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Wieder 40 Grad geknackt - nun sind Gewitter im Anmarsch
Schlagzeilen · 30.07.2026 22:31

Wieder 40 Grad geknackt - nun sind Gewitter im Anmarsch

Kurz: Der Juli endet mit extremer Hitze und neuen Rekordwerten. Doch die Wetterlage schlägt um: Der Deutsche Wetterdienst warnt nun vor aufziehenden Unwettern.

Ein außergewöhnlich heißer Juli neigt sich dem Ende zu

Der Juli 2026 wird als einer der wärmsten und trockensten Monate in die Wetterstatistik eingehen. Nach vorläufigen Analysen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) lag die Durchschnittstemperatur rund 2,8 Grad über dem Vergleichswert der Jahre 1961 bis 1990. Neben der Hitze prägte ein massiver Niederschlagsmangel das Bild: Mit lediglich etwa 40 Litern pro Quadratmeter erreichte die Regenmenge nur knapp die Hälfte des üblichen Solls.

Neue Höchstwerte bei der Hitze

Die Hitzewelle erreichte am Donnerstag ihren vorläufigen Höhepunkt, als an mehreren Messstationen die 40-Grad-Marke überschritten wurde. Besonders Sachsen-Anhalt, Bayern und Baden-Württemberg verzeichneten dabei neue Juli-Rekorde. Den Spitzenwert meldete Bernburg an der Saale mit 40,5 Grad, gefolgt von Kitzingen (40,4 Grad), Ohlsbach (40,2 Grad) sowie Frankfurt am Main und Bad Nauheim mit jeweils 40,1 Grad. Der absolute bundesweite Hitzerekord von 41,8 Grad, der im Juni in Möckern-Drewitz gemessen wurde, bleibt jedoch unangetastet.

Folgen der anhaltenden Trockenheit

Die Auswirkungen dieser extremen Witterungsbedingungen sind vielschichtig. Die Landwirtschaft meldet Einbußen bei den Erträgen, während die erhöhte Waldbrandgefahr die Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Zudem führen die niedrigen Pegelstände in den Gewässern zu Beeinträchtigungen in der Schifffahrt, was die logistischen Herausforderungen in den betroffenen Regionen verschärft.

Umschwung: Von der Hitze zu Unwettern

Zum Monatsende kündigt sich eine markante Wetterumstellung an. Während die Temperaturen zunächst hoch bleiben, steigt die Gefahr für Schauer, Gewitter und stürmische Böen deutlich an. In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen kam es bereits zu ersten Unwetterereignissen. Dabei stürzten Bäume um und beschädigten Fahrzeuge. Am Möhnesee im Sauerland wurden zwei junge Männer durch einen herabfallenden Ast verletzt und mussten medizinisch versorgt werden.

Auch das öffentliche Leben ist von der Wetterlage betroffen. In Hannover musste ein Konzert des Popsängers Alvaro Soler aufgrund der Unwetterwarnungen ersatzlos gestrichen werden. Andere Veranstaltungen, wie das Maschseefest, mussten ihre Zeitpläne kurzfristig an die dynamische Wetterentwicklung anpassen.

Ausblick auf die kommenden Tage

Die Unwettergefahr bleibt auch zum Start in den August bestehen. Für Freitag prognostiziert der DWD Schauer und Gewitter, die sich von Südwesten in Richtung Osten ausbreiten, bei Höchstwerten von bis zu 35 Grad im Südosten.

Der Samstag beginnt gebietsweise heiter bis wolkig, wobei im Osten noch schauerartiger Regen fällt. Im Tagesverlauf ziehen von der westlichen Mitte kräftige Gewitter in Richtung Alpen. Die Temperaturen bewegen sich dabei zwischen 24 Grad im Norden und 32 Grad in den übrigen Landesteilen. Auch der Sonntag bleibt unbeständig: Besonders südlich der Donau und am Alpenrand ist mit Quellwolken und teils kräftigen Gewittern zu rechnen, während die Temperaturen im Süden auf bis zu 34 Grad klettern können.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/dramatisches-nachtgewitter-mit-blitzen-28572000/ · Foto: Nikolett Emmert
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/wetter-hitze-gewitter-unwetter-100.html