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Spieleplattform: Der Epic Games Store kommt für Linux
Technik · 20.08.2026 16:23

Spieleplattform: Der Epic Games Store kommt für Linux

Kurz: Epic Games plant eine Linux-Version seines Stores. Ein neues Framework ermöglicht die Portierung, doch Nutzer müssen sich noch gedulden.

Was geschehen ist – die Kernmeldung

Die Spieleplattform Epic Games Store, die bisher exklusiv für das Betriebssystem Windows verfügbar ist, soll in absehbarer Zukunft auch für Linux erscheinen. Dies bestätigte der Entwickler Epic Games in einer offiziellen Fragerunde, die auf dem unternehmenseigenen Discord-Server stattfand. Die Nachricht verbreitete sich schnell, nachdem ein Entwickler des Unternehmens auf eine entsprechende Nutzeranfrage mit einem Emoji reagierte, das den Begriff „Soon“, also „bald“, visualisierte. Damit ist die Katze aus dem Sack: Die Linux-Community, die bisher in Bezug auf den Epic Games Store auf Umwege angewiesen war, darf sich auf eine native Unterstützung freuen. Die Ankündigung markiert einen bedeutenden strategischen Wandel für das Unternehmen, das bisher primär auf Windows fokussiert war. Dieser Schritt ist jedoch kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis technischer Anpassungen im Backend der Plattform. Die Nachricht wurde am 20. August 2026 bekannt und stieß in der IT-Community auf reges Interesse, da sie die bisherige Vormachtstellung von Valve auf dem Linux-Markt infrage stellen könnte. Die Entwicklung befindet sich in einem Stadium, in dem die technische Machbarkeit durch ein neues Framework untermauert wird, auch wenn ein konkretes Veröffentlichungsdatum noch aussteht.

Die Einzelheiten der Entwicklung

Die Informationen stammen aus einer direkten Kommunikation zwischen Epic Games und der Community auf dem offiziellen Discord-Server, wie unter anderem durch PCguide berichtet wurde. Technisch gesehen ist die Portierung auf Linux möglich geworden, weil der Epic Games Store derzeit ein umfassendes Redesign durchläuft. Im Zuge dieser Überarbeitung wird die Plattform auf ein aktualisiertes Framework umgestellt, welches die Portierung auf andere Betriebssysteme wie Linux erst praktikabel macht. Epic Games betonte in einer weiteren Stellungnahme, dass es mit der Bereitstellung eines bloßen Launchers für Linux nicht getan sei. „Wir müssen mehr tun, als nur einen auf Linux nativ laufenden Launcher-Build zu besitzen“, lautete die offizielle Antwort des Unternehmens. Dies deutet darauf hin, dass die Entwickler die Komplexität der Linux-Umgebung und die damit verbundenen Anforderungen an die Software-Infrastruktur durchaus ernst nehmen. Der aktuelle Stand der Dinge ist also eine bestätigte Absicht, gepaart mit einer technischen Grundlage, die den Weg für die Zukunft ebnet, jedoch keine sofortige Verfügbarkeit verspricht. Nutzer sollten laut den Aussagen des Unternehmens nicht davon ausgehen, dass die nächste Preview-Version bereits eine Linux-Unterstützung enthalten wird.

Hintergrund und bisheriger Verlauf

Bisher war der Epic Games Store fest in der Windows-Welt verankert. Für Linux-Nutzer bedeutete dies, dass sie auf die offizielle Plattform verzichten oder auf inoffizielle Lösungen zurückgreifen mussten, um auf ihre Spielebibliothek zugreifen zu können. Der Store hat sich über die Jahre als einer der bedeutendsten Konkurrenten zu Steam etabliert, vor allem durch seine aggressive Strategie, regelmäßig kostenlose Spiele anzubieten und exklusive Titel wie Fortnite zu vertreiben. Während Steam durch seine eigene Plattform und das darauf basierende SteamOS eine Vorreiterrolle unter Linux eingenommen hat, blieb der Epic Games Store in dieser Hinsicht ein weißer Fleck. Dass Epic Games nun reagiert, ist auch ein Spiegelbild der wachsenden Relevanz von Linux als Gaming-Plattform. Die Entscheidung, das Framework der Anwendung zu modernisieren, scheint intern schon länger vorangetrieben worden zu sein. Es ist davon auszugehen, dass die steigende Nachfrage aus der Community und die technologische Weiterentwicklung des Linux-Desktops den Druck auf Epic Games erhöht haben, die eigene Software-Strategie zu überdenken und eine breitere Plattform-Unterstützung anzustreben.

Die Beteiligten und ihre Rollen

Im Zentrum dieser Entwicklung steht das Unternehmen Epic Games, das sowohl als Entwickler der Plattform als auch als Betreiber des Stores fungiert. Die Kommunikation erfolgt über offizielle Kanäle wie den Discord-Server, auf dem Mitarbeiter des Unternehmens direkt mit den Endnutzern interagieren. Auf der anderen Seite steht die Linux-Community, die seit geraumer Zeit den Wunsch nach einer nativen Applikation geäußert hat. Ein weiterer wichtiger Akteur, wenn auch nur indirekt involviert, ist das Unternehmen Valve. Valve hat mit Steam und dem Betriebssystem SteamOS eine Monopolstellung unter Linux inne, da Steam die einzige Plattform ist, die dort aktuell nativ und ohne größere Probleme funktioniert. Die Einbeziehung von SteamOS in die Diskussion zeigt, dass die Beteiligten durchaus den Wettbewerb im Blick haben. Die IT-Experten und Nutzer, die auf dem Discord-Server aktiv sind, fungieren hierbei als Impulsgeber, deren Fragen den Stein erst ins Rollen gebracht haben. Die internen Entwickler bei Epic Games sind letztlich diejenigen, die die technische Last tragen müssen, um die Portierung über das neue Framework zu realisieren.

Einordnung der Ankündigung

Einzuordnen ist das Vorhaben von Epic Games als eine notwendige Anpassung an einen sich wandelnden Markt. Den Berichten zufolge ist der Epic Games Store zwar bei vielen Spielern beliebt, erreicht jedoch bei weitem nicht den Umfang und die funktionale Tiefe von Steam. Ein wesentlicher Aspekt ist die technische Hürde: Spiele wie Fortnite, die das Zugpferd der Plattform darstellen, benötigen für einen reibungslosen Betrieb unter Linux weit mehr als nur den Launcher. Hier kommen komplexe Faktoren wie Anti-Cheat-Software ins Spiel, die unter Linux oft nicht ohne Weiteres funktionieren. Die Ankündigung einer Linux-Version ist daher nicht nur eine Frage der Software-Portierung, sondern auch eine strategische Entscheidung, wie man mit den restriktiven Sicherheitsmechanismen umgeht, die für den Online-Betrieb von Titeln wie Fortnite unerlässlich sind. Dass Epic Games den Fokus auf ein neues Framework legt, zeigt, dass man das Problem an der Wurzel packen will, statt nur oberflächliche Lösungen anzubieten. Dennoch bleibt die Plattform im Vergleich zu Steam unter Linux ein Herausforderer, der erst beweisen muss, dass er die gleiche Stabilität und Benutzerfreundlichkeit bieten kann, die Linux-Spieler von Valve gewohnt sind.

Offene Fragen und Lücken

Der Quelltext lässt eine Reihe von Fragen unbeantwortet, die für die Nutzer von entscheidender Bedeutung sind. Zunächst gibt es keinen konkreten Zeitplan für die Veröffentlichung. Die vage Aussage „Soon“ lässt einen Spielraum von Monaten bis hin zu Jahren offen. Zudem bleibt unklar, ob die Linux-Version des Stores lediglich den Launcher umfasst oder ob Epic Games auch plant, die Spiele selbst durch eine native Linux-Unterstützung für den Store attraktiver zu machen. Besonders kritisch ist die Frage der Anti-Cheat-Software: Es wird im Text zwar erwähnt, dass für Titel wie Fortnite zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind, doch ob Epic Games diese für Linux implementieren wird oder ob die Spiele weiterhin nur über Umwege oder gar nicht spielbar sein werden, bleibt offen. Auch ist nicht geklärt, ob der Epic Games Store unter Linux eine vollständige Parität zum Windows-Store aufweisen wird oder ob es Einschränkungen bei der Auswahl der verfügbaren Spiele geben wird. Diese Lücken zeigen, dass die Ankündigung zwar ein wichtiges Signal ist, aber noch keine Garantie für ein vollumfängliches Spielerlebnis unter Linux bietet.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/nahaufnahme-von-beleuchteten-gaming-tastaturtasten-36665300/ · Foto: Brijesh H
Quelle: https://www.golem.de/news/spieleplattform-der-epic-games-store-kommt-fuer-linux-2608-212143.html