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Regional · 29.09.2026 12:41

Unbekannte stehlen Rüttelplatten von Baustellen in Homberg und Neuental - Polizei sucht Zeugen

Kurz: Im Schwalm-Eder-Kreis kam es am vergangenen Wochenende zu zwei Diebstählen auf Baustellen. Unbekannte entwendeten Rüttelplatten im Wert von über 20.000 Euro.

Was geschehen ist – die Kernmeldung

Im Schwalm-Eder-Kreis kam es über das zurückliegende Wochenende zu zwei zielgerichteten Diebstählen auf Baustellen, die nun die Ermittlungsbehörden beschäftigen. Unbekannte Täter haben sich in Homberg sowie in Neuental-Zimmersrode Zugang zu Baustellen verschafft und dort hochwertige Arbeitsgeräte entwendet. Bei den gestohlenen Gegenständen handelt es sich in beiden Fällen um Rüttelplatten, die für den professionellen Baubetrieb unerlässlich sind. Der Gesamtwert der Beute beläuft sich nach ersten polizeilichen Schätzungen auf eine Summe von mehr als 20.000 Euro. Die Taten ereigneten sich in einem Zeitraum von Freitagmittag bis zum frühen Montagmorgen. Aufgrund der massiven Bauart und des hohen Eigengewichts der entwendeten Maschinen gehen die Beamten davon aus, dass die Täter nicht nur über entsprechendes technisches Wissen verfügten, sondern für den Abtransport der schweren Geräte zwingend ein motorisiertes Fahrzeug, vermutlich einen Transporter oder einen Anhänger, verwendet haben müssen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft derzeit intensiv, ob zwischen den beiden Vorfällen in den unterschiedlichen Ortschaften ein direkter Tatzusammenhang besteht.

Die Einzelheiten der Tatorte und der Beute

Der erste Tatort befindet sich in Homberg, konkret am dortigen Freibad im Erlebrunnenweg. Hier erstreckte sich der Tatzeitraum von Freitag, den 29. September 2026, um 13:30 Uhr bis zum darauffolgenden Montagmorgen um 06:30 Uhr. Die Täter entwendeten von diesem Gelände eine hochwertige Rüttelplatte, die speziell für den Einsatz an einem Bagger konzipiert ist. Der zweite Vorfall ereignete sich in Neuental-Zimmersrode im Bereich der Bahnhofstraße, Ecke Bischhäuser Straße. Hier wurde der Tatzeitraum auf den Zeitraum zwischen Sonntag, 14:30 Uhr, und Montag, 06:00 Uhr, eingegrenzt. Bei der in Neuental gestohlenen Maschine handelt es sich um ein etwa 500 Kilogramm schweres Modell der bekannten Marke Wacker Neuson. Um an das Diebesgut zu gelangen, mussten die Täter in Neuental zunächst eine Umzäunung überwinden, die das Baustellengelände eigentlich vor unbefugtem Zutritt schützen sollte. Die Ermittler des Polizeipräsidiums Nordhessen werten nun die Spuren an beiden Tatorten aus, um nähere Anhaltspunkte zur Identität der Täter oder zum genutzten Fahrzeug zu gewinnen.

Hintergrund und bisheriger Verlauf

Die Diebstähle reihen sich in eine Serie von Delikten ein, die Baustellenbetreiber im Schwalm-Eder-Kreis zunehmend vor Herausforderungen stellen. Dass hochwertige Maschinen wie Rüttelplatten ins Visier von Kriminellen geraten, ist kein Einzelfall, stellt jedoch aufgrund der hohen Investitionskosten für die betroffenen Bauunternehmen eine erhebliche finanzielle Belastung dar. Die Tatsache, dass die Täter in Neuental-Zimmersrode gezielt ein umzäuntes Gelände aufsuchten, deutet auf eine gewisse kriminelle Energie und eine gezielte Planung hin. Es ist davon auszugehen, dass die Täter die Baustellen zuvor ausgekundschaftet haben könnten, um den Abtransport der schweren Geräte logistisch vorzubereiten. Die Polizei in Homberg, die für die Ermittlungen federführend zuständig ist, hat nach Bekanntwerden der Diebstähle am Montagmorgen umgehend die Spurensicherung eingeleitet und die Tatorte dokumentiert. Bisher gibt es jedoch noch keine konkreten Hinweise auf die Täter oder den Verbleib der schweren Baumaschinen. Die Ermittlungsarbeit konzentriert sich nun darauf, mögliche Zeugen zu finden, die im Umfeld der Baustellen in Homberg und Neuental verdächtige Beobachtungen gemacht haben könnten.

Die Beteiligten und die polizeiliche Arbeit

Die Ermittlungen werden durch das Polizeipräsidium Nordhessen koordiniert. Als Ansprechpartnerin für die Presse fungiert die Pressesprecherin Yvonne Winter, die den Vorfall öffentlich machte und zur Mithilfe der Bevölkerung aufrief. Die Polizei in Homberg ist die zentrale Dienststelle, die alle Hinweise koordiniert und unter der Telefonnummer 05681-7740 erreichbar ist. Neben den Beamten vor Ort ist auch das Polizeipräsidium in Kassel in die Kommunikation und die übergeordnete Ermittlungsführung eingebunden. Die betroffenen Bauunternehmen, deren Eigentum entwendet wurde, sind die Geschädigten in diesem Fall. Sie sind nun darauf angewiesen, dass die Ermittlungen Erfolg haben, um den entstandenen Schaden zu begrenzen oder durch Versicherungen abzuwickeln. Die Polizei appelliert an alle Anwohner und Passanten, die in den genannten Zeiträumen im Bereich der Baustellen in Homberg oder Neuental-Zimmersrode verdächtige Fahrzeuge – insbesondere solche, die für den Transport schwerer Lasten geeignet sind – oder auffällige Personen bemerkt haben, sich umgehend mit den Behörden in Verbindung zu setzen.

Einordnung der Vorfälle

Einzuordnen ist das Geschehen als professionell organisierte Diebstahlserie. Den Berichten zufolge ist das Gewicht der Rüttelplatten ein entscheidendes Indiz. Eine 500 Kilogramm schwere Maschine lässt sich nicht ohne Hilfsmittel oder ein geeignetes Fahrzeug bewegen. Dass die Täter in beiden Fällen in der Lage waren, die schweren Geräte abzutransportieren, spricht für eine Vorbereitung, die über einen spontanen Diebstahl weit hinausgeht. Die Polizei bewertet die räumliche und zeitliche Nähe der beiden Taten als Indiz für einen möglichen Zusammenhang. Es ist durchaus üblich, dass Tätergruppen in einer Region mehrere Objekte in kurzer Zeit abarbeiten, um den Ertrag zu maximieren. Die Ermittler prüfen nun, ob es Parallelen in der Vorgehensweise gibt, etwa bei der Art der Überwindung von Sicherungen oder bei der Wahl der Tatzeiten. Die hohe Schadenssumme von über 20.000 Euro unterstreicht zudem, dass es den Tätern gezielt um hochwertige und damit auf dem Schwarzmarkt leicht absetzbare Bautechnik geht.

Offene Fragen und wie es weitergeht

Der vorliegende Quelltext lässt zahlreiche Fragen offen, die Gegenstand der weiteren polizeilichen Arbeit sein werden. So ist derzeit nicht bekannt, ob die Baustellen über eine Videoüberwachung verfügten, die möglicherweise Aufschluss über die Täter geben könnte. Auch bleibt unklar, ob es bereits erste Hinweise auf ein spezifisches Fluchtfahrzeug gibt oder ob Zeugen bereits konkrete Beobachtungen gemeldet haben. Zudem ist offen, ob die Rüttelplatten mit GPS-Trackern ausgestattet waren, die eine Ortung ermöglichen könnten. Wie es weitergeht, hängt nun maßgeblich von der Auswertung der Zeugenhinweise ab. Die Polizei in Homberg hat die Ermittlungen mit Hochdruck aufgenommen und wird versuchen, durch die Befragung von Anwohnern und die Prüfung möglicher Verbindungen zu anderen Delikten im Schwalm-Eder-Kreis Licht ins Dunkel zu bringen. Ein konkreter Termin für den Abschluss der Ermittlungen oder eine mögliche Festnahme wurde nicht genannt, da dies vom Erfolg der laufenden Fahndungsmaßnahmen abhängt.

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6361401