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Ab Februar 2027 kommen neue YouTuber schwerer an Werbegeld
Technik · 11.08.2026 08:28

Ab Februar 2027 kommen neue YouTuber schwerer an Werbegeld

Kurz: YouTube verschärft zum Februar 2027 die Hürden für das Partnerprogramm. Neue Creator müssen künftig deutlich mehr Reichweite nachweisen, um Werbegelder zu erhal

Höhere Hürden für den Einstieg in die Monetarisierung

YouTube hat angekündigt, die Bedingungen für die Teilnahme am Partnerprogramm grundlegend anzupassen. Zum 1. Februar 2027 verdoppelt die Plattform die Anforderungen an die notwendige Reichweite, die neue Creator erbringen müssen, um ihre Inhalte über das Partnerprogramm zu monetarisieren. Dies stellt die erste signifikante Änderung der Aufnahmekriterien seit dem Jahr 2018 dar.

Wer künftig am Partnerprogramm teilnehmen möchte, muss innerhalb von 365 Tagen mindestens 8.000 Stunden monetarisierbare Wiedergabezeit vorweisen. Alternativ werden 20 Millionen monetarisierbare Shorts-Aufrufe innerhalb eines Zeitraums von 90 Tagen verlangt. Die bisherige Anforderung von 1.000 Abonnenten bleibt von dieser Änderung unberührt und gilt weiterhin als Grundvoraussetzung für die Aufnahme.

Bestandsschutz für bestehende Partner

Für Content-Creator, die bereits Teil des YouTube-Partnerprogramms sind, ergeben sich durch die neuen Schwellenwerte keine unmittelbaren Konsequenzen. Ihr Status bleibt erhalten, auch wenn sie die neuen, höheren Anforderungen nicht erfüllen. Die Anpassungen richten sich primär an neue Teilnehmer, die nach dem Stichtag im Februar 2027 den Zugang zur Monetarisierung anstreben.

Neue Anforderungen für Shorts-Creator

Besonders für Nutzer, die sich primär auf das Format „Shorts“ konzentrieren, zieht YouTube die Zügel an. Um dauerhaft an den Werbe- und Abo-Einnahmen aus dem sogenannten Shorts-Pool beteiligt zu werden, ist künftig eine kontinuierliche Leistung erforderlich. Wer an dieser Umsatzbeteiligung teilhaben möchte, muss in den jeweils vorangegangenen 90 Tagen die Schwelle von 10 Millionen monetarisierbaren Shorts-Aufrufen erreichen.

Sollte ein Creator diese Marke unterschreiten, bedeutet dies jedoch nicht den automatischen Ausschluss aus dem gesamten Partnerprogramm. Die Monetarisierung von Langformat-Videos bleibt in einem solchen Fall weiterhin möglich. YouTube plant zudem, alternative Einnahmequellen zu fördern, um den Druck auf die reine Werbefinanzierung zu senken. Hierzu wurden Programme in Aussicht gestellt, die Boni für YouTube Shopping, Produktionsguthaben für Markenkooperationen sowie Belohnungen für die Teilnahme an kulturellen Trends umfassen. Detaillierte Informationen zu diesen neuen Vergütungsmodellen stehen derzeit noch aus.

Strategische Neuausrichtung durch Abo-Modelle

Als strategisches Gegengewicht zu den schwankenden Werbeeinnahmen setzt YouTube verstärkt auf das Abonnement-Geschäft. Das Modell „Premium Lite“, das ohne den integrierten Musikdienst auskommt, wird international auf alle Länder ausgeweitet, in denen YouTube Premium bereits verfügbar ist.

Die Vergütung für Creator bei diesen Abo-Modellen gestaltet sich wie folgt:

  • Bei Premium Lite fließen 60 Prozent der Netto-Aboeinnahmen in einen speziellen Creator-Pool.
  • Bei der klassischen Premium-Variante liegt dieser Anteil bei 30 Prozent.

Nach Angaben der Plattform erzielen Creator pro Nutzer im Durchschnitt höhere Einnahmen durch die Abo-Beteiligungen als durch die klassische Werbeschaltung.

Handlungsbedarf für Creator

Alle Teilnehmer des Partnerprogramms sind dazu verpflichtet, die aktualisierten Vertragsbedingungen bis spätestens zum 31. Januar 2027 über das YouTube Studio zu bestätigen. Sollte diese Frist verstreichen, ohne dass die neuen Bedingungen akzeptiert wurden, entfallen ab Februar 2027 sämtliche Einnahmen aus den betroffenen Monetarisierungsfunktionen.

Die Plattform passt ihre Richtlinien regelmäßig an. Erst im Januar hatte YouTube die Werberichtlinien für sensible Themen wie Suizid, Essstörungen oder Abtreibung gelockert, um diese Inhalte für die volle Werbevermarktung zugänglich zu machen. Die nun angekündigten Änderungen für 2027 markieren eine weitere Etappe in der stetigen Weiterentwicklung des Ökosystems.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/mann-smartphone-tablet-drinnen-6333679/ · Foto: https://kaboompics.com/
Quelle: https://www.heise.de/news/YouTube-Partnerprogramm-Fuer-Werbegeld-braucht-es-bald-mehr-Zuschau-Zeit-11409552.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag