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Zwei dreiste Diebstähle in Discountern in Borken und Ahnatal: Polizei sucht Zeugen
Regional · 29.10.2026 14:19

Zwei dreiste Diebstähle in Discountern in Borken und Ahnatal: Polizei sucht Zeugen

Kurz: Die Polizei Nordhessen fahndet nach zwei dreisten Diebstählen in Discountern in Borken und Ahnatal nach unbekannten Tätern und sucht dringend Zeugen.

Ein dreister Raubzug in zwei nordhessischen Gemeinden

Am vergangenen Mittwoch kam es in Nordhessen zu zwei Vorfällen, die durch ihre dreiste Vorgehensweise in Discountern für Aufsehen sorgen. Sowohl in Borken im Schwalm-Eder-Kreis als auch in Ahnatal im Landkreis Kassel verschafften sich unbekannte Täter gewaltsam oder durch geschickte Manipulation Zugang zu Waren, um diese unbemerkt zu entwenden. Die Polizei Nordhessen hat in beiden Fällen die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun nach Hinweisen aus der Bevölkerung. Die Taten ereigneten sich jeweils in den Vormittags- beziehungsweise Abendstunden, wobei die Täter in beiden Fällen ein ähnliches Ablenkungsmuster anwandten, um ihre kriminellen Absichten zu verschleiern. Die Ermittlungsbehörden gehen derzeit davon aus, dass es sich bei den Tätern in Borken und Ahnatal um unterschiedliche Gruppen handelt, da die Vorgehensweisen zwar Parallelen aufweisen, die Täterbeschreibungen jedoch deutlich voneinander abweichen. Die Polizei betont, dass die Sicherheit in öffentlichen Verkaufsräumen ein hohes Gut ist und bittet die Bevölkerung um erhöhte Wachsamkeit bei verdächtigen Wahrnehmungen in der Nähe von Supermärkten und Discountern.

Die Details der Vorfälle in Borken und Ahnatal

Die erste Tat ereignete sich am Mittwochmorgen gegen 09:30 Uhr in einem Supermarkt im Gellenweg in Borken. Nach Angaben der eingesetzten Beamten der Polizeistation Homberg betraten zwei unbekannte Männer das Geschäft. Während einer der Täter eine Kassiererin in ein intensives Gespräch verwickelte, um sie gezielt von ihrer Arbeit abzulenken, nutzte sein Komplize die Gunst der Stunde. Er öffnete eine Ablage hinter dem Kassenbereich und entwendete Zigaretten im Wert von mehreren Hundert Euro. Nach der Tat flüchteten beide Männer aus dem Markt, stiegen in einen weißen PKW der Marke Toyota, in dem ein dritter Mann bereits auf sie wartete, und fuhren in unbekannte Richtung davon. Eine Täterbeschreibung liegt für diesen Vorfall bisher nicht vor.

Der zweite Vorfall ereignete sich am selben Tag gegen 19:30 Uhr in einem Discounter in der Heckershäuser Straße in Ahnatal. Auch hier wählten die Täter die Methode der Ablenkung. Während einer der Männer eine Mitarbeiterin in ein Gespräch verwickelte, nahm der andere Täter hochpreisige Lebensmittel im Wert von rund 400 Euro an sich. Ein dritter Komplize wartete währenddessen im Außenbereich und öffnete die Schiebetür, um die Flucht zu ermöglichen. Alle drei Männer flüchteten daraufhin mit einem weißen Transporter. Ein Mitarbeiter konnte die Täter detailliert beschreiben: Täter eins ist etwa 35 Jahre alt, 1,80 Meter groß, kräftig gebaut und hat kurze, dunkelblonde Haare. Täter zwei ist ebenfalls etwa 35 Jahre alt, 1,80 Meter groß, jedoch von schlanker Statur und hat dunkle Haare. Der dritte Täter wird ebenfalls auf etwa 35 Jahre geschätzt, ist 1,70 Meter groß, schlank, trug eine weiße Basecap und einen dunklen Vollbart.

Hintergrund und bisheriger Verlauf der Ermittlungen

Die Ermittlungen zu den beiden Diebstählen laufen auf Hochtouren. Die Polizei hat bereits erste Spuren gesichert und die betroffenen Tatorte in Borken und Ahnatal untersucht. Dass es an einem einzigen Tag zu zwei derart dreisten Diebstählen in Discountern in unterschiedlichen Landkreisen gekommen ist, stellt für die Polizei eine besondere Herausforderung dar. Die Beamten des Polizeireviers Nord in Kassel sowie der Polizeistation Homberg arbeiten eng zusammen, um mögliche Zusammenhänge zu prüfen. Bisherige Erkenntnisse deuten jedoch darauf hin, dass es sich um zwei voneinander unabhängige Tätergruppen handelt. Die Ermittler prüfen nun, ob es in der Vergangenheit ähnliche Vorfälle in der Region gegeben hat, die auf dieselbe Masche hindeuten könnten. Die Täter zeigten in beiden Fällen ein hohes Maß an Vorbereitung und arbeiteten arbeitsteilig, was auf eine gewisse kriminelle Routine schließen lässt. Das Ziel der Ermittlungen ist es nun, die Identität der Männer zu klären und die Fluchtfahrzeuge sowie deren Halter zu ermitteln.

Die Beteiligten und die Rolle der Polizei

In die Ermittlungen sind das Polizeipräsidium Nordhessen, die Polizeistation Homberg sowie das Polizeirevier Nord involviert. Die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Nordhessen, Luisa Gaber, fungiert als zentrale Ansprechpartnerin für Medienanfragen. Die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Discounter in Borken und Ahnatal sind die primären Zeugen, die den Tathergang schildern konnten. Besonders der Mitarbeiter in Ahnatal leistete durch seine präzise Täterbeschreibung einen wichtigen Beitrag zur laufenden Fahndung. Die Polizei ist nun auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Zeugen, die im Bereich des Gellenweges in Borken oder der Heckershäuser Straße in Ahnatal verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sollen sich umgehend melden. Die Polizei betont, dass jeder Hinweis, so klein er auch erscheinen mag, bei der Identifizierung der Täter helfen kann. Die Ermittler sind rund um die Uhr über die Telefonnummer 0561 - 9100 erreichbar, um sachdienliche Hinweise entgegenzunehmen.

Einordnung der Vorfälle durch die Behörden

Den Berichten der Polizei zufolge ist das Vorgehen der Täter als besonders dreist einzustufen, da sie die Angestellten gezielt in Gespräche verwickelten, um den Diebstahl zu ermöglichen. Einzuordnen ist das so, dass die Täter bewusst die soziale Interaktion mit dem Personal ausnutzen, um ihre kriminellen Handlungen zu verschleiern. Die Tatsache, dass in beiden Fällen ein dritter Komplize als Fahrer oder Fluchthelfer bereitstand, unterstreicht den organisierten Charakter der Diebstähle. Dass in Ahnatal gezielt hochpreisige Lebensmittel entwendet wurden, könnte darauf hindeuten, dass die Waren für den schnellen Weiterverkauf bestimmt sind. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor einer Zunahme solcher Ablenkungsdiebstähle im Einzelhandel. Die Ermittler raten dem Personal in Discountern zu erhöhter Aufmerksamkeit, insbesondere wenn Kunden versuchen, Mitarbeiter durch lange oder ablenkende Gespräche von ihrem eigentlichen Arbeitsplatz wegzulocken. Solche Vorfälle belasten nicht nur die betroffenen Betriebe finanziell, sondern verunsichern auch das Personal und die Kundschaft vor Ort.

Offene Fragen und Lücken im aktuellen Kenntnisstand

Trotz der laufenden Ermittlungen gibt es noch zahlreiche offene Fragen, die der vorliegende Quelltext nicht beantworten kann. So ist bisher völlig unklar, ob die Täter aus der Region stammen oder ob es sich um überregional agierende Banden handelt. Auch über die genaue Herkunft der Fluchtfahrzeuge – den weißen Toyota in Borken und den weißen Transporter in Ahnatal – liegen derzeit keine Informationen vor. Es bleibt zudem ungeklärt, ob die Täter in Borken ebenfalls eine Täterbeschreibung hinterlassen konnten, die über die der Ahnataler Gruppe hinausgeht, oder ob hier eine komplette Identifizierungslücke besteht. Ob es Videoaufzeichnungen aus den Überwachungskameras der Discounter gibt, die eine Identifizierung ermöglichen könnten, wird im Bericht nicht explizit erwähnt. Ebenso bleibt offen, ob die Täter bei ihren Fluchten von Zeugen oder weiteren Kameras im öffentlichen Raum gefilmt wurden. Die genauen Kennzeichen der Fluchtfahrzeuge sind ebenfalls noch nicht bekannt, was die Fahndung nach den Fahrzeugen erschwert.

Wie es weitergeht: Fahndung und Ermittlungsschritte

Die Polizei Nordhessen setzt ihre Ermittlungen in den kommenden Tagen fort. Ein zentraler Punkt ist die Auswertung der Zeugenaussagen und die Zusammenführung aller gesammelten Informationen aus den beiden Tatorten. Die Beamten hoffen, durch die Veröffentlichung der Täterbeschreibungen aus Ahnatal weitere Zeugen zu finden, die die Männer möglicherweise an anderen Orten gesehen haben. Sollten sich neue Hinweise ergeben, werden diese umgehend in die Fahndung einfließen. Die Polizei bittet die Bevölkerung, bei verdächtigen Beobachtungen nicht selbst einzugreifen, sondern umgehend den Notruf zu wählen. Über den weiteren Fortgang der Ermittlungen, etwaige Festnahmen oder die Sicherung von Beweismitteln, wird das Polizeipräsidium Nordhessen bei Bedarf informieren. Die Ermittler sind weiterhin unter der angegebenen Telefonnummer für Hinweise erreichbar. Die Zusammenarbeit zwischen der Polizeistation Homberg und dem Polizeirevier Nord bleibt bestehen, um eine lückenlose Aufklärung der beiden Diebstahlsserien zu gewährleisten. Ob in naher Zukunft weitere Sicherheitsmaßnahmen in den betroffenen Discountern getroffen werden, bleibt eine Entscheidung der jeweiligen Betreiber.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/fahrzeugblaues-notlicht-eingeschaltet-532001/ · Foto: Pixabay
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6380416