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Basketballerin Frieda Bühner: Zwischen Wnba und Heim-WM in Berlin
Sport · 03.09.2026 10:40

Basketballerin Frieda Bühner: Zwischen Wnba und Heim-WM in Berlin

Kurz: Basketball-Talent Frieda Bühner steht vor der Heim-WM in Berlin. Nach ihrem rasanten Aufstieg in die WNBA will sie nun mit dem DBB-Team Geschichte schreiben.

Ein rasanter Aufstieg auf die Weltbühne

Für Frieda Bühner hat sich das Leben in den vergangenen Monaten grundlegend gewandelt. Die erst 22-jährige Basketballerin aus Niedersachsen, die ihre sportliche Laufbahn in Osnabrück begann, hat den Sprung in die absolute Weltspitze geschafft. Seit diesem Jahr steht sie bei den Portland Fire in der nordamerikanischen WNBA unter Vertrag, der renommiertesten Basketball-Liga für Frauen weltweit. Dieser Wechsel markiert den vorläufigen Höhepunkt einer steilen Karriere, die sie zunächst über die spanische Liga zu Estudiantes Madrid führte. Nun steht für die Power Forward eine neue, emotionale Herausforderung an: die Weltmeisterschaft im eigenen Land. Während das Turnier in Berlin kurz vor der Eröffnung steht, bereitet sich die junge Athletin darauf vor, eine zentrale Rolle im deutschen Nationalteam einzunehmen. Die Anreise aus den USA erfolgte unmittelbar vor der Generalprobe, was den Alltag der Profisportlerin, der derzeit vor allem aus Reisen und dem Leben aus dem Koffer besteht, eindrucksvoll unterstreicht. Trotz der Müdigkeit durch den langen Flug und den damit verbundenen Jetlag ist die Vorfreude auf das Turnier in der deutschen Hauptstadt bei Bühner deutlich spürbar.

Details zum sportlichen Werdegang und dem WNBA-Engagement

Der Weg von Frieda Bühner in die WNBA verlief außergewöhnlich dynamisch. Nachdem sie sich in Spanien als eine der vier erfolgreichsten Werferinnen der regulären Spielzeit etabliert hatte, wurde sie im April beim WNBA-Draft an 17. Stelle von den Portland Fire ausgewählt. Die 1,86 Meter große Spielerin überzeugte in der 640.000 Einwohner zählenden Stadt im US-Bundesstaat Oregon schnell im Trainingscamp. Zunächst mit einem Development-Vertrag ausgestattet, der ihr das Training mit dem Team ermöglichte, aber die Spielzeit einschränkte, gelang ihr nach nur drei Einsätzen der Aufstieg in den regulären Kader. Dies ist mit einem Standard-Vertrag verbunden, der ihr ein Gehalt von 270.000 Dollar pro Saison sichert. Bühner selbst beschreibt das Geschäft als hart, da der Aufstieg einer Spielerin oft die Entlassung einer anderen bedeute. In der WNBA erzielt sie derzeit durchschnittlich sechs Punkte pro Spiel. Ihre Teamkollegin Luisa Geiselsöder, die sowohl in Portland als auch im Nationalteam an ihrer Seite spielt, lobt Bühners unkomplizierte Art und ihre Fähigkeit, sich trotz des hohen physischen und athletischen Niveaus in der Liga zu behaupten.

Der Weg zur Heim-WM und die sportliche Entwicklung

Die Entwicklung der deutschen Frauen-Nationalmannschaft im Basketball verlief in den letzten Jahren parallel zu Bühners individuellem Aufstieg. Nach der erfolgreichen Olympia-Premiere in Paris, bei der Bühner bereits ihr großes Potenzial unter Beweis stellte, liegt der Fokus nun voll auf der Weltmeisterschaft in Berlin. Die Basis für diesen Erfolg wurde in den vergangenen Jahren gelegt, wobei der Amtsantritt von Bundestrainer Olaf Lange im November des Vorjahres einen wichtigen Meilenstein darstellte. Lange formulierte bei seinem Amtsantritt das Ziel, bei einer vollständigen und gesunden Mannschaft als Medaillenkandidat anzutreten. Für Bühner ist die Teilnahme an drei großen Turnieren in drei aufeinanderfolgenden Jahren eine außergewöhnliche Belastung, aber auch eine große Ehre. Die Vorbereitung auf das Turnier verlief jedoch nicht ohne Hindernisse, da das Team mit verschiedenen Verletzungssorgen zu kämpfen hatte. Dennoch blickt die Mannschaft mit einer gewissen Zuversicht auf das Turnier, da wichtige Leistungsträgerinnen rechtzeitig zum Kader gestoßen sind oder ihre Verletzungspausen beenden konnten.

Die Akteure und das Umfeld des deutschen Teams

Das deutsche Team rund um Frieda Bühner setzt sich aus einer Mischung aus erfahrenen Spielerinnen und aufstrebenden Talenten zusammen. Neben Bühner sind Akteurinnen wie Luisa Geiselsöder, Leonie Fiebich und Marie Gülich zentrale Stützen des Kaders. Besonders die Rückkehr der Kapitänin Marie Gülich nach über einem Jahr Verletzungspause sowie das Comeback von Leonie Fiebich nach einer Fußverletzung geben dem Team neuen Auftrieb. Auch Nyara Sabally, die aufgrund einer Wadenverletzung Sorgen bereitete, konnte rechtzeitig zum Training zurückkehren. Ein herber Schlag ist hingegen der Ausfall von Satou Sabally, die aufgrund der Folgen einer zweiten schweren Gehirnerschütterung nicht am Turnier teilnehmen kann. Bundestrainer Olaf Lange trägt die Verantwortung für die sportliche Ausrichtung und die taktische Einstellung der Mannschaft. Unterstützt werden die Spielerinnen bei der Heim-WM von einem großen privaten Umfeld, darunter Eltern, Freunde und Geschwister, was für Bühner einen besonderen emotionalen Rückhalt bedeutet, nachdem sie in den USA über Monate hinweg neun Stunden Zeitverschiebung und weite Reisen bewältigen musste.

Einordnung der sportlichen Bedeutung und des Drucks

Die Weltmeisterschaft in Deutschland wird als ein Ereignis von historischer Dimension für den deutschen Basketball wahrgenommen. Mit über 200.000 verkauften Tickets wurde ein neuer Rekord für eine Frauen-Weltmeisterschaft aufgestellt, was das wachsende Interesse am Sport unterstreicht. Einzuordnen ist der Druck, der auf den Schultern der Spielerinnen lastet, als zweischneidiges Schwert. Einerseits berichten die Spielerinnen von einer gewissen Nervosität, andererseits wird die Atmosphäre in den Arenen als zusätzliche Motivationsquelle betrachtet. Die WNBA, in der Bühner derzeit spielt, dient dabei als Referenz für ein völlig neues Niveau an Professionalität, Entertainment und Physis. Den Berichten zufolge ist die Umstellung auf dieses Niveau für europäische Spielerinnen eine enorme Herausforderung, die eine lange Eingewöhnungszeit erfordert. Dass Bühner diesen Schritt in so kurzer Zeit vollzogen hat, wird als Beleg für ihre außergewöhnliche sportliche Reife gewertet. Der Vergleich zwischen dem europäischen Basketball-Stil und der US-amerikanischen Herangehensweise prägt die taktische Vorbereitung auf die kommenden Gruppengegner.

Offene Fragen vor dem Turnierstart

Trotz der intensiven Vorbereitung bleiben einige Aspekte vor dem ersten Spiel am Freitag unklar. Es ist noch nicht vollständig absehbar, wie die physische Belastung der Spielerinnen, die aus unterschiedlichen Ligen und mit verschiedenen Verletzungshistorien anreisen, über den gesamten Turnierverlauf hinweg kompensiert werden kann. Während die Rückkehr von Leistungsträgerinnen wie Nyara Sabally und Leonie Fiebich positiv bewertet wird, bleibt die Frage nach deren tatsächlicher Wettkampfhärte nach den langen Pausen offen. Zudem ist unklar, inwieweit das Team die taktische Flexibilität aufbringen kann, um auf die unterschiedlichen Spielstile der Gruppengegner Spanien, Japan und Mali zu reagieren. Besonders die Revanche gegen Spanien, gegen das Deutschland bei vergangenen Turnieren stets das Nachsehen hatte, stellt eine große Unbekannte dar. Auch die langfristige Entwicklung des deutschen Kaders nach dem Turnier ist ein Thema, das im Quelltext nicht weiter vertieft wird, da der Fokus voll auf den unmittelbar bevorstehenden Spielen liegt.

Ausblick auf den Turnierverlauf und die kommenden Aufgaben

Der offizielle Startschuss für die deutsche Mannschaft fällt am Freitag um 17.45 Uhr mit der Partie gegen Spanien. Dieser Auftakt wird als richtungsweisend für den weiteren Turnierverlauf angesehen. Weitere Gruppengegner sind Japan und Mali, wobei das deutsche Team gegen Japan bereits bei den Olympischen Spielen in Paris Erfolge feiern konnte. Die Vorfreude bei den Spielerinnen ist groß, auch wenn die physische Belastung durch das straffe Programm und die Reiseaktivitäten hoch bleibt. Die WM läuft bis zum 13. September, und das erklärte Ziel bleibt das Erreichen einer Medaille. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Mannschaft die nötige Konstanz findet, um die hohen Erwartungen der heimischen Fans zu erfüllen. Für Frieda Bühner persönlich geht es darum, ihre Rolle als Leistungsträgerin zu festigen und die Erfahrungen aus der WNBA in das deutsche Spiel einzubringen. Die Unterstützung durch das heimische Publikum soll dabei als entscheidender Faktor dienen, um die ambitionierten Ziele des Bundestrainers zu erreichen und die WM zu einem Erfolg für den deutschen Basketball zu machen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-im-rosa-bademantel-sitzt-auf-braunem-holzstuhl-6076440/ · Foto: KoolShooters
Quelle: https://www.sportschau.de/regional/ndr/basketballerin-buehner-vor-der-heim-wm-davon-taeumt-jeder,buehner-116.html