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Sinking Star: Nach zehn Jahren begeistert Braid-Erfinder mit neuem Spiel
Schlagzeilen · 09.10.2026 11:16

Sinking Star: Nach zehn Jahren begeistert Braid-Erfinder mit neuem Spiel

Kurz: Nach einer zehnjährigen Entwicklungszeit meldet sich Indie-Ikone Jonathan Blow mit seinem neuen Rätselspiel 'Order of the Sinking Star' eindrucksvoll zurück.

Ein Meilenstein der Indie-Szene: Die Rückkehr von Jonathan Blow

Nach einer bemerkenswerten Funkstille von rund zehn Jahren hat der renommierte Entwickler Jonathan Blow sein neuestes Projekt der Öffentlichkeit präsentiert. Mit der Veröffentlichung von „Order of the Sinking Star“ knüpft der Schöpfer an seine früheren Erfolge an, die ihn zu einer der prägendsten Figuren der unabhängigen Spieleszene gemacht haben. Das Spiel, welches unter der Federführung seines Studios Thekla entstanden ist, markiert einen bedeutenden Moment für Fans anspruchsvoller Rätselkost. Bereits kurz nach dem Release am 9. Oktober 2026 zeigt sich, dass die Erwartungen an den Entwickler, der durch Titel wie „Braid“ und „The Witness“ Weltruhm erlangte, nicht nur erfüllt, sondern in mancher Hinsicht sogar übertroffen wurden. Die Veröffentlichung ist für Windows-PC via Steam, die Playstation 5 sowie die Nintendo Switch 2 erfolgt. Mit einem Preis von 30 Euro positioniert sich das Werk im mittleren Preissegment, bietet jedoch einen Umfang, der in der aktuellen Spielelandschaft seinesgleichen sucht. Die ersten Spielerzahlen und die Resonanz auf der Plattform Steam unterstreichen das hohe Interesse an Blows neuer Vision, die eine geheimnisvolle Fantasywelt mit einer schier unglaublichen Anzahl an handgefertigten Herausforderungen kombiniert.

Detailreiche Spielmechaniken und ein gigantischer Umfang

Das Herzstück von „Order of the Sinking Star“ bilden die über 1.000 handgefertigten Rätsel, die den Spieler über Hunderte von Stunden beschäftigen sollen. Diese Zahl verdeutlicht den enormen Arbeitsaufwand, den das Team um Jonathan Blow in das Projekt investiert hat. Im Vergleich zu seinem Vorgänger „The Witness“, das bereits für seinen beachtlichen Umfang bekannt war, legt der neue Titel noch einmal deutlich nach. Die Spielwelt selbst ist in verschiedene Areale unterteilt, die jeweils eigenen, internen Regeln folgen. Zu den zentralen Mechaniken gehören das Verschieben von Objekten, der Einsatz von Spiegeln zur Teleportation sowie das geschickte Manipulieren von Lichtstrahlen. Diese Elemente werden im Verlauf des Spiels zunehmend miteinander verknüpft, wodurch aus simplen Einstiegsaufgaben hochkomplexe logische Herausforderungen erwachsen. Ein besonderes Merkmal ist dabei die spielerische Freiheit: Die Rätsel müssen nicht in einer starren, linearen Abfolge gelöst werden. Sollte ein Spieler an einem bestimmten Punkt auf ein unüberwindbares Hindernis stoßen, erlaubt das Spieldesign ein Ausweichen in andere Regionen, um dort neue Erkenntnisse zu sammeln, die später bei der Lösung des ursprünglichen Problems behilflich sein können.

Der lange Weg zur Veröffentlichung: Ein Rückblick

Die Geschichte hinter „Order of the Sinking Star“ ist untrennbar mit der Karriere von Jonathan Blow verbunden. Der Entwickler erlangte 2008 mit dem zeitmanipulierenden Rätselspiel „Braid“ erstmals internationale Bekanntheit und gilt seither als Pionier der Indie-Bewegung. Im Jahr 2016 folgte mit „The Witness“ ein weiteres hochgelobtes Werk, das die Grenzen des Genres erneut verschob. Nach diesem Erfolg wurde es jedoch auffällig still um den Entwickler. Dass nun, zehn Jahre nach seiner letzten großen Veröffentlichung, ein neues Spiel erscheint, ist das Ergebnis eines langwierigen und akribischen Entwicklungsprozesses. Blow hat sich in dieser Zeit bewusst aus dem Rampenlicht zurückgezogen, um sich voll und ganz auf die Ausarbeitung der komplexen Spielmechaniken und die Gestaltung der Fantasywelt zu konzentrieren. Die lange Entwicklungszeit spiegelt sich in der Qualität der Rätsel wider, die laut ersten Berichten sehr ausgeklügelt wirken. Die Entscheidung, das Spiel über sein Studio Thekla zu produzieren, unterstreicht den unabhängigen Charakter des Projekts, das trotz der langen Wartezeit nun den Nerv der Zeit zu treffen scheint.

Die Akteure hinter dem Projekt: Stimmen und Beteiligte

Neben dem visionären Kopf Jonathan Blow, der selbst einen Gastauftritt im Spiel hat, zeichnet sich „Order of the Sinking Star“ durch eine hochwertige Produktion aus. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die auditive Gestaltung gelegt, weshalb das Spiel über eine vollständig vertonte Geschichte verfügt. Hierbei konnte Blow auf bekannte Synchronsprecher zurückgreifen, die dem Projekt zusätzliche Tiefe verleihen. Zu den prominenten Stimmen gehören Darin De Paul, bekannt aus „Overwatch“, sowie Anjali Bhimani, die unter anderem durch ihre Rolle in „Ms. Marvel“ Bekanntheit erlangte. Diese Besetzung unterstreicht den Anspruch, nicht nur spielerisch, sondern auch erzählerisch ein hohes Niveau zu erreichen. Die Entscheidung, bekannte Talente für die Vertonung zu gewinnen, zeigt, dass Blow trotz seines Fokus auf komplexe Rätselmechaniken den Wert einer immersiven Erzählung erkannt hat. Die Zusammenarbeit zwischen den Sprechern und dem Entwicklerteam unter der Leitung von Blow bildet das Fundament für die Atmosphäre, die Spieler in der geheimnisvollen Welt des Spiels erleben.

Einordnung der ersten Reaktionen und Kritiken

Die ersten Reaktionen auf das Spiel sind, den Berichten zufolge, äußerst positiv. Auf der Plattform Steam empfehlen derzeit rund 98 Prozent der Käufer das Spiel weiter, wobei anzumerken ist, dass die Anzahl der Rezensionen noch vergleichsweise gering ist. Einzuordnen ist der Erfolg des Titels in einem Kontext, in dem Spieler zunehmend nach Inhalten suchen, die sie über einen langen Zeitraum fordern, statt kurzweiliger Unterhaltung. Die Kritiker loben vor allem die ausgeklügelte Natur der Rätselmechaniken, die eine hohe kognitive Leistung erfordern. Dennoch gibt es auch kritische Stimmen, die sich auf den enormen Umfang des Spiels beziehen. Einigen Spielern zufolge kann die schiere Masse an Aufgaben über längere Zeit hinweg ermüdend wirken. Es stellt sich somit die Frage, ob die Dichte der Rätsel für jeden Spielertyp gleichermaßen ansprechend ist oder ob das Spiel eher eine Zielgruppe anspricht, die eine gewisse Ausdauer und Frustrationstoleranz mitbringt. Dennoch überwiegt der Eindruck, dass Blow mit „Order of the Sinking Star“ erneut ein Werk geschaffen hat, das die Debatte über Spieldesign und Schwierigkeitsgrade in der Indie-Szene maßgeblich prägen wird.

Offene Fragen und der Blick in die Zukunft

Obwohl das Spiel bereits veröffentlicht wurde und die ersten Spieler ihre Erfahrungen teilen, bleiben einige Aspekte des Projekts unbeantwortet. Der Quelltext lässt beispielsweise offen, wie sich die Verkaufszahlen langfristig entwickeln werden und ob das Studio Thekla bereits Pläne für etwaige Erweiterungen oder zusätzliche Inhalte hat. Auch die genauen Hintergründe der zehnjährigen Entwicklungszeit – etwa ob es während dieser Phase zu größeren konzeptionellen Umbrüchen kam – werden nicht explizit thematisiert. Ebenso bleibt unklar, wie die Unterstützung für die verschiedenen Plattformen in Zukunft aussehen wird, insbesondere im Hinblick auf Updates oder Performance-Optimierungen für die Nintendo Switch 2. Die Spieler werden in den kommenden Wochen und Monaten selbst herausfinden müssen, ob die Komplexität des Spiels bis zum Ende hin konstant bleibt oder ob sich im letzten Drittel des Spiels Abnutzungserscheinungen zeigen. Da keine weiteren offiziellen Ankündigungen zu zukünftigen Schritten oder Patches vorliegen, bleibt die Entwicklung von „Order of the Sinking Star“ ein spannendes Feld, das die Community in der nächsten Zeit weiter beschäftigen wird.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/person-nacht-rote-jacke-nahansicht-7817721/ · Foto: Ярослав Игнатенко
Quelle: https://www.golem.de/news/sinking-star-nach-zehn-jahren-begeistert-braid-erfinder-mit-neuem-spiel-2610-213919.html