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Gesa Krause: Medaille oder Enttäuschung
Technik · 06.08.2026 13:22

Gesa Krause: Medaille oder Enttäuschung

Kurz: Gesa Krause blickt auf die Leichtathletik-EM in Birmingham. Mit 34 Jahren fühlt sich die Hindernisläuferin in Topform und peilt ihr drittes EM-Gold an.

Ambitionen bei der Leichtathletik-EM in Birmingham

Die Hindernisläuferin Gesa Krause steht vor einer sportlichen Herausforderung: Bei den anstehenden Europameisterschaften in Birmingham möchte die Athletin aus Mittelhessen ihre Medaillensammlung erweitern. Nach ihren Erfolgen in den Jahren 2016 und 2018 strebt sie nun ihr drittes EM-Gold an. Die Vorbereitungen verliefen vielversprechend, und die 34-Jährige zeigt sich kurz vor dem Start angriffslustig.

Form und mentale Stärke

Krause betont, dass sowohl ihre körperliche Verfassung als auch ihre mentale Einstellung optimal seien. Nach den bisherigen Wettkämpfen in dieser Saison fühlt sie sich in ihrer Grundschnelligkeit und Ausdauer bestätigt. Auch die spezifische Belastung der Hindernisdistanz bereitet ihr keine Sorgen. Den letzten Feinschliff vor dem Vorlauf am EM-Eröffnungstag nutzt sie, um ihre Bestform abzurufen. Dass sie in der Lage ist, Topleistungen zu erbringen, bewies sie eindrucksvoll bei den deutschen Meisterschaften in Wattenscheid. Mit einer Zeit von 9:24,40 Minuten über 3.000 Meter Hindernis sicherte sie sich nicht nur den nationalen Titel, sondern lief zudem eine persönliche Bestzeit für nationale Titelkämpfe.

Sportliche Ziele und Erwartungshaltung

Die Zielsetzung für Birmingham ist klar definiert: Krause möchte eine Medaille gewinnen. Alles andere wäre für die Athletin eine deutliche Enttäuschung. Dabei macht sie keinen Hehl daraus, dass sie Gold präferiert. Sie geht mit der Erfahrung aus zwei EM-Titeln in den Wettbewerb, sieht sich jedoch in einer neuen Rolle, da sie mittlerweile den Alltag als Leistungssportlerin mit dem Leben als Mutter vereint. Seit 2023 begleitet sie ihre Tochter Lola durch den Trainingsalltag. Dass das Kind mittlerweile den Kindergarten besucht, bezeichnet Krause als eine enorme Erleichterung für ihre sportliche Planung.

Rückkehr zur Kernkompetenz

Nach der Weltmeisterschaft 2025 in Tokio hatte sich Krause zeitweise neuen Herausforderungen gewidmet und in den Straßenlauf investiert. Beim Berliner Halbmarathon erzielte sie mit 1:08:59 Stunden ein beachtliches Ergebnis. Ein anschließender Versuch, auf der Marathondistanz Fuß zu fassen, verlief jedoch anders als erhofft. Beim Debüt in Valencia im Dezember 2025 musste sie das Rennen nach 34 Kilometern erschöpft abbrechen. Krause reflektiert diesen Ausflug kritisch: Sie habe die Schwierigkeit des Spagats zwischen Mittelstrecke und Marathon unterschätzt. Dennoch sieht sie die Erfahrung als wertvolle Basis. Ihr Herz schlägt jedoch weiterhin für die Hindernisstrecke. Sie betont ihre Identität als Hindernisläuferin und hat sich dazu entschlossen, dieser Disziplin bis zu den Olympischen Spielen treu zu bleiben.

Alter als bloße Zahl

Mit 34 Jahren zählt Krause gemeinsam mit der Titelverteidigerin Alice Finot, die 35 Jahre alt ist, zu den erfahrensten Athletinnen im Teilnehmerfeld. Krause sieht in ihrem Alter jedoch keinen Nachteil. Vielmehr empfindet sie ihre aktuelle körperliche Verfassung als so gut wie nie zuvor. Das Alter betrachtet sie lediglich als eine Zahl auf dem Papier, während sie sich in der Konkurrenz der Hindernisläuferinnen vollkommen zugehörig fühlt. Die kommenden Tage in Birmingham werden zeigen, ob sie ihre Ambitionen in die Tat umsetzen kann.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/jung-portrat-glucklich-frohlich-6345367/ · Foto: https://kaboompics.com/
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-gesa-krause-medaille-oder-enttaeuschung-102.html