Ein gelungener Auftakt vor großer Kulisse
Der Saisonstart in der 3. Liga verlief für Alemannia Aachen nach Maß. Vor einer beeindruckenden Kulisse von 25.353 Zuschauern im heimischen Tivoli gelang den Gastgebern ein 4:1-Erfolg gegen den SC Verl. Dabei sah es zu Beginn der Partie keineswegs nach einem klaren Sieg aus, da die Aachener zunächst einem Rückstand hinterherlaufen mussten.
Beide Mannschaften hatten die vergangene Spielzeit als Tabellennachbarn auf den Plätzen sechs und sieben abgeschlossen. Während die Alemannia mit Selbstvertrauen in die neue Saison ging, präsentierte sich der SC Verl mit einem runderneuerten Kader und einem neuen Trainer, Orest Shala. Insgesamt 14 Neuzugänge galt es für die Ostwestfalen in das Teamgefüge zu integrieren.
Früher Rückstand und Verletzungssorgen
Die Anfangsphase der Partie war geprägt von taktischem Abtasten. Zwar verzeichnete der SC Verl durch Almin Mesanovic den ersten Torschuss, doch die Aachener Defensive um den neuen Torhüter Stefan Bajic stand zunächst sicher. Ein herber Rückschlag ereilte die Hausherren bereits in der 17. Spielminute: Matti Wagner musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden; für ihn kam Fabio Torsiello in die Partie.
Nur wenige Minuten später folgte die nächste Ernüchterung. Nach einem Ballverlust von Mika Schroers nutzte Felix Vogler die Gelegenheit und brachte die Gäste aus Verl in der 22. Minute in Führung. Aachen zeigte sich jedoch wenig beeindruckt und drängte auf den Ausgleich. Schroers und Daniel Starodid vergaben in der Folge gute Gelegenheiten, wobei der Verler Schlussmann Timo Schlieck mehrfach parieren konnte.
Die Wende nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Aachen agierte zielstrebiger und belohnte sich in der 52. Minute: Faton Ademi verwertete einen Doppelpass mit Schroers zum verdienten 1:1-Ausgleich. Nur acht Minuten später sorgte eine starke Einzelleistung von Daniel Starodid für die Führung. Er setzte sich auf der linken Seite durch und bediente Schroers, der aus kurzer Distanz zum 2:1 traf.
Die Partie blieb intensiv, auch wenn Aachen mit Mehdi Loune einen weiteren verletzungsbedingten Ausfall hinnehmen musste. Der SC Verl fand in der Offensive kaum noch Mittel, um die Aachener Abwehr ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Ein Distanzschuss von Alem Japaur in der 77. Minute blieb die einzige nennenswerte Offensivaktion der Gäste in dieser Phase.
Souveräner Sieg in der Schlussphase
In der Schlussphase bewies die Alemannia ihre Effizienz. Lukas Scepanik erhöhte in der 82. Minute nach einer Hereingabe von Torsiello auf 3:1. Den Schlusspunkt unter eine hochverdiente Leistung setzte Daniel Starodid in der 88. Minute mit seinem Treffer zum 4:1-Endstand. In der Nachspielzeit hätte Georg Ermolaev das Ergebnis sogar noch weiter in die Höhe schrauben können, verpasste jedoch knapp.
Ausblick auf die nächsten Aufgaben
Für beide Mannschaften geht es nun in die erste englische Woche der Saison. Alemannia Aachen muss am 15. August 2026 auswärts bei Fortuna Köln antreten. Der SC Verl empfängt am gleichen Tag den MSV Duisburg in der Sportclub-Arena. Vorher steht für die Verler jedoch noch die erste Runde im Westfalenpokal an, in der sie am 12. August beim FC Kaunitz gefordert sind.