News aus aller Welt
Start
?Agefield High: Rock the School“ im Test: So trashig war meine Schulzeit nicht
Technik · 14.08.2026 14:40

?Agefield High: Rock the School“ im Test: So trashig war meine Schulzeit nicht

Kurz: Das neue Spiel „Agefield High: Rock the School“ verspricht eine Lebenssimulation, entpuppt sich im Test jedoch als unfreiwillig komische Parodie auf das Genre.

Was geschehen ist – die Kernmeldung

Das Indie-Entwicklerstudio Refugium Games hat mit „Agefield High: Rock the School“ ein neues Projekt veröffentlicht, das den Alltag an einer Highschool in Form einer Lebenssimulation abbilden möchte. Das Spiel, das seit dem 12. August für Windows über die Plattform Steam erhältlich ist, versucht in die Fußstapfen bekannter Klassiker des Genres zu treten. Doch statt einer immersiven Simulation, die den Charme und die Herausforderungen der Jugendzeit einfängt, liefert das Studio ein Produkt ab, das in der Fachkritik als handwerklich mangelhaft und konzeptionell gescheitert eingestuft wird. Anstatt die Welt zu retten oder epische Geschichten zu erzählen, konzentriert sich das Spiel auf den Schulalltag, Prüfungen und soziale Interaktionen. Die Umsetzung dieser Idee bleibt jedoch weit hinter den Erwartungen zurück. Das Ergebnis ist ein Titel, der weniger durch spielerische Qualität als durch seine zahlreichen technischen Unzulänglichkeiten und absurden Designentscheidungen auffällt. Für viele Beobachter wirkt das Spiel wie eine unfreiwillige Parodie auf das Medium Videospiel selbst, da es grundlegende Prinzipien des Gamedesigns vermissen lässt und den Nutzer eher durch seine Fehler als durch seine Mechaniken beschäftigt.

Die Einzelheiten – Zahlen, Namen und Orte

Der Protagonist des Spiels hört auf den Namen Sam. Er ist kurz vor seinem Abschluss in die Stadt Agefield gezogen, in der das gesamte Geschehen angesiedelt ist. Das Spiel wird für einen Preis von 29,99 Euro vertrieben. Entwickelt wurde der Titel von Refugium Games. Die Spielwelt ist frei erkundbar, bietet jedoch nach Einschätzung des Testers Michael Sonntag kaum inhaltliche Substanz. Die Steuerung und das Kampfsystem werden als extrem simpel beschrieben, wobei Gegner-KI-Elemente als schwach kritisiert werden. Zu den skurrilen Details gehören Dialoge, die klischeehaft wirken, sowie eine Security-Figur, die den Spieler mit absurden Aussagen konfrontiert. Ein Beispiel für die technischen Merkwürdigkeiten ist das Quietschen jeder einzelnen Tür im Spiel, unabhängig von der aktuellen Situation. Auch der Soundtrack wird als repetitiv beschrieben, da die Musikstücke nahtlos ineinander übergehen. Die Missionen umfassen Aufgaben wie das Stehlen von Unterwäsche oder das Ausspionieren von Lehrern, wobei die Ausführung oft durch unlogische Verhaltensweisen der Spielfiguren geprägt ist. Die physikalischen Gegebenheiten, etwa beim Fahren mit dem Fahrrad, werden als unrealistisch und fehlerhaft wahrgenommen.

Hintergrund – Die Vorgeschichte des Genres

Das Setting der Highschool ist in der Videospielgeschichte kein unbeschriebenes Blatt. Bereits im Jahr 2006 setzte der Entwickler Rockstar Games mit dem Titel „Bully“ Maßstäbe, indem er den Schulalltag, inklusive sozialer Hierarchien und kleinerer Abenteuer, erfolgreich in eine spielbare Welt übertrug. „Agefield High: Rock the School“ versucht nun, fast zwei Jahrzehnte später, diese Nische erneut zu besetzen. Der Trailer zum Spiel weckte bei vielen Interessierten Erwartungen, die auf einem nostalgischen Coming-of-Age-Charme der 2000er Jahre basierten. Doch während „Bully“ als Referenzpunkt für eine gelungene Umsetzung gilt, scheitert der aktuelle Versuch von Refugium Games daran, ein vergleichbares Spielerlebnis zu bieten. Das Spiel wirkt in seiner Struktur wie ein Entwurf, der die essenziellen Fehler eines Gamedesign-Studiums in einem einzigen Produkt vereint. Die Entwicklung scheint von dem Ziel geleitet gewesen zu sein, eine Lebenssimulation zu erschaffen, doch das Endresultat lässt die notwendige Tiefe vermissen, die für ein solches Genre erforderlich wäre, um den Spieler langfristig zu binden.

Die Beteiligten – Personen und Institutionen

Der Hauptakteur hinter dem Spiel ist das Entwicklerstudio Refugium Games, das für die Konzeption und Umsetzung verantwortlich zeichnet. Die Berichterstattung und kritische Einordnung stammen von Michael Sonntag, einem Redakteur des Nachrichtenportals heise online. Er fungiert als Tester, der das Spiel unter verschiedenen Aspekten bewertet hat. Als Vergleichsgröße wird zudem Rockstar Games angeführt, deren Titel „Bully“ als historischer Maßstab für das Genre dient. Die Zielgruppe des Spiels sind Nutzer von Steam, die Interesse an Lebenssimulationen haben. Die Interaktionen im Spiel finden zwischen dem Protagonisten Sam und verschiedenen, teils skurril agierenden Nicht-Spieler-Charakteren statt, darunter Mitschüler, Lehrer und Sicherheitspersonal. Diese Figuren agieren innerhalb der von Refugium Games geschaffenen Spielwelt, deren Logik und physikalische Regeln von den Testern als äußerst fragwürdig eingestuft werden. Die Entscheidungsträger bei Refugium Games haben das Spiel trotz der offensichtlichen Mängel in dieser Form veröffentlicht, was die Frage nach der internen Qualitätssicherung aufwirft.

Einordnung – Was das bedeutet

Einzuordnen ist das Spiel als ein Beispiel für ein Produkt, das zwar technisch lauffähig ist, aber den Anspruch an ein modernes Videospiel nicht erfüllt. Den Berichten zufolge ist „Agefield High: Rock the School“ trotz seiner massiven Schwächen eine interessante Erfahrung, allerdings nicht im Sinne einer hohen Spielqualität. Vielmehr liegt der Unterhaltungswert in der unfreiwilligen Komik, die durch die fehlerhafte Programmierung und das absurde Design entsteht. Es ist ein Titel, bei dem das Scheitern der Entwickler zur eigentlichen Attraktion wird. Die Bewertung des Spiels als „Sharknado der Videospiele“ unterstreicht, dass es sich um ein Werk handelt, das so schlecht ist, dass es wieder einen gewissen Unterhaltungswert besitzt. Der Mangel an Konsequenzen für das Handeln des Spielers, wie etwa das Fehlen von echten Gefahren oder Niederlagen, entwertet die Spielmechanik. Dennoch bleibt festzuhalten, dass das Spiel keine schwerwiegenden Bugs aufweist, die einen Absturz verursachen würden; es läuft stabil, ergibt aber inhaltlich wenig Sinn.

Offene Fragen – Was der Quelltext nicht beantwortet

Der vorliegende Quelltext lässt einige Fragen offen, die für ein vollständiges Bild des Projekts hilfreich wären. Es wird nicht explizit thematisiert, wie groß das Team hinter Refugium Games ist und welche Ressourcen für die Entwicklung zur Verfügung standen. Ebenso bleibt unklar, ob das Studio die Kritikpunkte als solche anerkennt oder ob die skurrilen Aspekte des Spiels als bewusste künstlerische Entscheidung oder gar als Satire auf das Genre gedacht waren. Auch Informationen über die Verkaufszahlen oder die Resonanz der Steam-Community über die drei Kommentare hinaus werden nicht genannt. Es bleibt zudem offen, warum bestimmte Designentscheidungen, wie etwa die extrem einfache Gegner-KI oder die repetitiven Minispiele, in dieser Form beibehalten wurden, obwohl sie den Spielfluss massiv stören. Die Beweggründe für die Preisgestaltung von 29,99 Euro für ein Spiel, das in der Kritik als qualitativ minderwertig eingestuft wird, werden ebenfalls nicht weiter erläutert oder durch offizielle Stellungnahmen des Entwicklers begründet.

Wie es weitergeht – Ausblick und Termine

Nachdem „Agefield High: Rock the School“ am 12. August für Windows auf Steam veröffentlicht wurde, steht die weitere Entwicklung des Titels noch im Raum. Der Quelltext erwähnt, dass zu einem späteren, bisher jedoch nicht näher definierten Zeitpunkt eine Veröffentlichung für Konsolen geplant ist. Ob Refugium Games plant, durch Updates oder Patches auf die Kritik der Nutzer und Tester zu reagieren und das Spiel inhaltlich zu überarbeiten, ist derzeit nicht bekannt. Es gibt keine konkreten Termine für solche Verbesserungen. Die Spieler müssen sich also vorerst mit dem aktuellen Zustand des Spiels begnügen. Die Zukunft des Titels hängt maßgeblich davon ab, ob die Entwickler bereit sind, in die Optimierung zu investieren oder ob das Spiel in seiner jetzigen Form als abgeschlossenes Projekt betrachtet wird. Interessierte Käufer sollten die weitere Entwicklung auf der Steam-Plattform verfolgen, um über etwaige Änderungen oder Erweiterungen informiert zu bleiben.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/moderne-architektur-der-farmington-high-school-37820241/ · Foto: Michael Solo
Quelle: https://www.heise.de/tests/Agefield-High-Rock-the-School-im-Test-So-trashig-war-meine-Schulzeit-nicht-11414509.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag