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Handball-Bundesliga: HSG Wetzlar ohne Chance in Berlin
Regional · 25.10.2026 18:33

Handball-Bundesliga: HSG Wetzlar ohne Chance in Berlin

Kurz: Die HSG Wetzlar bleibt in der Handball-Bundesliga weiter sieglos. Auch bei den Füchsen Berlin gab es für die Mittelhessen eine deutliche 30:36-Niederlage.

Ein gebrauchter Sonntag in der Hauptstadt

Die HSG Wetzlar hat in der Handball-Bundesliga einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Am vergangenen Sonntag trat der hessische Traditionsverein in der Fremde gegen die Füchse Berlin an. Die Partie endete aus Sicht der Gäste mit einer deutlichen 30:36-Niederlage, wobei bereits der Halbzeitstand von 14:18 aus Wetzlarer Sicht eine klare Sprache sprach. Mit diesem Ergebnis bleibt die Mannschaft aus Mittelhessen auch nach dem zehnten Spieltag der laufenden Saison sieglos am Tabellenende der höchsten deutschen Spielklasse. Die Begegnung in Berlin verdeutlichte die aktuelle Diskrepanz zwischen den Ambitionen der Berliner und der prekären sportlichen Lage der Wetzlarer, die derzeit mit einer Vielzahl an Problemen zu kämpfen haben. Trotz kämpferischer Ansätze war der Klassenunterschied über die gesamte Spielzeit hinweg deutlich sichtbar, sodass die Niederlage letztlich als erwartbar und folgerichtig eingestuft werden muss.

Die statistische Aufarbeitung der Partie

Die nackten Zahlen der Begegnung spiegeln die Dominanz der Gastgeber wider. Während die Füchse Berlin insgesamt 36 Treffer erzielten, kam die HSG Wetzlar auf 30 Tore. Besonders bei den Berlinern stach Mathias Gidsel mit einer beeindruckenden Ausbeute von 12 Toren heraus. Unterstützt wurde er dabei von Prantner und Gröndahl, die jeweils fünf Treffer beisteuerten. Weitere Tore für die Berliner erzielten Zaepfel (4), Wiede (2), Arino (2), Langhoff (2), Marsenic (2) sowie Palicka (2). Auf der Gegenseite war Dominik Mappes mit sieben Treffern der erfolgreichste Werfer für die HSG Wetzlar. Kirschner und Soler konnten jeweils sechs Tore verbuchen. Ergänzt wurde das Wetzlarer Ergebnis durch Piroch (3), Simic (2), Mraz (2), Kompenhans (2), Akakpo (1) und Nafea (1). Die hohe Anzahl an Gegentoren sowie die mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive gegen eine gut sortierte Berliner Defensive waren die entscheidenden Faktoren für den Ausgang dieser einseitigen Partie.

Personelle Engpässe belasten den Saisonverlauf

Die Ausgangslage für die HSG Wetzlar war bereits vor dem Anpfiff in der Hauptstadt äußerst schwierig. Ein besonderer Wermutstropfen war der Ausfall von Neu-Nationalspieler Niklas Theiß, der der Mannschaft in dieser ohnehin schon angespannten Phase schmerzlich fehlte. Der Kader der Mittelhessen ist derzeit nicht nur durch eine sportliche Krise, sondern auch durch eine Serie von Verletzungen stark dezimiert. Dies erschwert es dem Trainerteam massiv, eine stabile Formation auf das Parkett zu bringen, die über 60 Minuten mit einem Spitzenteam wie den Füchsen Berlin hätte mithalten können. Die personelle Ausdünnung zieht sich bereits wie ein roter Faden durch die bisherigen zehn Spieltage, was die Suche nach dem ersten Saisonsieg zu einer immer größeren Herausforderung macht. Die Mannschaft wirkt aktuell nicht in der Lage, die Ausfälle adäquat zu kompensieren, was sich in der fehlenden Konstanz während der Spiele niederschlägt.

Einordnung der aktuellen sportlichen Lage

Den Berichten zufolge ist die Situation der HSG Wetzlar als äußerst kritisch einzustufen. Nach zehn absolvierten Spieltagen ohne einen einzigen Sieg festigt das Team den letzten Tabellenplatz. Einzuordnen ist das so: Die sportliche Substanz der Mannschaft reicht derzeit nicht aus, um in der Handball-Bundesliga gegen etablierte Top-Teams wie die Füchse Berlin zu bestehen. Die Berliner hingegen unterstrichen mit ihrem souveränen Auftritt ihre Ambitionen und zeigten, warum sie in der Tabelle deutlich weiter oben rangieren. Für Wetzlar bedeutet dies, dass der Druck vor den kommenden Aufgaben massiv zunimmt. Die spielerische Qualität, die in der vergangenen Saison noch für ein gesichertes Mittelfeld reichte, lässt das Team derzeit vermissen. Die Niederlage in Berlin ist somit kein Ausreißer, sondern ein Spiegelbild der bisherigen Saisonleistung, die durch Verletzungssorgen und mangelndes Selbstvertrauen geprägt ist.

Offene Fragen und der Blick nach vorn

Der vorliegende Quelltext lässt einige entscheidende Fragen unbeantwortet. So bleibt unklar, wie lange der Ausfall von Niklas Theiß genau andauern wird und welche weiteren Akteure derzeit verletzungsbedingt pausieren müssen. Auch zur internen Aufarbeitung der Niederlage sowie zu möglichen Konsequenzen oder Veränderungen im Trainingsbetrieb gibt es keine Informationen. Ebenso wird nicht thematisiert, welche konkreten taktischen Anpassungen das Trainerteam für die kommenden Spieltage plant, um die Sieglos-Serie endlich zu beenden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die HSG Wetzlar in den nächsten Wochen präsentiert und ob eine Rückkehr verletzter Leistungsträger für die nötige Wende sorgen kann. Der Terminkalender der Handball-Bundesliga lässt den Hessen kaum Zeit zur Regeneration, da der Kampf um den Klassenerhalt mit jedem weiteren Spieltag ohne Punktgewinn an Intensität gewinnt. Die Verantwortlichen stehen nun vor der schwierigen Aufgabe, die Mannschaft mental wieder aufzubauen und Lösungen für die eklatanten Defizite zu finden.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/historisches-gebaude-in-berlin-unter-klarem-himmel-37290988/ · Foto: Claudia Solano
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-handball-bundesliga-hsg-wetzlar-ohne-chance-in-berlin-102.html