Herausforderungen beim Schutz sensibler Daten
Die Absicherung von Unternehmensdaten in Microsoft-365-Umgebungen stellt IT-Administratoren und Compliance-Verantwortliche vor wachsende Herausforderungen. Mit der zunehmenden Integration von Clouddiensten und KI-gestützten Anwendungen wie Microsoft Copilot steigt die Komplexität, den Zugriff auf sensible Informationen zu steuern und Datenabflüsse zu verhindern. Ein ganzheitlicher Ansatz ist erforderlich, um sowohl technische Schutzmaßnahmen als auch organisatorische Richtlinien effizient in Einklang zu bringen.
Microsoft Purview als zentrale Steuerungsinstanz
Microsoft Purview dient als zentrale Plattform, um diese Sicherheitsanforderungen zu bündeln. Die Lösung ermöglicht es, Daten durch definierte Schutzstufen zu klassifizieren und darauf basierend automatisierte Richtlinien abzuleiten. Die Kernkomponenten hierfür sind:
* **Sensitivity Labels:** Zur Klassifizierung und Kennzeichnung von Dokumenten.
* **Data Loss Prevention (DLP):** Zur Überwachung und Verhinderung von Datenabflüssen.
* **Insider Risk Management:** Zur Identifikation und Untersuchung potenzieller Risiken durch interne Akteure.
Praxisnahe Anwendung: Labels und DLP-Strategien
Ein effektives Sicherheitskonzept beginnt bei der korrekten Kennzeichnung. Im Rahmen des Workshops "Microsoft Purview – Labels, DLP & Insider Risk" am 15. Oktober 2026 wird vermittelt, wie ein Stufenmodell für Sensitivity Labels entwickelt wird. Dies umfasst nicht nur das Content Marking mittels Kopf- und Fußzeilen oder Wasserzeichen, sondern auch die Auswahl geeigneter Verschlüsselungsmodelle. Auch die Migration bestehender Label-Strukturen ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit mit Purview.
Im Bereich der Data Loss Prevention liegt der Fokus auf der Absicherung verschiedener Microsoft-365-Dienste, darunter Exchange Online, SharePoint Online, OneDrive for Business und Microsoft Teams. Die Teilnehmer lernen, wie sie:
* DLP-Richtlinien konfigurieren und Warnhinweise implementieren.
* Interaktive Elemente wie Pop-ups oder Freitext-Begründungen für Anwender einsetzen.
* Endpoint DLP auf Browser-Uploads, lokale Dateien und nicht verwaltete Endgeräte ausweiten.
* Sensitive Information Types sowie Trainable Classifier zur automatisierten Erkennung nutzen.
Insider-Risiken und KI-Sicherheit
Ein weiterer kritischer Aspekt ist das Insider Risk Management. Hierbei geht es darum, durch den Einsatz von Adaptive Scopes und spezifischen Risikoindikatoren strukturierte Untersuchungsprozesse zu etablieren. Da die Nutzung von KI-Anwendungen wie Microsoft Copilot neue Angriffsflächen bietet, gewinnt das Zusammenspiel von Microsoft Purview mit DSPM (Data Security Posture Management) for AI an Bedeutung. Das Ziel ist es, den Schutz sensibler Daten auch bei der Interaktion mit KI-Systemen sicherzustellen.
Zielgruppe und fachliche Einordnung
Der Workshop richtet sich an IT-Administratoren, Compliance-Verantwortliche sowie Microsoft-365-Architekten, die ihre Sicherheitsstrategien auf ein neues Niveau heben möchten. Geleitet wird die Veranstaltung von Aaron Siller, einem Microsoft-MVP und Security Consultant mit langjähriger Erfahrung in der Absicherung von Microsoft-365-Umgebungen. Während Grundkenntnisse in der Administration von Sicherheits- oder Compliance-Funktionen von Vorteil sind, ist die Teilnahme auch ohne tiefergehende Vorkenntnisse möglich. Die Veranstaltung findet am 15. Oktober 2026 als virtueller Workshop statt.