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Handheld-Konsole: Lenovo Legion Go nach Bios-Update unbrauchbar
Technik · 07.08.2026 09:36

Handheld-Konsole: Lenovo Legion Go nach Bios-Update unbrauchbar

Kurz: Ein fehlerhaftes BIOS-Update macht das Lenovo Legion Go für viele Nutzer unbrauchbar. Betroffene Geräte starten nach der Installation nicht mehr.

Kritischer Systemausfall nach Firmware-Aktualisierung

Besitzer der Handheld-Konsole Lenovo Legion Go sehen sich derzeit mit einem schwerwiegenden technischen Defekt konfrontiert. Berichten zufolge führt das offizielle BIOS-Update mit der Versionsnummer N3CN42WW bei einer Vielzahl von Geräten zu einem vollständigen Systemausfall. Nach der Installation der Firmware verweigert das Betriebssystem den Start, wodurch die Konsole für den Anwender faktisch unbrauchbar wird.

Die Symptomatik ist dabei eindeutig: Nach dem Update reagieren die betroffenen Geräte nicht mehr auf den normalen Startvorgang. Lediglich die LED-Beleuchtung der abnehmbaren Controller sowie der Power-Button zeigen noch Anzeichen einer Stromzufuhr. Von diesem Fehler sind sowohl das Standardmodell als auch die leistungsstärkere Variante mit dem AMD Z1 Extreme Prozessor betroffen.

Ursachen und betroffene Anwendergruppen

Das Lenovo Legion Go, das Ende 2023 als Konkurrent zu Geräten wie dem Steam Deck oder dem Asus ROG Ally auf den Markt kam, setzt auf Windows 11 und AMD-Hardware. Dass ausgerechnet ein offizielles Update für den Totalausfall sorgt, sorgt in der Community für Unmut. Besonders brisant: Die betroffenen Nutzer geben an, sämtliche offiziellen Vorgaben des Herstellers strikt eingehalten zu haben. So sei das Gerät während des gesamten Update-Prozesses durchgehend am Stromnetz angeschlossen gewesen, und manuelle Eingriffe oder Neustarts seien während der Installation unterlassen worden.

Da es sich um einen Fehler handelt, der direkt durch eine vom Hersteller bereitgestellte Datei ausgelöst wurde, stellt sich die Frage nach der Haftung. Während Kunden, deren Gerät noch unter die Garantiezeit fällt, eine kostenfreie Instandsetzung in Anspruch nehmen können, sieht die Situation für Nutzer außerhalb dieses Zeitraums deutlich schwieriger aus.

Hohe Reparaturkosten belasten Kunden

Für Besitzer, deren Garantie bereits abgelaufen ist, stellt der Defekt eine erhebliche finanzielle Belastung dar. In verschiedenen Online-Foren berichten Betroffene von Kostenvoranschlägen seitens Lenovo, die sich auf etwa 237 Euro belaufen. Angesichts eines ursprünglichen Anschaffungspreises von rund 800 Euro entspricht dies einem signifikanten Wertverlust, der durch eine fehlerhafte Softwareaktualisierung verursacht wurde.

Empfehlungen und Ausblick

Innerhalb der Nutzergemeinschaft wird derzeit eindringlich davor gewarnt, die Firmware-Version N3CN42WW zu installieren. Anwender raten dazu, den Update-Prozess bis auf Weiteres auszusetzen, bis Lenovo eine korrigierte und fehlerfreie Version der Firmware zur Verfügung stellt.

Einige technisch versierte Nutzer haben zwar bereits eigene Methoden entwickelt, um die Firmware manuell zurückzusetzen, doch diese Vorgehensweise ist komplex und für Laien mit erheblichen Risiken verbunden, die bis zum vollständigen Hardware-Defekt führen können.

Bislang liegt keine offizielle Stellungnahme von Lenovo zu den Vorfällen vor. Es bleibt daher unklar, ob und wann der Hersteller eine Lösung für das Problem anbieten wird. Auch das exakte Ausmaß des Fehlers lässt sich derzeit nicht beziffern. Während die Berichte in Fachforen die Probleme bestätigen, ist eine offizielle Bestätigung für einen generellen Firmware-Fehler durch die Fachpresse noch ausstehend. Die Anzahl der betroffenen Geräte im Verhältnis zu den gesamten Verkaufszahlen wird derzeit als eher gering eingeschätzt, dennoch bleibt die Situation für die unmittelbar betroffenen Nutzer ungelöst.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/laptop-usb-technologie-finger-20123832/ · Foto: Aleksander Dumała
Quelle: https://www.golem.de/news/handheld-konsole-lenovo-legion-go-nach-bios-update-unbrauchbar-2608-211696.html