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Wenn Bilder erzählen
Regional · 01.10.2026 14:52

Wenn Bilder erzählen

Kurz: Ab dem 6. Oktober präsentieren Maryam Andaz und Wolfgang Roll ihre Gemeinschaftsausstellung „Wenn Bilder erzählen…“ im Kreishaus des Landkreises Kassel.

Einblicke in eine neue künstlerische Welt

Ab dem 6. Oktober öffnet das Kreishaus in Kassel seine Tore für eine besondere künstlerische Begegnung. Im Rahmen der etablierten Reihe „Artists in Residence“ laden die beiden Kunstschaffenden Maryam Andaz und Wolfgang Roll zu einer Gemeinschaftsausstellung ein, die unter dem Titel „Wenn Bilder erzählen…“ steht. Die Ausstellung verspricht eine vielschichtige Auseinandersetzung mit visuellen Erzählformen und lädt die Besucher dazu ein, in unterschiedliche Bildwelten einzutauchen. Die offizielle Eröffnung findet am Dienstag, den 6. Oktober, um 18 Uhr im Foyer des Kreishauses statt. Landrat Andreas Siebert wird die Gäste begrüßen und die Ausstellung feierlich eröffnen. Für eine fachliche Einführung in das Werk der beiden Künstler konnte Lippold von Steimker gewonnen werden, während die musikalische Umrahmung des Abends durch Ramona Nitsch gestaltet wird. Interessierte Besucherinnen und Besucher werden gebeten, sich vorab unter der E-Mail-Adresse veranstaltungen@landkreiskassel.de anzumelden. Die Ausstellung ist nach der Vernissage bis zum 18. November zugänglich und bietet während der regulären Öffnungszeiten des Kreishauses – montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr – die Gelegenheit, die Werke in Ruhe zu betrachten.

Die künstlerischen Ansätze der Akteure

Die Gemeinschaftsausstellung lebt von der bewussten Gegenüberstellung zweier sehr unterschiedlicher künstlerischer Handschriften. Maryam Andaz, deren Arbeitsschwerpunkt in der Illustration und der Gestaltung von Kinder- und Jugendbüchern liegt, verfolgt einen poetischen Ansatz. Sie kombiniert in ihren Werken Malerei, Zeichnung und Collage zu einer klaren Bildsprache, die oft von einem feinen, subtilen Humor durchzogen ist. Durch die Zusammenführung verschiedener Materialien und Bildfragmente entstehen neue erzählerische Zusammenhänge, in denen Realität und Imagination eine Symbiose eingehen. Im Kontrast dazu steht das Schaffen von Wolfgang Roll. Seine Werke entstehen in einem langwierigen Prozess der Schichten- und Lasurmalerei, bei dem er Acryl-, Gouache- und Ölfarben miteinander kombiniert. Roll arbeitet in einer überdeutlich realistischen Manier. Seine Motive, die oft Architektur, Stadtansichten oder Landschaften in nahsichtigen Ausschnitten zeigen, basieren zumeist auf eigenen Fotografien. Ein besonderes Merkmal seiner Technik ist die Integration von „Bildern im Bild“, bei denen er gemalte Papierbilder oder Wandmalereien in seine Kompositionen einfügt, um die visuelle Wahrnehmung des Betrachters herauszufordern.

Der Hintergrund der Ausstellungsreihe

Die Präsentation ist Teil der kontinuierlichen Reihe „Artists in Residence“, die vom Landkreis Kassel initiiert wurde, um Kunstschaffenden eine Plattform zur öffentlichen Darstellung zu bieten. Durch die Nutzung des Foyers im Kreishaus als Ausstellungsort wird ein niederschwelliger Zugang zu zeitgenössischer Kunst geschaffen, der sowohl Mitarbeitende der Verwaltung als auch die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises anspricht. Die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler zielt darauf ab, ein breites Spektrum an Techniken und Stilen abzubilden. Indem das Kreishaus regelmäßig seine Räumlichkeiten für solche Projekte zur Verfügung stellt, unterstreicht die Institution ihre Rolle als kultureller Akteur in der Region. Die aktuelle Ausstellung mit Maryam Andaz und Wolfgang Roll fügt sich in dieses Konzept ein, indem sie zwei künstlerische Positionen zusammenbringt, die sich in ihrer Herangehensweise und Materialwahl deutlich unterscheiden, aber dennoch ein gemeinsames Ziel verfolgen: die narrative Kraft der bildenden Kunst für das Publikum erfahrbar zu machen und zum Entdecken sowie zum Nachdenken anzuregen.

Die Akteure hinter der Ausstellung

Die Realisierung dieser Ausstellung ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen den beiden Künstlern Maryam Andaz und Wolfgang Roll sowie der Verwaltung des Landkreises Kassel. Während die Künstler die inhaltliche und ästhetische Gestaltung der Schau verantworten, fungiert der Landkreis als Gastgeber und Organisator. Landrat Andreas Siebert übernimmt die offizielle Eröffnung, was den Stellenwert dieser kulturellen Veranstaltung innerhalb der regionalen Verwaltung unterstreicht. Die inhaltliche Vermittlung der Werke wird durch den Gastredner Lippold von Steimker unterstützt, der den Besuchern einen tieferen Einblick in die künstlerischen Intentionen geben soll. Die musikalische Komponente durch Ramona Nitsch rundet den Eröffnungsabend ab. Die Einbindung dieser verschiedenen Akteure zeigt, dass die Ausstellung nicht nur ein rein visuelles Erlebnis sein soll, sondern eine interdisziplinäre Veranstaltung, die Kunst, Musik und fachliche Einordnung miteinander verknüpft. Die Organisation der Anmeldungen über die offizielle E-Mail-Adresse des Landkreises stellt zudem sicher, dass die logistischen Abläufe für die Vernissage koordiniert und transparent gestaltet werden können.

Einordnung der künstlerischen Positionen

Einzuordnen ist die Ausstellung als eine bewusste Zusammenführung von Illustration und klassischer, realistischer Malerei. Den Berichten zufolge liegt der Reiz der Schau gerade in der Divergenz der Stile. Während Maryam Andaz durch die Collage-Technik eine eher assoziative und erzählerische Ebene bedient, die stark von der Welt der Illustration geprägt ist, fordert Wolfgang Roll das Auge des Betrachters durch eine fast hyperrealistische Detailtreue heraus. Die Kombination von „Bilder im Bild“ bei Roll und die „Bildwelten“ von Andaz deuten darauf hin, dass die Ausstellung eine tiefere Auseinandersetzung mit der Frage verlangt, wie wir Bilder wahrnehmen und welche Geschichten sie über unsere Realität erzählen können. Die Wahl des Kreishauses als Ausstellungsort bietet dabei einen sachlichen Rahmen, der die künstlerischen Arbeiten in den Vordergrund rückt. Die Ausstellung ist somit nicht nur eine bloße Präsentation von Werken, sondern ein Dialog zwischen zwei unterschiedlichen künstlerischen Welten, die sich im gemeinsamen Raum des Foyers begegnen und den Betrachter zur aktiven Auseinandersetzung mit den ausgestellten Objekten auffordern.

Offene Fragen und Ausblick

Der vorliegende Quelltext lässt einige Details offen, die für das Publikum von Interesse sein könnten. So wird beispielsweise nicht spezifiziert, wie viele Werke genau ausgestellt werden oder ob die Künstler für die Ausstellung neue, speziell für diesen Anlass geschaffene Arbeiten angefertigt haben. Auch die genaue Auswahl der Motive, etwa welche speziellen Städte oder Landschaften Wolfgang Roll in seinen Bildern verarbeitet, bleibt im Text unerwähnt. Ebenso gibt es keine Informationen darüber, ob die ausgestellten Werke käuflich zu erwerben sind oder ob es während der Laufzeit weitere Begleitveranstaltungen wie Künstlergespräche oder Führungen geben wird. Was den weiteren Verlauf betrifft, so ist der zeitliche Rahmen klar definiert: Nach der Eröffnung am 6. Oktober bleibt die Ausstellung bis zum 18. November für die Öffentlichkeit zugänglich. Ob nach dem Ende der Ausstellung eine Finissage stattfinden wird oder in welcher Form die Werke danach weiterverwendet werden, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Die Besucher sind nun dazu eingeladen, sich ab dem 6. Oktober selbst ein Bild von der Vielfalt und den erzählerischen Qualitäten der gezeigten Kunstwerke zu machen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/landschaft-wahrzeichen-entspannung-skyline-27922095/ · Foto: Wolfgang Weiser
Quelle: http://landkreiskassel.de/pressemitteilungen/oktober/ausstellung-andaz-roll.php