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Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit - Fast die Hälfte der jungen Männner in Deutschland konsumiert zeitweise exzessiv Alkohol
Schlagzeilen · 03.09.2026 11:56

Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit - Fast die Hälfte der jungen Männner in Deutschland konsumiert zeitweise exzessiv Alkohol

Kurz: Eine aktuelle Erhebung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zeigt: Fast jeder zweite junge Mann in Deutschland trinkt zeitweise exzessiv Alkohol.

Was geschehen ist – die Kernmeldung

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit hat alarmierende Zahlen zum Alkoholkonsum junger Erwachsener in Deutschland veröffentlicht. Wie aus einer repräsentativen Befragung hervorgeht, neigen junge Männer im Alter zwischen 18 und 25 Jahren weiterhin in hohem Maße zu exzessivem Alkoholkonsum. Die Daten, die im September 2026 publik wurden, verdeutlichen, dass das sogenannte Rauschtrinken in dieser Altersgruppe nach wie vor weit verbreitet ist. Fast die Hälfte der befragten Männer gab an, in den untersuchten Zeiträumen exzessiv Alkohol zu konsumieren. Während der allgemeine Trend zum regelmäßigen Trinken zwar rückläufig ist, bleibt die Intensität bei denjenigen, die konsumieren, ein zentrales gesundheitspolitisches Problem. Die Erhebung liefert damit ein detailliertes Bild über das Trinkverhalten einer Generation, die sich mit veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und den Nachwirkungen der Pandemiejahre auseinandersetzen muss. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer anhaltenden gesundheitlichen Aufklärung, da die Zahlen trotz leichter Schwankungen auf einem besorgniserregend hohen Niveau verharren.

Die Einzelheiten der Erhebung

Die statistischen Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit in Köln zeichnen ein differenziertes Bild. Im Jahr 2025 lag der Anteil der Männer zwischen 18 und 25 Jahren, die das sogenannte Rauschtrinken praktizierten, bei 45,8 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2023 stellt dies einen minimalen Rückgang um 0,4 Prozentpunkte dar. Dennoch betonen die Experten, dass dieser Wert signifikant über dem Niveau liegt, das während der Hochphase der Corona-Pandemie gemessen wurde. Bei den jungen Frauen stellt sich die Situation deutlich anders dar: Hier gaben im Jahr 2025 lediglich etwa 25 Prozent an, mehr als fünf Gläser Alkohol nacheinander konsumiert zu haben. Das Institut definiert exzessives Trinken dabei über die Menge von mehr als fünf alkoholischen Getränken in einem zeitlichen Zusammenhang. Ein weiterer Aspekt der Studie ist der generelle Konsum: Der Anteil der jungen Erwachsenen, die überhaupt regelmäßig Alkohol trinken, ist auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1973 gesunken. Nur noch jeder dritte junge Mann und jede siebte junge Frau gaben an, regelmäßig zu alkoholischen Getränken zu greifen.

Hintergrund und bisheriger Verlauf

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, das früher unter dem Namen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung firmierte, beobachtet das Trinkverhalten der Bevölkerung seit Jahrzehnten. Die aktuellen Daten aus dem Jahr 2025 müssen vor dem Hintergrund der Pandemiejahre betrachtet werden, in denen sich das Konsumverhalten aufgrund von Kontaktbeschränkungen und geschlossenen Gastronomiebetrieben zeitweise verändert hatte. Dass die Werte nun wieder deutlich über dem Pandemie-Niveau liegen, deutet auf eine Rückkehr zu alten Mustern hin, sobald die sozialen Beschränkungen wegfallen. Die historische Einordnung zeigt zudem, dass der generelle Trend zum regelmäßigen Alkoholkonsum seit den 1970er Jahren stetig abgenommen hat. Dennoch bleibt das Phänomen des punktuellen, exzessiven Rauschtrinkens eine hartnäckige Herausforderung für die Gesundheitsprävention. Die Datenbasis der Befragung ist repräsentativ, was bedeutet, dass die Ergebnisse als verlässlicher Indikator für die Situation der jungen Generation in der gesamten Bundesrepublik Deutschland gewertet werden können.

Die Beteiligten und ihre Rollen

Zentrale Akteurin ist das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit mit Sitz in Köln. Die Institution, die vielen noch unter ihrem früheren Namen „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ bekannt sein dürfte, fungiert als maßgebliche Instanz für die Erhebung gesundheitsrelevanter Daten und die Ausarbeitung entsprechender Präventionsstrategien. Die Ergebnisse der Befragung richten sich primär an die Öffentlichkeit, politische Entscheidungsträger und Fachkräfte im Bereich der Suchtprävention. Betroffen von den Ergebnissen ist die Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen. Während die Daten auf nationaler Ebene erhoben wurden, bleibt unklar, wie sich spezifische lokale Gruppen – etwa in Universitätsstädten wie Tübingen – in dieses landesweite Bild einfügen. Die Institution selbst tritt als neutrale Datenquelle auf, die durch ihre regelmäßigen Erhebungen die Grundlage für gesundheitspolitische Debatten schafft. Die Veröffentlichung der Daten erfolgte über den Deutschlandfunk, der die Ergebnisse im September 2026 in seinem Programm aufgriff und damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machte.

Einordnung und offene Fragen

Einzuordnen ist das so: Der Rückgang des regelmäßigen Alkoholkonsums bei gleichzeitigem Verharren des exzessiven Rauschtrinkens auf hohem Niveau deutet auf einen Wandel der Trinkkultur hin. Es wird seltener, aber dafür intensiver getrunken. Den Berichten zufolge ist dies ein Warnsignal für die Gesundheitsbehörden, da insbesondere das Rauschtrinken mit erheblichen kurz- und langfristigen gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Dennoch bleiben einige Fragen offen, die der Quelltext nicht beantworten kann. So ist beispielsweise nicht bekannt, ob es regionale Unterschiede gibt, etwa ob junge Menschen in urbanen Zentren ein anderes Trinkverhalten zeigen als in ländlichen Regionen. Auch die genauen Motive für das Rauschtrinken – etwa sozialer Druck, Stressbewältigung oder spezifische Freizeitgewohnheiten – werden in der vorliegenden Zusammenfassung nicht detailliert analysiert. Ebenso bleibt offen, welche spezifischen Maßnahmen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit nun plant, um dem Trend des Rauschtrinkens entgegenzuwirken. Die Daten liefern zwar eine präzise Bestandsaufnahme, lassen jedoch die konkrete Ursachenforschung und die daraus resultierenden Interventionsstrategien außen vor.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-im-blauen-knopf-oben-hemd-das-auf-krankenhausbett-sitzt-6129158/ · Foto: RDNE Stock project
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/fast-die-haelfte-der-jungen-maennner-in-deutschland-konsumiert-zeitweise-exzessiv-alkohol-100.html