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Zehnkampf-Gala! Gold für Leo Neugebauer, Niklas Kaul holt Silber
Sport · 13.08.2026 22:19

Zehnkampf-Gala! Gold für Leo Neugebauer, Niklas Kaul holt Silber

Kurz: Bei der Leichtathletik-EM in Birmingham sichert sich Leo Neugebauer Gold im Zehnkampf, während Niklas Kaul mit Silber den deutschen Doppelerfolg perfekt macht.

Ein historischer Doppelerfolg in Birmingham

Bei der Leichtathletik-Europameisterschaft 2026 im britischen Birmingham erlebte das deutsche Team einen denkwürdigen Abend, der als eine der Sternstunden der nationalen Leichtathletik in die Geschichte eingehen dürfte. Der Weltmeister Leo Neugebauer krönte sich zum König der Athleten und sicherte sich nach einer nervenaufreibenden Vorstellung die Goldmedaille im Zehnkampf. Doch damit nicht genug: Sein Teamkollege Niklas Kaul, der Weltmeister von 2019, komplettierte das herausragende Ergebnis mit dem Gewinn der Silbermedaille. Die Entscheidung fiel erst im abschließenden 1500-Meter-Lauf, der die Zuschauer in der Arena und vor den Bildschirmen bis zur letzten Sekunde in Atem hielt. Neugebauer, der seit der zweiten Disziplin die Führung innehatte, verteidigte seinen Vorsprung mit letzter Kraft. Nach einer Zeit von 4:38,36 Minuten erreichte er völlig erschöpft das Ziel und sicherte sich mit insgesamt 8611 Punkten den EM-Titel. Der 26-Jährige bewies dabei nicht nur sportliche Klasse, sondern auch eine enorme mentale Stärke, indem er sich von widrigen Umständen während des Wettkampfs nicht aus der Ruhe bringen ließ. Niklas Kaul, der als starker Läufer bekannt ist, versuchte zwar alles, um den Rückstand aufzuholen, musste sich am Ende jedoch mit dem zweiten Platz begnügen, was den deutschen Triumph jedoch keineswegs schmälerte.

Die dramatischen Details des Wettkampfs

Der Weg zum Gold war für Leo Neugebauer von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Besonders der Stabhochsprung entwickelte sich zu einem unerwarteten Nervenkrimi. Aufgrund eines Fehlers der Kampfrichter, die die Latte vor einem Versuch über 4,80 Meter um zehn Zentimeter zu tief angesetzt hatten, musste Neugebauer seinen Sprung wiederholen. Erschwerend kam hinzu, dass bei der Wiederholung die Abstände der Stangen auf der Anlage falsch eingestellt waren, was einen weiteren, kräftezehrenden Anlauf erforderte. Trotz dieser Widrigkeiten übersprang er später sogar 4,90 Meter. Der zweite Tag begann für ihn mit 14,94 Sekunden über 110 Meter Hürden eher schleppend, doch er konterte eindrucksvoll mit einem neuen EM-Rekord im Diskuswurf von 54,31 Metern. Niklas Kaul zeigte ebenfalls eine beeindruckende Leistung: 14,73 Sekunden über die Hürden, 48,88 Meter im Diskuswurf und 4,90 Meter im Stabhochsprung legten das Fundament. Mit einer Weite von 73,54 Metern im Speerwurf schob sich Kaul vor dem abschließenden Lauf auf den zweiten Rang. Im Finale über 1500 Meter lief Kaul eine starke Zeit von 4:20,70 Minuten, was ihm den Silberrang sicherte, während Sander Skotheim aus Norwegen nach 4:25,99 Minuten Bronze holte. Auch der junge Amadeus Gräber glänzte mit einer Bestleistung von 5,10 Metern im Stabhochsprung und einem achten Platz bei seiner EM-Premiere.

Der Weg zum Gipfel und die Vorgeschichte

Die Ausgangslage vor dem zweiten Tag war für das deutsche Duo vielversprechend, doch der Wettbewerb war von Beginn an von einem hohen Leistungsdruck geprägt. Neugebauer, der bereits vor elf Monaten bei den Weltmeisterschaften triumphiert hatte, untermauerte in Birmingham erneut seinen Status als einer der besten Zehnkämpfer der Welt. Dass er den Wettkampf trotz der Stabhochsprung-Panne gewinnen konnte, unterstreicht seinen Champion-Charakter. Die Konkurrenzsituation hatte sich bereits vor dem Start am Donnerstag deutlich verändert. Der estnische Titelverteidiger Johannes Erm musste den Wettkampf vorzeitig beenden, nachdem er bereits nach dem 400-Meter-Lauf am ersten Tag aufgrund einer Knieverletzung humpelte. Auch andere namhafte Athleten fehlten im Teilnehmerfeld: Der Schweizer Simon Ehammer, ein Top-Zehnkämpfer, hatte sich im Vorfeld dazu entschieden, sich ausschließlich auf den Weitsprung zu konzentrieren, wo er die Silbermedaille gewann. Zudem war der norwegische Olympiasieger Markus Rooth nicht am Start. Diese Ausfälle minderten zwar die Breite des Feldes, doch die Leistung von Neugebauer und Kaul bleibt vor dem Hintergrund der eigenen hohen Anforderungen und der spezifischen Bedingungen in Birmingham außergewöhnlich hoch einzustufen.

Die Akteure im Fokus

Im Zentrum des Geschehens standen zweifellos die beiden deutschen Medaillengewinner Leo Neugebauer und Niklas Kaul. Neugebauer, der sich nach dem Zieleinlauf vor Erschöpfung auf den Boden legen musste, zeigte sich nach dem Wettkampf sichtlich bewegt von seinem zweiten Großereignis-Erfolg innerhalb eines knappen Jahres. Er äußerte sich kritisch über das Stabhochsprung-Chaos und betonte, dass er eine solche Situation zuvor noch nie erlebt habe. Niklas Kaul wiederum festigte mit seiner zweiten EM-Medaille – nach seinem Goldtriumph im Jahr 2022 – seinen Ruf als verlässlicher Champion. Neben den beiden Routiniers hinterließ der erst 21-jährige Amadeus Gräber einen bleibenden Eindruck. Er zeigte sich bei seiner ersten Europameisterschaft nervenstark und begeisterte das Publikum mit seiner Bestleistung im Stabhochsprung. Die Kampfrichter und Organisatoren der EM in Birmingham gerieten derweil durch die fehlerhafte Lattenpositionierung und die falsch justierten Anlagen im Stabhochsprung in die Kritik, da diese Pannen das sportliche Geschehen maßgeblich beeinflussten und die Athleten unnötig Kraft kosteten.

Einordnung des sportlichen Erfolgs

Einzuordnen ist dieser Doppelerfolg als eine Bestätigung der deutschen Vormachtstellung im Zehnkampf. Dass Neugebauer nach seinem WM-Titel nun auch Europameister wurde, unterstreicht seine aktuelle Ausnahmestellung in der Disziplin. Die Tatsache, dass er trotz der physischen Qualen am Ende des 1500-Meter-Laufs – bei denen er fast gestürzt wäre – die Führung verteidigen konnte, zeigt laut Expertenmeinungen eine enorme mentale Widerstandsfähigkeit. Den Berichten zufolge war die Erschöpfung im Ziel so groß, dass Erinnerungen an seinen WM-Titel vor einem Jahr wach wurden, als er die Bahn sogar im Rollstuhl verlassen musste. Diesmal konnte er sich jedoch aus eigener Kraft berappeln, was als Zeichen seiner verbesserten physischen Verfassung gewertet werden kann. Dass Kaul den Rückstand auf 38 Punkte verkürzen konnte, zeigt zudem, wie eng das interne Duell war. Die Medaillenränge spiegeln die hohe Leistungsdichte wider, wobei der Norweger Sander Skotheim als dritter Mann auf dem Podium die internationale Konkurrenz vertrat, die sich bis zum Schluss an den deutschen Athleten die Zähne ausbiss.

Offene Fragen und verbleibende Lücken

Obwohl der Wettkampf sportlich entschieden ist, lässt der Quelltext einige Fragen unbeantwortet. So bleibt unklar, welche konkreten Konsequenzen die Organisatoren aus den Fehlern im Stabhochsprung ziehen werden. Es wird nicht explizit erläutert, ob es offizielle Proteste seitens des deutschen Teams oder anderer Nationen gab, die über die bloße Äußerung von Neugebauer hinausgingen. Zudem fehlen detaillierte medizinische Informationen zum Zustand von Johannes Erm, außer der knappen Erwähnung seiner Knieverletzung. Auch über die langfristigen Auswirkungen der enormen körperlichen Belastung auf die kommenden Wettkämpfe der Athleten gibt es keine Informationen. Es bleibt zudem offen, wie die internationale Fachwelt die organisatorischen Mängel in Birmingham bewertet und ob dies Auswirkungen auf zukünftige Austragungsorte haben könnte. Die Berichterstattung konzentriert sich primär auf die sportlichen Ergebnisse und die unmittelbaren Reaktionen der Athleten, während die Hintergründe der technischen Pannen in der Stabhochsprung-Anlage nur oberflächlich beleuchtet werden. Auch über die weiteren Pläne von Amadeus Gräber nach seiner erfolgreichen Premiere erfährt der Leser an dieser Stelle nichts weiter.

Ausblick auf die weitere Entwicklung

Für die deutschen Zehnkämpfer endet mit diesem Erfolg ein intensives Kapitel der Leichtathletik-Saison 2026. Leo Neugebauer hat mit dem Gewinn des EM-Titels seine Sammlung an Trophäen erweitert und seine Position als Weltklasse-Athlet gefestigt. Niklas Kaul konnte mit Silber seine Ambitionen in der europäischen Spitze untermauern. Für Amadeus Gräber stellt der achte Platz bei dieser EM einen wichtigen Meilenstein in seiner noch jungen Karriere dar, der als Sprungbrett für zukünftige internationale Einsätze dienen dürfte. Da der Wettkampf am 13. August 2026 abgeschlossen wurde, stehen nun für die Athleten zunächst Regenerationsphasen an, bevor sie sich auf kommende Herausforderungen vorbereiten können. Offizielle Termine für nächste Wettkämpfe oder weiterführende Entscheidungen der Verbände wurden im vorliegenden Text nicht genannt. Die Leichtathletik-Gemeinschaft wird jedoch zweifellos auf die Aufarbeitung der technischen Pannen in Birmingham blicken, um sicherzustellen, dass bei künftigen Großereignissen die sportliche Fairness durch korrekt funktionierende Anlagen gewährleistet bleibt. Die Athleten selbst haben mit ihrer Leistung in Birmingham bewiesen, dass sie auch unter schwierigen Bedingungen Höchstleistungen abrufen können.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/manner-spielen-sport-laufen-9544750/ · Foto: Omar Ramadan
Quelle: https://www.sportschau.de/leichtathletik/em/neugebauer-und-kaul-kaempfen-um-gold-gegen-skotheim,la-em-2026-birmingham-zehnkampf-tag-zwei-neugebauer-kaul-100.html