News aus aller Welt
Start
Frank Beard gestorben: Sein Backbeat prägte ZZ Top
Kultur · 18.08.2026 22:55

Frank Beard gestorben: Sein Backbeat prägte ZZ Top

Kurz: Die Rockwelt trauert um eine Legende: Frank Beard, der langjährige Schlagzeuger von ZZ Top, ist im Alter von 77 Jahren auf seiner Ranch verstorben.

Ein schwerer Verlust für die Rockmusik

Die Musikwelt nimmt Abschied von einem ihrer prägenden Rhythmusgeber. Frank Beard, das langjährige Gründungsmitglied und der Schlagzeuger der legendären texanischen Rockband ZZ Top, ist am 17. August verstorben. Er erreichte ein Alter von 77 Jahren. Die Nachricht von seinem Tod löste in der internationalen Musikszene große Anteilnahme aus, da Beard nicht nur als Musiker, sondern auch als prägende Persönlichkeit einer Ära galt, die den Bluesrock maßgeblich mitgestaltet hat. Der Schlagzeuger verstarb im Kreise seiner Familie auf seiner Ranch in Richmond, Texas. Wie der Sprecher der Band, Bob Merlis, bekannt gab, befand sich Beard zuletzt in einem Hospiz. Die Nachricht über seinen Tod markiert das Ende einer Ära für eine der beständigsten Bands der Rockgeschichte, deren Sound über Jahrzehnte hinweg durch Beards unverkennbaren Backbeat definiert wurde. Während die Band in den vergangenen Jahren bereits mit gesundheitlichen Herausforderungen innerhalb ihrer Besetzung zu kämpfen hatte, trifft dieser Verlust die Anhänger der Gruppe nun besonders schwer. Die Nachricht verbreitete sich schnell, nachdem sein langjähriger Weggefährte Billy Gibbons die Öffentlichkeit über den Verlust informierte.

Die Details zum Abschied einer Legende

Die offizielle Bestätigung des Todes erfolgte durch Billy Gibbons, den Sänger und Gitarristen von ZZ Top, der sich via Instagram an die Öffentlichkeit wandte. In seiner bewegenden Mitteilung würdigte Gibbons den Verstorbenen als einen seiner besten Freunde und beschrieb ihn als einen der innovativsten Schlagzeuger, die die Musikwelt je hervorgebracht habe. Er bezeichnete Beard zudem als einen „wahren Sohn von Texas“. Frank Beard wurde im Jahr 1949 in Frankston, Texas, geboren und widmete sein Leben der Musik. Seit den frühen Sechzigerjahren war er in verschiedenen musikalischen Formationen aktiv, die sich vornehmlich im Bereich des Bluesrock bewegten. Im Jahr 1969 schloss er sich dann mit Billy Gibbons und dem Bassisten Dusty Hill zusammen, um die Band ZZ Top zu gründen. Ein bemerkenswertes Detail in der Bandgeschichte bleibt, dass Beard trotz der ikonischen Bärte, die Gibbons und Hill später zu ihrem Markenzeichen machten, stets auf einen solchen Bart verzichtete. Über die genaue Todesursache des Musikers wurde zunächst nichts bekannt gegeben. Die Nachricht über sein Ableben folgt auf eine Zeit, in der er bereits aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an den jüngsten Tourneen der Band teilnehmen konnte.

Der Weg zum Erfolg und die musikalische Entwicklung

Die Geschichte von ZZ Top ist untrennbar mit dem Namen Frank Beard verbunden. Nach der Gründung im Jahr 1969 entwickelte sich das Trio schnell zu einer festen Größe in der amerikanischen Musiklandschaft. Der kommerzielle Durchbruch gelang der Band im Jahr 1973 mit der Veröffentlichung ihres dritten Studioalbums „Tres Hombres“, das heute als absoluter Klassiker des Genres gilt. Im Laufe ihrer Karriere vollzog die Gruppe eine bemerkenswerte musikalische Transformation. Sie entwickelte sich von ihren ursprünglichen Bluesrock-Wurzeln hin zu einem Sound, der zunehmend mit elektronischen Effekten angereichert wurde und sich in Richtung Pop-Rock bewegte. Diese stilistische Wandlung, gepaart mit einer Reihe von komödiantischen und visuell einprägsamen Musikvideos, machte ZZ Top in der Anfangsphase des Musiksenders MTV zu einem globalen Aushängeschild. Frank Beard war dabei stets das rhythmische Fundament. Sein charakteristischer Backbeat war laut Billy Gibbons der entscheidende Schlüssel, um ZZ Top über Jahrzehnte hinweg an der Spitze der Rockmusik zu halten. Diese musikalische Beständigkeit sicherte der Band nicht nur eine treue Fangemeinde, sondern auch einen festen Platz in der Rock-Historie.

Die Akteure und das personelle Gefüge

Die Band ZZ Top hat in den letzten Jahren einige personelle Veränderungen durchlaufen, die den Zusammenhalt der Gruppe auf die Probe stellten. Ein besonders einschneidendes Ereignis war der Tod des Bassisten Dusty Hill im Jahr 2021, der im Alter von 72 Jahren verstarb. Für ihn trat Elwood Francis in die Band ein, um die Lücke zu füllen. Mit dem Tod von Frank Beard verliert die Band nun ein weiteres Gründungsmitglied. Billy Gibbons ist damit das letzte verbliebene Mitglied der ursprünglichen Besetzung, die 1969 zusammenfand. Die Band befindet sich aktuell auf der „The Big One!“-Tour, wobei der Gesundheitszustand von Beard bereits im Vorfeld dazu geführt hatte, dass er an den jüngsten Auftritten nicht mehr mitwirken konnte. Die institutionelle Struktur der Band, repräsentiert durch Sprecher wie Bob Merlis, hat die Aufgabe, die Kommunikation in dieser schwierigen Phase zu koordinieren. Die Familie von Beard, die ihn in seinen letzten Stunden auf der Ranch in Richmond begleitete, steht im Zentrum der privaten Trauer, während die Musikwelt den Verlust eines Mannes betrauert, der als „wahrer Sohn von Texas“ das kulturelle Erbe seines Heimatstaates weltweit repräsentiert hat.

Einordnung der Bedeutung für die Rockgeschichte

Einzuordnen ist der Tod von Frank Beard als ein bedeutender Einschnitt in die Geschichte des amerikanischen Bluesrock. Den Berichten zufolge war Beard nicht nur ein technischer Begleiter, sondern ein innovativer Geist, der es verstand, den Sound einer Band über Jahrzehnte hinweg zu modernisieren, ohne dabei die Wurzeln zu verlieren. Die Transformation von einer klassischen Blues-Formation zu einer Band, die elektronische Elemente in den Mainstream-Rock integrierte, ist maßgeblich mit seiner rhythmischen Arbeit verbunden. Kritiker und Fans betonen gleichermaßen, dass sein Spiel eine unverwechselbare Handschrift trug, die ZZ Top von anderen Bands der Ära unterschied. Dass die Band trotz der personellen Veränderungen nach dem Tod von Dusty Hill und nun nach dem Tod von Beard weiterhin als kulturelle Institution wahrgenommen wird, spricht für die Stärke des Fundaments, das Beard mitgelegt hat. Die Tatsache, dass er in einem Hospiz verstarb, deutet darauf hin, dass sein Gesundheitszustand bereits seit geraumer Zeit Anlass zur Sorge gab, was die Absage von Konzerten, wie etwa Anfang August in Los Angeles, in einen nachvollziehbaren Kontext rückt.

Lücken und offene Fragen zur Zukunft

Der vorliegende Quelltext lässt einige Fragen offen, die für die weitere Entwicklung der Band von zentraler Bedeutung sein könnten. So wird über die konkrete Todesursache von Frank Beard nichts mitgeteilt, was Raum für Spekulationen lässt, die jedoch durch die offizielle Kommunikation der Band bisher nicht adressiert wurden. Ebenso bleibt unklar, wie die Band ZZ Top mit dem Verlust des letzten Gründungsmitglieds neben Billy Gibbons umgehen wird. Es gibt keine Informationen darüber, ob die aktuelle „The Big One!“-Tour fortgesetzt wird oder ob die Band nach diesem schweren Schlag eine längere Pause einlegen wird. Auch die Zukunft der musikalischen Aktivitäten von Billy Gibbons und Elwood Francis bleibt in diesem Kontext unerwähnt. Ob es bereits Pläne für eine offizielle Gedenkfeier gibt oder wie das Erbe von Beard innerhalb der Bandstruktur gewürdigt werden soll, ist derzeit nicht bekannt. Die Lücke, die der Verlust eines so prägenden Schlagzeugers hinterlässt, ist musikalisch wie persönlich immens, und der Quelltext liefert keine Hinweise darauf, ob ein Ersatz für die laufende Tournee in Betracht gezogen wird oder ob die Band ihre Aktivitäten in der aktuellen Besetzung neu bewerten muss.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/treppe-stufen-stadt-himmel-16721695/ · Foto: Nevtuğ Yalçın
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/musik-und-buehne/frank-beard-zz-top-trauert-um-seinen-schlagzeuger-201138629.html