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Ulm fliegt gegen Phoenix Hagen aus dem BBL-Pokal
Sport · 17.10.2026 23:16

Ulm fliegt gegen Phoenix Hagen aus dem BBL-Pokal

Kurz: Ratiopharm Ulm ist überraschend im BBL-Pokal-Achtelfinale ausgeschieden. Gegen den Bundesliga-Tabellenletzten Phoenix Hagen setzte es eine 98:107-Niederlage.

Eine unerwartete Niederlage im Achtelfinale

In einer Begegnung, die für die Basketball-Bundesliga-Landschaft als handfeste Überraschung gewertet werden muss, ist ratiopharm Ulm aus dem BBL-Pokal ausgeschieden. Die Mannschaft, die als klarer Favorit in das Achtelfinal-Duell gegen Phoenix Hagen gegangen war, musste sich am Samstagabend in der Neu-Ulmer Arena mit 98:107 geschlagen geben. Für die Gäste aus Hagen, die derzeit in der Bundesliga als Tabellenletzter geführt werden, markiert dieser Erfolg den Einzug in das Viertelfinale des Wettbewerbs. Während Ulm in den vergangenen Jahren oft als Titelanwärter oder zumindest als feste Größe in der Spitze agierte, zeigte sich das Team an diesem Abend anfällig. Der Spielverlauf offenbarte eine Partie, in der die Rollenverteilung auf dem Papier zu keinem Zeitpunkt die tatsächliche Leistungsstärke auf dem Parkett widerspiegelte. Die Ulmer fanden über die gesamte Spielzeit hinweg kein probates Mittel, um die offensive Effizienz der Hagener Gäste entscheidend zu unterbinden, was letztlich in einem verdienten Ausscheiden des Favoriten mündete.

Der Spielverlauf in der Analyse

Die Partie begann mit einem hohen Tempo, das beide Mannschaften sofort in die Offensive zwang. Bereits in den ersten fünf Minuten entwickelte sich ein Schlagabtausch, bei dem die Körbe beinahe im Minutentakt fielen. Erst nach dieser intensiven Anfangsphase beruhigte sich das Geschehen leicht, wobei Hagen nach dem ersten Viertel mit einem knappen Vorsprung von 24:23 in die erste kurze Pause ging. Im zweiten Viertel präsentierte sich Ulm zwar spielerisch ansprechend, doch defensiv offenbarte das Team von Trainer Ty Harrelson eklatante Lücken, die Phoenix Hagen immer wieder zu nutzen wusste. Mit einem ausgeglichenen Spielstand von 45:45 ging es in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel intensivierte sich das Spiel durch eine Vielzahl an Fouls, was den Spielfluss mehrfach unterbrach. In dieser Phase erwies sich Hagen als das taktisch diszipliniertere Team und erarbeitete sich bis zum Ende des dritten Viertels eine Führung von 69:62. Im Schlussabschnitt bewiesen die Gäste eine bemerkenswerte Abgeklärtheit. Ulm leistete sich in den entscheidenden Momenten leichte Fehler, die Hagen konsequent bestrafte, um den 107:98-Erfolg perfekt zu machen.

Die Akteure und ihre Rollen

Im Zentrum des Geschehens standen auf Ulmer Seite vor allem Trainer Ty Harrelson, dessen taktische Vorgaben in der Defensive nicht die gewünschte Wirkung zeigten. Die Ulmer Mannschaft, die als Favorit in die Partie gegangen war, konnte ihre individuelle Klasse nicht in einen Sieg ummünzen. Auf der Gegenseite zeichnete sich Phoenix Hagen unter der Leitung von Coach Chris Harris aus. Harris gelang es, seine Mannschaft exzellent auf diesen Pokalabend einzustellen, was sich in einer hohen Treffsicherheit und einer abgeklärten Spielweise widerspiegelte. Die Spieler von Phoenix Hagen agierten als geschlossene Einheit, die sich auch durch den Druck der Arena in Neu-Ulm nicht aus der Ruhe bringen ließ. Während die Ulmer Akteure nach dem Spiel mit der Enttäuschung über das vorzeitige Ausscheiden zu kämpfen hatten, feierten die Hagener einen Erfolg, der für das Selbstvertrauen des derzeitigen Bundesliga-Schlusslichts von enormer Bedeutung sein dürfte. Die institutionelle Bedeutung des Pokals wurde durch die Intensität der Partie unterstrichen, wobei die Hagener bewiesen, dass auch ein Tabellenletzter in einem K.o.-Spiel über sich hinauswachsen kann.

Einordnung der sportlichen Leistung

Einzuordnen ist das Ergebnis als eine der größten Überraschungen der laufenden Pokalsaison. Dass ein Bundesligist, der in der heimischen Liga am Tabellenende steht, einen ambitionierten Gegner wie Ulm auswärts mit einer dreistelligen Punktzahl besiegt, ist bemerkenswert. Den Berichten zufolge war der Sieg von Phoenix Hagen als absolut verdient einzustufen, da sie über die gesamte Spieldauer hinweg die konstantere Leistung abriefen. Die Ulmer Defensive wirkte über weite Strecken überfordert, was laut Beobachtungen vor Ort ein wesentlicher Faktor für das Scheitern war. Dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat, zeigte sich an diesem Abend deutlich. Während Ulm den Fokus nun schnell auf andere Wettbewerbe verlagern muss, stellt dieser Sieg für Hagen einen wichtigen moralischen Sieg dar, der den Blick auf die kommenden Bundesliga-Aufgaben verändern könnte. Die offensive Effizienz, die Hagen an den Tag legte, war für die Ulmer Defensive zu keinem Zeitpunkt des Abends wirklich kontrollierbar, was die taktische Überlegenheit der Gäste unterstreicht.

Offene Fragen und der weitere Weg

Der vorliegende Quelltext lässt einige Fragen unbeantwortet, die für eine tiefergehende sportliche Analyse relevant wären. So bleibt unklar, welche spezifischen personellen Ausfälle oder taktischen Umstellungen bei ratiopharm Ulm zu der defensiven Anfälligkeit geführt haben. Auch die genauen Statistiken der einzelnen Spieler werden nicht detailliert aufgeführt, sodass die individuelle Leistung der Leistungsträger im Dunkeln bleibt. Ebenso wenig wird thematisiert, ob es innerhalb der Ulmer Mannschaft interne Unruhen gibt, die das Spiel beeinflusst haben könnten. Wie es nun weitergeht, ist hingegen klar definiert: Für ratiopharm Ulm steht bereits am kommenden Mittwoch die nächste Herausforderung auf dem Programm, wenn das Team im Eurocup gegen Thessaloniki antreten muss. Phoenix Hagen hingegen kehrt in den Bundesliga-Alltag zurück und bereitet sich auf das Heimspiel am Sonntag gegen Braunschweig vor. Diese Begegnungen werden zeigen, ob Ulm die Pokal-Niederlage schnell verarbeiten kann und ob Hagen den Schwung aus dem Pokal-Erfolg in die Liga mitnehmen kann, um den Tabellenkeller zu verlassen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/37148213/ · Foto: Ruben Boekeloo
Quelle: https://www.sportschau.de/regional/swr/swr-ratiopharm-ulm-fliegt-gegen-phoenix-hagen-aus-dem-bbl-pokal-100.html