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Donnerstag: EU für Alternativ-KI in WhatsApp, Einsparung mit autonomer Lieferung
Technik · 16.04.2026 06:15

Donnerstag: EU für Alternativ-KI in WhatsApp, Einsparung mit autonomer Lieferung

Kurz: Die EU fordert Meta auf, alternative KI in WhatsApp zuzulassen. Zudem könnten autonome Lieferungen die Kosten drastisch senken.

EU fordert Meta zur Zulassung alternativer KI in WhatsApp

Die Europäische Kommission hat Meta Platforms, dem Mutterkonzern von Facebook, Anweisungen gegeben, konkurrierende KI-Chatbots in seinem Messenger-Dienst WhatsApp zuzulassen. Diese Maßnahme folgt auf eine Untersuchung, die ergab, dass Meta den Zugang zu wichtigen Daten für Drittanbieter erschwert und damit möglicherweise gegen EU-Wettbewerbsregeln verstößt.

Hintergrund der Entscheidung

Die EU-Kommission hat festgestellt, dass die Gebührenpolitik von Meta für die Nutzung von KI-Assistenten in WhatsApp den Zugang für Drittanbieter stark einschränkt. Dies könnte als ein Versuch gewertet werden, Wettbewerber auszuschließen. Nach Druck seitens der EU hatte Meta im März 2023 zwar temporär alternative KI-Assistenten zugelassen, jedoch gegen eine Gebühr. Diese Maßnahme hat jedoch nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt, sodass die Kommission nun weitere Schritte einleitet.

Drohungen und Konsequenzen

Sollte Meta weiterhin gegen die Wettbewerbsregeln verstoßen, droht die EU mit Zwangsmaßnahmen. Die Kommission verlangt, dass die gleichen Bedingungen für Drittanbieter wie vor dem 15. Oktober 2025 wiederhergestellt werden. Diese Vorgabe könnte weitreichende Auswirkungen auf den Markt für KI-Chatbots haben, da sie den Wettbewerb fördern und Innovationen begünstigen soll.

Einsparungen durch autonome Lieferung

Parallel zu den Entwicklungen bei Meta zeigt eine Untersuchung einer britischen Großbank, dass autonome Lebensmittel-Lieferungen kostengünstiger sind als herkömmliche Liefermethoden. Diese Erkenntnis könnte erhebliche Auswirkungen auf die Lieferbranche haben.

Kostenvorteile von Robotern und Drohnen

Aktuelle Daten zeigen, dass die Kosten für die Lieferung von Lebensmitteln durch Roboter oder Drohnen in Märkten mit hohen Löhnen zwischen 5 und 7 US-Dollar pro Auftrag liegen. Im Vergleich dazu sind die Kosten für menschliche Lieferanten um 3 bis 4 US-Dollar höher. Finanzexperten der britischen Großbank Barclays prognostizieren, dass die Kosten für autonome Lieferungen langfristig auf nur noch 1 US-Dollar pro Bestellung sinken könnten. Dies würde in Hochlohnländern Einsparungen von bis zu 9 US-Dollar pro Lieferung ermöglichen.

Potenzial für Lieferdienste

Obwohl autonome Lieferungen derzeit noch selten sind, haben Unternehmen, die diese Technologien bereits testen oder einsetzen, das Potenzial, erheblich von den Kostensenkungen zu profitieren. Roboter und Drohnen könnten die Effizienz in der Lieferkette steigern und gleichzeitig die Betriebskosten senken.

Entlassungen bei Snapchat

In einem weiteren Schritt zur Kostensenkung hat Snap, die Muttergesellschaft von Snapchat, angekündigt, etwa 1.000 Mitarbeiter zu entlassen. Dies entspricht rund 16 Prozent der weltweiten Belegschaft. Die Entscheidung wurde getroffen, um die Profitabilität des Unternehmens zu verbessern und die Effizienz zu steigern.

Fortschritte in der KI

Snap-CEO Evan Spiegel hat betont, dass die Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz es den Mitarbeitern ermöglichen, schneller zu arbeiten und repetitive Aufgaben zu reduzieren. Diese Effizienzgewinne rechtfertigen die Entlassungen, die notwendig sind, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu sichern.

Gesetzesinitiative in Maine

In den USA plant der Bundesstaat Maine als erster, ein vollständiges Verbot für die Errichtung neuer Rechenzentren einzuführen. Dieses Verbot betrifft Einrichtungen mit einem Stromverbrauch von mehr als 20 Megawatt und soll bis November 2027 in Kraft treten. Allerdings bedarf es noch der Zustimmung der Gouverneurin von Maine, Janet Mills.

Hintergrund des Verbots

Diese Gesetzesinitiative ist Teil einer breiteren Bewegung gegen den Bau von KI-Rechenzentren, insbesondere aufgrund des hohen Strombedarfs, den diese Einrichtungen mit sich bringen. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, könnte Maine als Vorreiter in der Regulierung von Rechenzentren gelten.

Weitere Entwicklungen in der Tech-Branche

In der heutigen Nachrichtensendung #heiseshow werden verschiedene Themen behandelt, darunter die Speicherkrise bei Microsoft und Apple sowie die Pläne Europas für bemannte Mondmissionen. Auch die Zulassung von Teslas „Full Self Driving“ in den Niederlanden wird diskutiert, was einen wichtigen Schritt für autonomes Fahren in Europa darstellt.

Schlussfolgerung

Die Entwicklungen in der Tech-Branche zeigen sowohl Fortschritte als auch Herausforderungen auf. Die EU versucht, den Wettbewerb im Bereich der KI zu fördern, während Unternehmen wie Snap und Lieferdienste durch technologische Innovationen und Kostensenkungen reagieren. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu beobachten, wie sich diese Trends weiterentwickeln und welche Auswirkungen sie auf den Markt haben werden.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/34803979/ · Foto: Daniil Komov
Quelle: https://www.heise.de/news/Donnerstag-EU-fuer-Alternativ-KI-in-WhatsApp-Einsparung-mit-autonomer-Lieferung-11259755.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag