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OpenWrt: Updates schließen teils kritische Sicherheitslücken
Technik · 29.07.2026 11:08

OpenWrt: Updates schließen teils kritische Sicherheitslücken

Kurz: Das OpenWrt-Projekt hat wichtige Sicherheitsupdates veröffentlicht. Nutzer sollten ihre Router-Firmware umgehend aktualisieren, um kritische Lücken zu schließen

Dringende Sicherheitsupdates für OpenWrt veröffentlicht

Das Entwicklerteam der quelloffenen Router-Firmware OpenWrt hat neue Versionen bereitgestellt, die mehrere schwerwiegende Sicherheitslücken adressieren. Da Router als zentrale Knotenpunkte im Netzwerk fungieren und häufig direkt aus dem Internet erreichbar sind, stellt die zeitnahe Installation dieser Aktualisierungen eine notwendige Maßnahme zum Schutz der Netzwerkinfrastruktur dar.

Die betroffenen Releases umfassen die Version 24.10.8 sowie die Fassung 25.12.5. Während der 24er-Zweig des Projekts mittlerweile ausschließlich für Sicherheitskorrekturen vorgesehen ist und keine neuen Funktionen mehr erhält, konzentrieren sich die Updates in beiden Fällen auf die Schließung von Einfallstoren, die teilweise von außen ohne Authentifizierung ausnutzbar sind.

Kritische Schwachstellen im DHCP-Dienst

Besonders schwerwiegend sind zwei Sicherheitslücken im DHCP-Server-Dienst *odhcpd*, der in vielen Konfigurationen standardmäßig aktiviert ist. Die Entwickler stufen das Risiko dieser Schwachstellen als kritisch ein:

* **Pufferüberlauf (CVE-2026-53921):** Bei der Verarbeitung von DHCPv6-IA-Antworten kann ein Pufferüberlauf auf dem Stack auftreten. Angreifer sind in der Lage, diesen Fehler mit einem einzigen UDP-Paket aus dem Netzwerk heraus auszunutzen, ohne dass eine vorherige Anmeldung am Gerät erforderlich ist. Die Gefahr wird dadurch verschärft, dass auf vielen Embedded-Plattformen das Sicherheitsfeature ASLR (Address Space Layout Randomization) fehlt, was die Ausführung von Schadcode begünstigt.

* **Manipulation von Lease-Files (CVE-2026-62948):** Eine weitere Lücke ermöglicht es DHCPv6-Clients, manipulierte FQDN-Hostnamen zu verwenden, um Einträge in die Lease-Dateien zu schleusen. Dies resultiert in einer Stored-Cross-Site-Scripting-Schwachstelle (XSS) innerhalb der LuCI-Statusseite für DHCPv6-Leases.

Weitere Korrekturen und Systemkomponenten

Neben den kritischen Fehlern im DHCP-Dienst wurden weitere Schwachstellen behoben, die das LuCI-Webinterface betreffen. Hierbei handelt es sich ebenfalls um Stored-Cross-Site-Scripting-Lücken, deren Gefahrenpotenzial als hoch eingestuft wird. Zudem haben die Entwickler einen Sicherheitspatch für den SSH-Dienst *dropbear* integriert, der eine bereits seit 2019 bekannte Schwachstelle adressiert.

Zusätzlich wurden diverse Systemkomponenten auf den neuesten Stand gebracht, um bekannte Sicherheitsrisiken zu minimieren. Dazu zählen unter anderem:

* OpenSSL in der Version 3.0.21

* dnsmasq in der Version 2.93

* Der Linux-Kernel in der Version 6.6.144

Empfehlungen für Anwender

Angesichts der Tatsache, dass die Sicherheitslücken teils Dienste betreffen, die ab Werk aktiv sind, sollten Anwender die aktualisierten Firmware-Builds zeitnah auf ihre Geräte aufspielen. Durch die Verteilung der Updates auf alle Geräte im Netzwerk lässt sich die Angriffsfläche für bösartige Akteure signifikant reduzieren.

Da OpenWrt-basierte Router häufig als Gateway zum Internet dienen, ist die proaktive Wartung der Firmware ein wesentlicher Bestandteil der Netzwerksicherheit. Nutzer, die den 25er-Zweig verwenden, profitieren zudem von den allgemeinen Verbesserungen, die bereits im März mit der Einführung eines neuen Paketmanagers und einer erweiterten Geräteunterstützung in die Firmware eingeflossen sind.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/technologie-computer-elektronik-elektrik-18372336/ · Foto: Júlio Riccó
Quelle: https://www.heise.de/news/OpenWrt-Updates-schliessen-teils-kritische-Sicherheitsluecken-11381496.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag