Neue Unterstützung für die Präventionsarbeit im Polizeipräsidium Südosthessen
Das Polizeipräsidium Südosthessen hat seine Kapazitäten in der präventiven Aufklärungsarbeit erweitert. Wie die Behörde am 30. Oktober 2026 bekannt gab, konnten in der vergangenen Woche acht neue Ehrenamtliche erfolgreich für die Sicherheitsberatung für Senioren, kurz SfS, geschult werden. Die Ausbildung fand im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung statt, bei der die Teilnehmer intensiv auf ihre zukünftige Rolle vorbereitet wurden. Ziel dieser Initiative ist es, die Sicherheit von älteren Menschen in der Region nachhaltig zu erhöhen. Die neuen Sicherheitsberater fungieren dabei als wichtige Multiplikatoren, die direkt in ihren Wohnortkommunen aktiv werden. Durch ihre Tätigkeit tragen sie dazu bei, das Sicherheitsbewusstsein innerhalb der Zielgruppe der über 50-Jährigen zu schärfen und die polizeilichen Präventionsbotschaften effektiv in die Breite der Gesellschaft zu tragen. Die Polizei setzt damit auf den direkten Austausch auf Augenhöhe, um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und sie vor kriminellen Machenschaften zu schützen.
Details zur Ausbildung und den Einsatzorten der neuen Berater
Die Gruppe der frisch ausgebildeten Sicherheitsberater setzt sich aus einer Frau und sieben Männern zusammen, die aus verschiedenen Kommunen des Zuständigkeitsbereichs des Polizeipräsidiums Südosthessen stammen. Die neuen Ehrenamtlichen kommen aus Seligenstadt, Hanau, Nidderau, Gelnhausen, Bad Soden-Salmünster, Steinau an der Straße sowie aus der Gemeinde Jossgrund. In ihren jeweiligen Wohnorten werden sie künftig als Ansprechpartner fungieren, um das Wissen über Sicherheitsfragen zu verbreiten. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt dabei auf dem direkten Kontakt zu den Mitmenschen. Sie werden Vortragsveranstaltungen organisieren und Beratungsgespräche führen, um gezielt über die Gefahren von Trickbetrug und Trickdiebstahl aufzuklären. Dabei geht es vor allem darum, die Bürger für die verschiedenen Methoden der Täter zu sensibilisieren und ihnen konkrete Möglichkeiten zur Vorbeugung an die Hand zu geben. Die Ausbildung vermittelte ihnen das notwendige Fachwissen, um als kompetente Ansprechpartner in ihrem lokalen Umfeld aufzutreten und die Polizei bei ihrer wichtigen Aufgabe der Kriminalprävention tatkräftig zu unterstützen.
Hintergrund des hessenweiten Präventionskonzepts
Das Programm der Sicherheitsberatung für Senioren ist keineswegs neu, sondern blickt auf eine bereits langjährige Tradition zurück. Das hessenweite Präventionskonzept besteht bereits seit dem Jahr 2008. Die Grundidee hinter diesem Modell ist die Einbindung von Menschen ab einem Lebensalter von 50 Jahren, die als Bindeglied zwischen der Polizei und der älteren Generation fungieren. Da ältere Menschen oft gezielte Opfer von Straftaten werden, ist ein niedrigschwelliger Zugang zu Informationen über Sicherheitsrisiken von entscheidender Bedeutung. Die Polizei hat erkannt, dass die Botschaften durch ehrenamtliche Kräfte aus der Mitte der Bevölkerung oft glaubwürdiger und besser angenommen werden als durch rein institutionelle Kanäle. Über die Jahre hinweg wurde dieses Konzept kontinuierlich weiterentwickelt, um auf neue Kriminalitätsphänomene reagieren zu können. Die aktuelle Schulung der acht neuen Berater ist ein weiterer Baustein in dieser langjährigen Strategie, die darauf abzielt, durch Aufklärung und Präsenz in den Kommunen eine Kultur der Wachsamkeit zu etablieren, die es Kriminellen erschwert, ihre betrügerischen Absichten in die Tat umzusetzen.
Fokus auf moderne Betrugsmaschen und Schutzmaßnahmen
Ein zentraler Aspekt der Tätigkeit der neuen Sicherheitsberater ist die Aufklärung über besonders perfide Betrugsmaschen, die derzeit die Polizei beschäftigen. Dazu zählen insbesondere der sogenannte Enkeltrick sowie der Schockanruf. Bei diesen Delikten versuchen Täter, ihre Opfer durch den Aufbau von enormem psychischem Druck oder durch das Vortäuschen von familiären Notlagen um hohe Geldbeträge oder Wertsachen zu bringen. Die Betrüger agieren dabei sowohl am Telefon als auch über das Internet oder direkt an der Haustür. Die Sicherheitsberater sollen den Senioren helfen, diese Gefahren frühzeitig zu erkennen und die richtigen Verhaltensweisen im Ernstfall anzuwenden. Durch die gezielte Informationsweitergabe soll erreicht werden, dass die Machenschaften der Täter ins Leere laufen. Die Polizei betont, dass die Unterstützung durch die neuen Ehrenamtlichen eine wertvolle Ergänzung zur polizeilichen Arbeit darstellt. Das Polizeipräsidium Südosthessen äußerte sich sehr erfreut über den Zuwachs in ihrem Team und wünscht den neuen Beratern viel Freude bei ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit sowie aufmerksame Zuhörer bei ihren künftigen Veranstaltungen.
Einordnung und Ausblick auf die weitere Entwicklung
Einzuordnen ist das Engagement der neuen Ehrenamtlichen als eine notwendige Reaktion auf die anhaltende Bedrohung durch Betrugskriminalität, die sich gezielt gegen ältere Menschen richtet. Den Berichten zufolge ist die Präventionsarbeit eine der wichtigsten Säulen, um den Erfolg von Kriminellen einzudämmen. Die Stärkung des Sicherheitsgefühls durch lokale Akteure ist ein bewährtes Mittel, um das Vertrauen in die eigene Urteilskraft der Senioren zu festigen. Dennoch bleiben einige Fragen offen: Der Quelltext gibt beispielsweise keine Auskunft darüber, wie viele Sicherheitsberater insgesamt aktuell im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen aktiv sind oder wie hoch die Nachfrage nach solchen Vorträgen in den genannten Kommunen konkret ist. Auch bleibt unklar, ob weitere Schulungstermine für das laufende Jahr geplant sind. Dennoch ist der Weg klar vorgezeichnet: Die neuen Berater werden nun in ihren Kommunen tätig werden. Wer sich ebenfalls für eine solche ehrenamtliche Aufgabe interessiert oder Fragen zum Programm hat, kann sich jederzeit an die E-Mail-Adresse praevention.ppsoh@polizei.hessen.de wenden, um Kontakt mit der zuständigen Dienststelle aufzunehmen und weitere Informationen zu erhalten.