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Ältestes Kinder- und Jugendzentrum Kassels öffnet wieder
Regional · 26.10.2026 13:53

Ältestes Kinder- und Jugendzentrum Kassels öffnet wieder

Kurz: Nach vier Jahren Sanierung öffnet das Geschwister-Scholl-Haus in Kassel-Bettenhausen wieder seine Türen für Kinder und Jugendliche.

Ein Ort der Begegnung kehrt zurück

Das Geschwister-Scholl-Haus, eine der traditionsreichsten Anlaufstellen für junge Menschen in Kassel, nimmt nach einer umfassenden, vierjährigen Bauphase wieder den Betrieb auf. Am Samstag, den 31. Oktober, öffnet die Einrichtung am Dormannweg 29 offiziell ihre Pforten. Das Zentrum richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 21 Jahren. Die Wiedereröffnung markiert das Ende einer langen Zeit, in der die Räumlichkeiten für den regulären Betrieb nicht zur Verfügung standen. Bürgermeisterin Nicole Maisch unterstreicht die Bedeutung des Hauses als geschützten Raum für Gemeinschaft und Begegnung. Seit seiner Gründung im Jahr 1958 hat sich das Haus für viele Besucherinnen und Besucher zu einem unverzichtbaren zweiten Zuhause entwickelt. Die Stadtverwaltung lädt nun alle Interessierten ein, die modernisierten Räumlichkeiten im Rahmen eines Eröffnungstages persönlich in Augenschein zu nehmen. Mit diesem Schritt kehrt ein zentraler Pfeiler der sozialen Infrastruktur in den Stadtteil Bettenhausen zurück, der jungen Menschen einen sicheren Ort für ihre Freizeitgestaltung bietet.

Details zur Wiedereröffnung und zum Programm

Die offizielle Wiedereröffnung findet am Samstag, den 31. Oktober, in der Zeit von 13 bis 20 Uhr statt. Die Stadt Kassel hat für diesen Tag ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zusammengestellt, um den jungen Besuchern und ihren Familien den Wiedereinstieg in das Haus zu erleichtern. Zu den Aktivitäten zählen unter anderem kreative Angebote, das Anfertigen von Glitzertattoos sowie kulinarische Klassiker wie Popcorn. Auch für das leibliche Wohl der Gäste ist gesorgt. Wer sich sportlich oder spielerisch betätigen möchte, kann sich am Billardtisch oder beim Tischkicker versuchen. Zudem wird die Möglichkeit geboten, Mario Kart auf der Nintendo Switch zu spielen, was den modernen Anspruch der Einrichtung unterstreicht. Ab der darauffolgenden Woche nimmt das Geschwister-Scholl-Haus seinen regulären Betrieb auf. Die Öffnungszeiten sind dann jeweils von 14:30 Uhr bis 20:30 Uhr angesetzt. Diese festen Zeiten sollen den Kindern und Jugendlichen eine verlässliche Struktur für ihre Freizeitgestaltung im Stadtteil Bettenhausen bieten.

Ein Haus mit langer Tradition

Die Geschichte des Geschwister-Scholl-Hauses ist eng mit der sozialen Entwicklung Kassels verknüpft. Seit dem Jahr 1958 fungiert die Einrichtung als fester Bestandteil der städtischen Jugendarbeit. Über Jahrzehnte hinweg hat das Zentrum Generationen von jungen Menschen begleitet und ihnen einen geschützten Raum außerhalb von Schule und Elternhaus geboten. Die nun abgeschlossene vierjährige Bauphase war notwendig, um die Räumlichkeiten an die aktuellen Anforderungen anzupassen und den Fortbestand dieser wichtigen Institution zu sichern. Das Haus versteht sich dabei als offene Einrichtung, die explizit unabhängig von der Herkunft, der Religionszugehörigkeit oder dem Geschlecht der Besucher arbeitet. Diese Philosophie der Offenheit und Inklusion ist seit über 65 Jahren ein Kernmerkmal der Arbeit vor Ort. Durch die Sanierung wurde sichergestellt, dass das Haus auch in Zukunft als zentraler Treffpunkt fungieren kann, an dem soziale Kontakte geknüpft und Gemeinschaft erlebt wird. Die Kontinuität der pädagogischen Arbeit bleibt dabei ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts.

Das pädagogische Konzept und die Akteure

Die Arbeit im Geschwister-Scholl-Haus wird durch ein engagiertes Team von Fachkräften geleistet, das die Frei- und Spielräume für die jungen Menschen gestaltet. Das Angebot ist breit gefächert und umfasst neben dem offenen Programm auch feste Gruppenangebote. Hierbei gibt es gezielte Formate, die zum Teil geschlechtsspezifisch ausgerichtet sind, um auf die individuellen Bedürfnisse der Jugendlichen einzugehen. Darüber hinaus bietet das Haus den Besuchern die Möglichkeit, sich in verschiedenen Bereichen wie Sport, Ernährung und Kreativität auszuprobieren. Die pädagogische Arbeit beschränkt sich dabei nicht nur auf die Räumlichkeiten am Dormannweg. Das Fachkräfteteam organisiert vielfältige Aktionen während der Ferienzeiten und ist zudem mobil sowie aufsuchend im Stadtteil Bettenhausen unterwegs. Diese aufsuchende Arbeit findet im engen Austausch mit anderen Akteuren vor Ort statt, um eine bestmögliche Vernetzung und Unterstützung für die Kinder und Jugendlichen im Quartier zu gewährleisten. Bürgermeisterin Nicole Maisch betont, dass die Einrichtung durch diese vielfältigen Ansätze einen wichtigen Beitrag zur sozialen Teilhabe leistet.

Einordnung der Bedeutung für den Stadtteil

Einzuordnen ist die Wiedereröffnung als ein bedeutendes Signal für die soziale Infrastruktur in Bettenhausen. Den Berichten zufolge stellt das Geschwister-Scholl-Haus weit mehr dar als eine reine Freizeiteinrichtung; es fungiert als soziale Ankerstation, die durch ihre lange Historie tief im Stadtteil verwurzelt ist. Die vierjährige Unterbrechung durch die Bauphase stellte für das soziale Gefüge eine Herausforderung dar, da ein zentraler Treffpunkt fehlte. Mit der Wiederaufnahme des Betriebs kehrt nun eine verlässliche Anlaufstelle zurück, die den Jugendlichen Raum zur persönlichen Entfaltung bietet. Die Kombination aus festen Gruppenangeboten und der aufsuchenden, mobilen Arbeit zeigt den Anspruch, nicht nur passiv auf Besucher zu warten, sondern aktiv in den Lebensraum der jungen Menschen hineinzuwirken. Die explizite Nennung der Unabhängigkeit von Herkunft und Religion unterstreicht zudem die Rolle des Hauses als Ort der Integration und des gesellschaftlichen Zusammenhalts, was in der heutigen Zeit eine hohe Relevanz für das soziale Miteinander im Stadtteil hat.

Offene Fragen und Ausblick

Der vorliegende Quelltext lässt einige Details offen, die für die Nutzer der Einrichtung von Interesse sein könnten. So wird nicht spezifiziert, welche konkreten baulichen Veränderungen oder Modernisierungen während der vierjährigen Phase vorgenommen wurden. Auch bleibt unklar, ob das Haus nach der Wiedereröffnung sofort mit voller Kapazität arbeitet oder ob bestimmte Bereiche erst nach und nach wieder in Betrieb genommen werden. Ebenso fehlen Informationen zur genauen Finanzierung der Sanierung sowie zu etwaigen neuen Angeboten, die über das bisherige Portfolio hinausgehen könnten. Wie es weitergeht, ist jedoch klar definiert: Ab der kommenden Woche startet der reguläre Betrieb mit den festen Öffnungszeiten von 14:30 Uhr bis 20:30 Uhr. Die Stadtverwaltung setzt darauf, dass die Einrichtung ihre Rolle als zentraler Treffpunkt unmittelbar wieder einnimmt. Die Einladung der Bürgermeisterin an die Öffentlichkeit, sich selbst ein Bild zu machen, deutet darauf hin, dass die Stadt Kassel auf eine hohe Resonanz bei der Wiedereröffnung hofft und das Haus als lebendigen Bestandteil der Stadtgesellschaft weiterführen will.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/historisches-gebaude-in-pilsen-tschechische-republik-35966974/ · Foto: Marcel Gierschick
Quelle: https://www.kassel.de/pressemitteilungen/oktober/geschwister-scholl-haus.php