Hochkarätige Testspiele auf dem Weg zur WM 2027
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen hat ihre nächsten Schritte in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien geplant. Nachdem das Team von Bundestrainer Christian Wück die Qualifikation für das Turnier bereits erfolgreich gemeistert hat, stehen im Oktober zwei bedeutende Härtetests auf dem Programm. Die DFB-Auswahl trifft dabei auf zwei international renommierte Gegner: Australien und den amtierenden Asienmeister Japan.
Diese Begegnungen dienen dem Trainerstab dazu, den aktuellen Leistungsstand zu prüfen und taktische Varianten unter Wettkampfbedingungen zu testen. Da die Qualifikationsphase bereits abgeschlossen ist, kann sich die Mannschaft ohne den üblichen Ergebnisdruck auf die Weiterentwicklung des Kaders konzentrieren.
Die Spielorte: Karlsruhe und Bremen
Der erste Härtetest findet am 9. Oktober in Karlsruhe statt. Die Partie gegen Australien markiert eine besondere Rückkehr, denn es handelt sich um den ersten Auftritt der deutschen Frauen-Nationalmannschaft in der Stadt seit zwei Jahrzehnten. Die letzte Begegnung an diesem Standort datiert aus dem November 2006, als die deutsche Auswahl in einem torreichen Spiel gegen Japan mit 6:3 gewann. Anpfiff der Partie im Oktober ist um 20.30 Uhr; das ZDF überträgt das Spiel live.
Nur vier Tage später, am 13. Oktober, folgt das zweite Duell gegen Japan in Bremen. Für die DFB-Frauen ist dies erst der zweite Auftritt im Weserstadion. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die laufenden Instandsetzungsarbeiten am Stadion bis zu diesem Termin abgeschlossen sein werden. Hintergrund der Arbeiten ist ein Zwischenfall Anfang Juli, bei dem im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen im VIP-Bereich eine tragende Säule beschädigt worden war. Die Partie beginnt um 17.45 Uhr und wird live im Ersten sowie über das Online-Angebot der Sportschau übertragen.
Strategische Ausrichtung unter Christian Wück
Bundestrainer Christian Wück betont den Charakter dieser Länderspiele als Vorbereitungsmaßnahmen. Da das Ticket für die WM 2027 bereits gelöst ist, bietet sich dem Trainerteam ein wertvolles Zeitfenster, um personelle und taktische Experimente zu wagen. Wück äußerte sich dahingehend, dass man die kommenden Partien nutzen werde, um gezielt Dinge auszuprobieren.
Die Mannschaft befindet sich nach dem erfolgreichen Abschluss der Qualifikationsphase, die unter anderem durch einen verdienten Sieg gegen Norwegen und einen abschließenden Erfolg gegen Slowenien geprägt war, in einer Phase der Konsolidierung. Der Fokus liegt nun darauf, die spielerische Identität weiter zu schärfen, um bei der Weltmeisterschaft in Brasilien bestmöglich vorbereitet anzutreten. Die Duelle gegen physisch starke Australierinnen und technisch versierte Japanerinnen bieten hierfür den idealen Rahmen, um das deutsche Spiel gegen unterschiedliche internationale Stile zu kalibrieren.