie einen Praxisvortrag aus der IT-Abteilung der KfW. Aufgrund des interaktiven Formats und der angestrebten Arbeitsweise in Kleingruppen ist die Teilnehmerzahl auf 50 Personen begrenzt. Die Plätze werden unter allen interessierten Bewerberinnen – egal ob sie sich im Studium oder bereits im Berufsleben befinden – verlost. Das Programm erstreckt sich über den gesamten Nachmittag und Abend, von 13:00 Uhr bis 20:00 Uhr, und findet in der sogenannten Green Lounge der KfW statt.
Die Einzelheiten – Zahlen, Namen und Orte
Die Veranstaltung wird von der zertifizierten Business Coach und Trainerin Fenna zur Horst geleitet, die zudem die Moderation des gesamten Tages übernimmt. Der zentrale Workshop-Block trägt den Titel „do IT right! Strategisches Networking und Sichtbarkeit in Tech-Strukturen“ und ist für den Zeitraum zwischen 15:40 Uhr und 17:00 Uhr angesetzt. Die Teilnehmerinnen erwartet dabei ein dreistufiges Ergebnis: Zunächst soll eine fundierte Analyse des eigenen beruflichen Umfelds erfolgen, um das „Spielfeld“ besser zu verstehen. Zweitens wird durch Peer-Consulting der Aufbau tragfähiger kollegialer Verbindungen gefördert. Drittens soll am Ende eine individuell anwendbare Handlungsstrategie für den Arbeitsalltag stehen. Der zeitliche Ablauf des Tages ist eng getaktet: Nach dem Beginn um 13:00 Uhr gibt es eine Kaffeepause, in der ein Mini-Quiz stattfindet, dessen Gewinnerin später ermittelt wird. Nach dem Hauptworkshop folgt um 17:00 Uhr ein Praxisvortrag aus der KfW-IT. Abgerundet wird das Programm durch eine Keynote zu Karrierewegen sowie eine Paneldiskussion zum Thema Women-in-Tech-Initiativen. Der Tag schließt ab 18:00 Uhr mit einem Get-together, das den informellen Austausch fördert. Die Anmeldung erfolgt über eine zentrale Registrierung auf der Webseite von Women in Tech by heise.
Hintergrund – Der Kontext der Veranstaltung
Die Notwendigkeit für ein solches Format ergibt sich aus einer Beobachtung der modernen Arbeitswelt in technischen Berufen. Oftmals führt exzellente fachliche Arbeit nicht automatisch zu einer entsprechenden beruflichen Anerkennung. Entscheidungen über Beförderungen, die Verteilung von Projekten oder die Zuweisung von Budgets werden in vielen Unternehmen in informellen Runden getroffen, die sich außerhalb der offiziellen Organigramme bewegen. Für Frauen in technischen Rollen stellt dies eine besondere Hürde dar, da sie in diesen informellen Zirkeln häufig unterrepräsentiert sind. Die Folge ist, dass ihre Expertise in der Wahrnehmung der Entscheider oft erklärungsbedürftiger bleibt als die ihrer männlichen Kollegen. Die Veranstaltung „FemTech & Future“ setzt genau an diesem Punkt an. Ziel ist es, die Mechanismen dieser informellen Machtstrukturen offenzulegen und den Teilnehmerinnen das Wissen an die Hand zu geben, wie sie diese Strukturen aktiv für ihre eigene Karriere nutzen können, statt von ihnen ausgeschlossen zu bleiben. Es geht um die Professionalisierung des Auftretens und die strategische Platzierung der eigenen Leistungen innerhalb der Organisation.
Die Beteiligten – Wer entscheidet und wer profitiert
Die Veranstaltung wird federführend von heise in Kooperation mit der KfW ausgerichtet. Während heise die inhaltliche Ausrichtung und die Plattform für die Vernetzung bietet, stellt die KfW mit der Green Lounge in Frankfurt den Veranstaltungsort zur Verfügung und gewährt zudem durch einen Praxisvortrag aus ihrer eigenen IT-Abteilung Einblicke in ihre internen Strukturen. Als zentrale Expertin fungiert Fenna zur Horst, die als zertifizierte Business Coach und Trainerin die inhaltliche Leitung des Workshops innehat und als Moderatorin durch den Tag führt. Zielgruppe der Veranstaltung sind Frauen, die in der IT-Branche tätig sind oder sich noch im Studium befinden. Die Entscheidung über die Teilnahme erfolgt nicht nach dem Prinzip der schnellsten Anmeldung, sondern über ein Losverfahren, um die begrenzten 50 Plätze fair unter allen Registrierten zu verteilen. Damit wird sichergestellt, dass sowohl Berufseinsteigerinnen als auch erfahrene Fachkräfte die Chance auf einen Platz erhalten, was den Austausch auf Augenhöhe innerhalb der Kleingruppen fördern soll.
Einordnung – Was das bedeutet
Den Berichten zufolge ist die Veranstaltung als Antwort auf strukturelle Ungleichheiten in der Tech-Branche zu verstehen. Einzuordnen ist das so: Die Initiative erkennt an, dass rein fachliche Qualifikation in hochkomplexen technischen Umgebungen oft nicht ausreicht, um eine Karriere erfolgreich zu gestalten. Die explizite Fokussierung auf „Sichtbarkeit“ deutet darauf hin, dass die Veranstalter eine Lücke zwischen der tatsächlichen Leistung von Frauen und deren öffentlicher Wahrnehmung in Unternehmen sehen. Die Wahl eines interaktiven Workshop-Formats mit begrenzter Teilnehmerzahl unterstreicht den Anspruch, dass es sich hierbei nicht um eine bloße Informationsveranstaltung handelt, sondern um ein Training, das auf die praktische Anwendung im Berufsalltag abzielt. Dass heise und die KfW hier gemeinsam auftreten, verleiht dem Thema eine gewisse Relevanz, da sowohl ein führendes Medienhaus als auch eine bedeutende Institution wie die KfW die Notwendigkeit betonen, Frauen in technischen Berufen aktiv zu unterstützen und ihre Karrierewege durch gezieltes Networking zu ebnen.
Offene Fragen – Was der Quelltext nicht beantwortet
Der Quelltext lässt einige Details offen, die für potenzielle Teilnehmerinnen von Interesse sein könnten. So wird nicht spezifiziert, welche konkreten Themen in der Paneldiskussion zu den „Women-in-Tech-Initiativen“ behandelt werden oder wer genau als Referent oder Diskussionspartner auf dem Panel sitzen wird. Auch bleibt unklar, welche spezifischen Karrierewege in der angekündigten Keynote beleuchtet werden – ob es sich um allgemeine Pfade oder um spezifische Erfolgsgeschichten innerhalb der KfW handelt, wird nicht ausgeführt. Zudem fehlen Angaben zur genauen Zusammensetzung der Zielgruppe, etwa ob eine bestimmte Seniorität bevorzugt wird, obwohl das Losverfahren dies theoretisch offenlässt. Auch die Kriterien für die Auswahl der Gewinnerin des Mini-Quiz werden nicht im Detail erläutert. Schließlich bleibt offen, ob das Event als einmalige Veranstaltung geplant ist oder ob heise und die KfW eine langfristige Reihe von Workshops anstreben, um die behandelten Themen der Sichtbarkeit und des strategischen Networkings nachhaltig in der Branche zu etablieren.
Wie es weitergeht – Angekündigte Schritte
Nach der Veröffentlichung der Informationen am 19. August 2026 läuft nun die Phase der Registrierung. Interessierte Frauen in der IT sind dazu aufgerufen, sich über die entsprechende Seite von Women in Tech by heise für das Event anzumelden. Da die Plätze auf 50 begrenzt sind und verlost werden, ist der nächste entscheidende Schritt für die Bewerberinnen die Benachrichtigung über den Ausgang des Losverfahrens. Der 30. Oktober 2026 markiert den eigentlichen Termin des Workshop-Nachmittags in der Frankfurter Green Lounge der KfW. Nach dem Ende der Veranstaltung um 20:00 Uhr wird sich zeigen, inwieweit die vermittelten Strategien und das Peer-Consulting Früchte tragen. Weitere Informationen zum Format und zum Ablauf sind auf den offiziellen Seiten von heise verfügbar. Da die Links zu den Artikeln laut den Angaben nach sieben Tagen oder bei zu hoher Aufrufzahl ihre Gültigkeit verlieren, ist eine zeitnahe Information über die heise-Plattform für Interessierte ratsam, um den Prozess der Anmeldung nicht zu verpassen.