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Russlands Ukraine-Krieg - Präsident Selenskyj meldet militärische Erfolge im Abwehrkampf
Politik · 28.08.2026 17:33

Russlands Ukraine-Krieg - Präsident Selenskyj meldet militärische Erfolge im Abwehrkampf

Kurz: Der ukrainische Präsident Selenskyj berichtet von strategischen Erfolgen gegen Russland, insbesondere durch gezielte Angriffe auf die russische Infrastruktur.

Die aktuelle militärische Lage im Abwehrkampf

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 28. August 2026 eine positive Bilanz der jüngsten militärischen Operationen gegen die russischen Streitkräfte gezogen. In einer offiziellen Mitteilung auf der Plattform X betonte er, dass die ukrainischen Verteidigungsbemühungen zunehmend Wirkung zeigen. Besonders hervorzuheben ist dabei die Strategie, gezielte Schläge tief in das russische Hinterland auszuführen. Diese Angriffe richten sich nicht nur gegen militärische Stellungen, sondern zielen explizit auf die industrielle und logistische Infrastruktur des Aggressors ab. Selenskyj unterstrich, dass diese Taktik den russischen Staat empfindlich trifft und die militärischen Kapazitäten des Gegners durch die gezielte Zerstörung von Versorgungswegen und Produktionsstätten schwächt. Der Präsident verwies dabei auf aktuelle Erkenntnisse des ukrainischen Militärgeheimdienstes, die belegen, dass die russischen Exporte aufgrund der anhaltenden ukrainischen Offensivschläge in diesem Monat in einigen strategisch wichtigen Sektoren um bis zu 80 Prozent eingebrochen sind. Dieser massive Rückgang verdeutlicht die Effektivität der ukrainischen Fernschläge auf die russische Wirtschaft.

Details zu den Angriffen auf die Infrastruktur

Die ukrainischen Streitkräfte haben in den vergangenen Tagen ihre Angriffe auf kritische russische Infrastruktur intensiviert. Ein zentraler Punkt der Berichterstattung ist die Ölraffinerie in Kstowo, gelegen in der Region Nischni Nowgorod. Laut Angaben aus Kiew wurde der Betrieb dieser Anlage, die zu den größten ihrer Art in Russland zählt, aufgrund der ukrainischen Militärschläge vollständig eingestellt. Dies stellt einen erheblichen Schlag für die russische Energieversorgung dar. Parallel dazu meldete die ukrainische Armee den erfolgreichen Angriff auf eine weitere Ölraffinerie in der zentralrussischen Region Jaroslawl. Die dortigen örtlichen Behörden bestätigten den Vorfall und berichteten von einem Todesopfer infolge der Attacke. Ein weiterer Schwerpunkt der ukrainischen Bemühungen liegt auf der Neutralisierung russischer Luftkapazitäten. Präsident Selenskyj bestätigte, dass die Streitkräfte zudem ein sogenanntes Raketenflugzeug auf dem russischen Stützpunkt Engels ins Visier genommen haben. Diese gezielten Aktionen unterstreichen die Fähigkeit der Ukraine, auch weit entfernte Ziele innerhalb des russischen Staatsgebiets präzise zu treffen und damit die russische Lufthoheit und Logistik direkt zu bedrohen.

Die anhaltende Gewalt an der Front

Der Konflikt bleibt durch eine hohe Intensität geprägt, bei der sich beide Kriegsparteien weiterhin massiv aus der Luft attackieren. Während die Ukraine ihre Angriffe auf das russische Hinterland konzentriert, setzt Russland seine Luftoffensive gegen ukrainische Städte fort. Die südukrainische Stadt Cherson war erneut Ziel eines russischen Drohnenangriffs. Nach offiziellen Angaben der ukrainischen Behörden forderte dieser Angriff ein weiteres Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. Diese ständigen Luftangriffe verdeutlichen die anhaltende Bedrohung für die Menschen in der Ukraine, die täglich unter dem Beschuss durch russische Drohnen und Raketen leiden. Der Krieg hat sich zu einem Abnutzungskampf entwickelt, in dem die Zerstörung der gegnerischen Infrastruktur eine immer zentralere Rolle einnimmt. Die ukrainische Führung sieht in diesen Schlägen gegen russische Raffinerien und Militärbasen eine notwendige Antwort auf die russische Aggression, um die wirtschaftliche Basis des Krieges auf russischer Seite nachhaltig zu schwächen und den Druck auf den Kreml zu erhöhen.

Einordnung der militärischen Erfolge

Einzuordnen ist die aktuelle Entwicklung als eine strategische Neuausrichtung der ukrainischen Verteidigungsdoktrin. Den Berichten zufolge scheint Kiew verstärkt auf asymmetrische Kriegsführung zu setzen, um die geografische Distanz und die russische Übermacht an konventionellen Truppen auszugleichen. Durch den gezielten Angriff auf die Ölindustrie, die eine der wichtigsten Einnahmequellen für den russischen Staatshaushalt darstellt, versucht die Ukraine, den finanziellen Spielraum Moskaus für die Fortführung des Krieges einzuschränken. Die gemeldeten Exportrückgänge von 80 Prozent in bestimmten Bereichen sind dabei ein Indikator für die Verwundbarkeit der russischen Infrastruktur. Dennoch bleibt die Lage vor Ort hochgradig volatil. Die militärische Einordnung legt nahe, dass die Ukraine mit diesen Schlägen versucht, die russische Logistik so weit zu stören, dass eine Aufrechterhaltung der großflächigen Offensivoperationen gegen ukrainisches Territorium für Russland zunehmend schwieriger und kostspieliger wird. Dennoch bleibt die militärische Gesamtsituation angespannt, da Russland weiterhin über erhebliche Ressourcen verfügt, um auf die ukrainischen Angriffe zu reagieren.

Offene Fragen und der weitere Verlauf

Trotz der detaillierten Berichte über die militärischen Erfolge bleiben zahlreiche Fragen unbeantwortet. Der Quelltext macht keine Angaben darüber, welche spezifischen Waffensysteme bei den Angriffen auf die Raffinerien und den Stützpunkt Engels zum Einsatz kamen. Auch bleibt unklar, wie nachhaltig der Produktionsstopp in Kstowo sein wird und ob Russland in der Lage ist, die beschädigten Anlagen kurzfristig zu reparieren. Zudem fehlen Informationen über die langfristigen Auswirkungen der Exportrückgänge auf die russische Kriegsführung an der Frontlinie. Wie es weitergeht, ist derzeit Gegenstand intensiver Spekulationen. Es ist davon auszugehen, dass die Ukraine ihre Strategie der Fernschläge fortsetzen wird, sofern diese weiterhin Wirkung zeigen. Gleichzeitig ist zu erwarten, dass Russland seine Luftverteidigung um strategisch wichtige Objekte wie Raffinerien und Militärbasen weiter verstärken wird, um weitere Ausfälle zu verhindern. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Situation genau, während beide Seiten ihre militärischen Kapazitäten weiter ausschöpfen, um den Verlauf des Konflikts zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Ein Ende der Kampfhandlungen ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar, da die militärische Eskalation auf beiden Seiten anhält.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/stadt-strasse-gebaude-fahnen-11421251/ · Foto: Mathias Reding
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/praesident-selenskyj-meldet-militaerische-erfolge-im-abwehrkampf-100.html